Neuer Flash-Speicher verspricht bessere Solid-State-Disks

IM Flash hat gestern, Donnerstag, den ersten NAND-Flash-Baustein mit einer Strukturgröße unter 40 Nanometern (nm) vorgestellt. Das Joint Venture von Micron und Intel hat einen Chip in 34-nm-Technologie mit 32 Gigabit (Gb) Speicherkapazität gezeigt, der deutliche Verbesserungen für Anwendungen von Flash-Speicher verspricht.

Insbesondere stellt die Entwicklung günstigere Solid State Disks (SSDs) mit höherer Kapazität in Aussicht, was diese für die Anwendung speziell in mobilen Geräten attraktiver machen soll. Die Massenproduktion der Speicherelemente soll im zweiten Halbjahr 2008 beginnen.

„Der neue 32-Gb-Baustein bietet die höchste Bit-Speicherdichte in der Industrie“, gibt Brian Shirley, VP Micron Memory Group, an. Der 34-nm-Baustein hat eine Fläche von nur 172 Quadratmillimetern und wird laut Unternehmen das Speichervolumen von SSDs verdoppeln. Die Chips seien geeignet, die Kapazität von SSDs im derzeit gängigen, kompakten Formfaktor von 1,8 Zoll auf jenseits von 256 Gigabyte (GB) zu treiben. Schon 16 der Chips wiederum ergeben eine SSD, die 64 GB Daten fasst – das würde für bis zu 40 Stunden HD-Videoaufnahme in einem digitalen Camcorder reichen. In der Fertigung mit 300-Millimeter-Wafern werde jeder rund 1,6 Terabyte an Speicherkapazität liefern.

„Die Entwicklung ist wichtig für unsere Plattform-Strategie für mobile Geräte“, meint Intel-Sprecher Mike Cato gegenüber pressetext. SSDs bieten gegenüber herkömmlichen Festplatten Vorteile wie beispielsweise geringerem Stromverbrauch und dem Fehlen beweglicher Teile, das sie leiser und zuverlässiger macht. Dennoch setzt sich die Technologie erst langsam durch, was an den noch hohen Kosten liegt. Aktuell könnten SSDs für Notebooks gegenüber der Verwendung herkömmlicher Festplatten Aufpreise in der Größenordnung von 1.000 Euro bedeuten, so Cato. „Der große Vorteil der neuen Elemente ist, kosteneffizienter zu werden“, betont er daher. Da die Massenproduktion der neuen Elemente erst im zweiten Halbjahr anlaufen soll, sei es noch zu früh für eine konkrete Abschätzung der Kostenreduktion. So der Massenfertigungsprozess gut unter Kontrolle gebracht werden kann, dürfte sie in der Größenordnung von 50 Prozent liegen, meint Cato.

Vorerst liege Intels Fokus für SSDs klar im Bereich mobiler Geräte von Notebooks bis zu Mobile Internet Devices auf Atom-Basis. „Für den Desktop werden SSDs wohl erst bei Preisparität zu Festplatten interessant“, so Cato. Dies hänge unter anderem damit zusammen, dass bei den ortsfesten Geräten Stromsparfunktionen nicht im gleichen Umfang genutzt werden wie bei Mobilgeräten.

Media Contact

Thomas Pichler pressetext.deutschland

Weitere Informationen:

http://www.imftech.com

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