Rundum gut informiert: DFG-Projekt "NEXUS"

Sie möchten in einem kleinen italienischen Restaurant zu Abend essen und anschließend im Programmkino einen Film anschauen. Alles soll im fußläufigen Umkreis Ihres Hotels stattfinden. Wie gehen Sie vor?

An dieser Stelle treten Prof. Dr. Torsten J. Gerpott und Sabrina Berg vom Lehrstuhl für Telekommunikationswirtschaft der Universität Duisburg-Essen auf den Plan.

Seit Anfang 2008 forscht der im deutschen Sprachraum führende betriebswirtschaftliche Lehrstuhl für Telekommunikationswirtschaft gemeinsam mit der Universität Stuttgart im Sonderforschungsbereich (SFB) 627 „NEXUS“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit. Interdisziplinäres Forschungsziel ist die Entwicklung von digitalen Umgebungsmodellen und die Gewinnung von Gestaltungshinweisen für die Vermarktung von hierauf aufbauenden standortbezogenen Mobilfunkdiensten (SBM).

Innovative SBM bieten z.B. einem in der Innenstadt befindlichen Mobilfunkkunden „personalisiert“ aktuelle Informationen zu Sonderangeboten der umliegenden Geschäfte (standortbezogene Werbung) oder aber zu Restaurants in seiner unmittelbaren Umgebung inkl. Wegnavigation. „Dafür ist es erforderlich, automatisch den Standort eines Kunden, den Zeitpunkt der Nachfrage und die persönlichen Vorlieben zu berücksichtigen“, erklärt Prof. Dr. Torsten J. Gerpott.

Mit einem solchen Angebot könnte an den Überraschungserfolg von SMS Mitte der 1990er Jahre angeknüpft werden, so Gerpott. Eine heute schon im Einsatz befindliche Spielart sind Routenplaner unter Einsatz von Mobiltelefonen, berichtet Sabrina Berg, die mit der Leitung des NEXUS Projektes betraut ist.

Zusammen mit Kooperationsunternehmen der Telekommunikationwirtschaft untersuchen die Duisburger in dem auf drei Jahre angelegten und mit 300.000 Euro von der DFG geförderten Projekt die Nachfrage- und Zahlungsbereitschaft von Privat- und Geschäftskunden für standortbezogene Mobilfunkdienste. „Ohne Einbezug der Kundensicht können die tollsten technischen Visionen im Sande verlaufen: Wir möchten mehr erfahren über die Erwartungen, Wünsche und Zahlungsbereitschaften der potenziellen Nutzer. Nur so können Dienste entwickelt werden, die der Kunde bereit ist zu nutzen“, erläutert die Projektleiterin.

Deshalb planen Prof. Gerpott und sein NEXUS-Team eine Befragung möglichst vieler Menschen – unabhängig davon, ob sie bereits von solchen neuen Diensten gehört haben oder nicht. Vom 28.April bis zum 06.Juni geht das Forscherteam online, postalisch und per Telefon zur Meinungserhebung auf Privatpersonen und -haushalte zu. Mitmachen kann unter http://www.unipark.de/uc/DU_UniDuisburg_Berg_test/9c24/ jeder, auch und gerade wenn man noch keine Erfahrungen mit standortbezogenen Mobilfunkdiensten hat.

Weitere Infos: Prof. Torsten J. Gerpott, Tel. 0203/379-3109, [email protected], Sabrina Berg, Tel. 0203/379-3997, [email protected], http://www.nexus.uni-stuttgart.de

Ansprechpartner für Medien

Beate Kostka idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie

Neuerungen und Entwicklungen auf den Gebieten der Informations- und Datenverarbeitung sowie der dafür benötigten Hardware finden Sie hier zusammengefasst.

Unter anderem erhalten Sie Informationen aus den Teilbereichen: IT-Dienstleistungen, IT-Architektur, IT-Management und Telekommunikation.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Besser kleben im Leichtbau

Projekt GOHybrid optimiert Hybridverbindungen Leichtbau ist in der Mobilitätsbranche essentiell. Im Zuge der Mischbauweise mit Leichtmetallen und Faser-Kunststoff-Verbunden rücken hybride Klebverbindungen in den Fokus. Aufgrund der unterschiedlichen Wärmeausdehnungen der Materialien…

Benchmark für Einzelelektronenschaltkreise

Neues Analyseverfahren für eine abstrakte und universelle Beschreibung der Genauigkeit von Quantenschaltkreisen (Gemeinsame Presseinformation mit der Universität Lettland) Die Manipulation einzelner Elektronen mit dem Ziel, Quanteneffekte nutzbar zu machen, verspricht…

Solarer Wasserstoff: Photoanoden aus α-SnWO4 versprechen hohe Wirkungsgrade

Photoanoden aus Metalloxiden gelten als praktikable Lösung für die Erzeugung von Wasserstoff mit Sonnenlicht. So besitzt α-SnWO4 optimale elektronische Eigenschaften für die photoelektrochemische Wasserspaltung, korrodiert jedoch rasch. Schutzschichten aus Nickeloxid…

Partner & Förderer