Stadtwerke sind bereit für eine beschleunigte Energiewende

Die notwendigen wirtschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen für eine Energiewende bestimmten die Diskussionen der rund 700 Teilnehmer der 15. EUROFORUM-Jahrestagung „Stadtwerke 2011“ (10. bis 12. Mai 2011, Berlin). Viele kommunale Energieversorger und Stadtwerke sind bereit, in erneuerbare Energien zu investieren und damit auch den Wettbewerb in der Energieerzeugung zu stärken. Allerdings müsse der Umbau der Energielandschaft von verlässlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen flankiert werden. Investitionssicherheit müsse es für den Ausbau der Energieerzeugung genauso geben wie für den Um- und Ausbau der Netze.

Ohne Leitungsausbau geht gar nichts

„Der Netzausbau ist zurzeit eines der spannendsten Themen“, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur Matthias Kurth zum Auftakt der Jahrestagung. Trotz aller aktueller Prognosen über den Zubau von erneuerbaren Energien müssten die Netzverantwortlichen vor allem wissen, was in den nächsten Tagen im Netz los sei. „Energiewirtschaft ist nicht nur von Ethik und Moral bestimmt, sondern auch von Wetter und Physik“, betonte Kurth. Durch das Moratorium seien neun Gigawatt vom Netz genommen worden, soviel wie noch nie zuvor. Aufgrund der Kraftwerksverteilung in Deutschland sei die aktuelle Situation im Netz sehr angespannt. Die Netzbetreiber arbeiteten fieberhaft an der Netzstabilität.

Beschleunigter Netzausbau

Die Beschleunigung des Netzausbaus sowie die Marktbedingungen für erneuerbaren Energien bestimmten auch die Podiumsdiskussion des Stadtwerketreffs mit Staatssekretär Jochen Homann (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie), Wirtschaftsminister Matthias Machnig (Freistaat Thüringen), VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck, Dr. Gerhard Holtmeier (Thüga AG), Sven Becker (Trianel GmbH), Thomas Prauße (Stadtwerke Leipzig GmbH) und Susanne Treptow (GWS Stadtwerke Hameln GmbH). Als Vertreter der Bundesregierung unterstrich Homann den Willen der Koalition, bereits zum Ende des Moratoriums Ende Juli ein neues Energiekonzept vorzustellen. Übereinstimmung bestehe über die Notwendigkeit eines schnelleren Netzausbaus. Die erneuerbaren Energien wolle man auf ihrem Weg zu mehr Versorgungsicherheit begleiten.

Der thüringische Wirtschaftsminister Matthias Machnig betonte die Notwendigkeit eines „Energiekonsenses mit einer ökonomischen Dimension“. Dieser müsse nicht nur auf Bundesebene verbindlich sein, sondern auch in den Regionen. In Thüringen arbeite man bereits daran, allerdings brauche man dafür ein Enddatum für den Atomausstieg. „Wir brauchen Investitionssicherheit, besonders auch für Stadtwerke“, sagte er. VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck forderte klare Aussagen der Regierung für den Ausbau der Kraftwärme-Kopplung (KWK) und dezentraler Versorgungsstrukturen. Darüber hinaus müsse es nicht nur Anreize für erneuerbare Energien geben, sondern auch für konventionelle Kraftwerke und für die Verteilnetze.

Den vollständigen Bericht zur 15. EUROFORUM-Jahrestagung „Stadtwerke 2011“ finden Sie hier: www.stadtwerke-tagung.de/pressebericht2011

Fotos von der EUROFORUM-Jahrestagung finden Sie im Internet unter:
www.konferenz.de/fotos-stadtwerke2011

Im nächsten Jahr findet die 16. EUROFORUM-Jahrestagung „Stadtwerke 2012“ vom 24. bis 26. April 2012 in Berlin statt. www.stadtwerke-tagung.de

Die Stadtwerke Bielefeld, Bonn und Aalen wurden im Rahmen der EUROFORUM-Jahrestagung für ihre Energieeffizienz-Projekte mit dem diesjährigen Stadtwerke-Award 2011 ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt das Allgäuer Überlandwerk einen Sonderpreis für ihr Projekt „Alpenergy“. Weitere Informationen hier: www.stadtwerke-award.de

Weitere Informationen:
Dr. phil. Nadja Thomas
Senior-Pressereferentin
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