Siemens stellt neue Technologie für sichere Stromautobahnen vor

Siemens präsentiert eine neue Technologie für die Stromübertragung, die einen Meilenstein für die Energiewende darstellt. Die sogenannte „Vollbrückentechnik“ sorgt dafür, dass Strom über weite Strecken verlustarm und vor allem ausfallsicher transportiert werden kann.

Für die deutschen Netzbetreiber Amprion und TransnetBW wird die Technologie erstmals für deren Gleichstromverbindung ULTRANET zum Einsatz kommen. ULTRANET ist die erste von drei geplanten Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-(HGÜ-)Strecken zwischen Nord- und Süddeutschland.

Hierbei kommen Stromrichterstationen der neuesten Generation zum Einsatz. Am Beginn und am Ende der Strecken werden diese Stromrichterstationen mit einer Übertragungsleistung von 2000 Megawatt (MW) den Strom von Gleich- in Wechselstrom und umgekehrt umwandeln. Dank der Vollbrückentechnologie können Fehler auf verlustarmen Gleichstromstrecken schnell und flexibel geklärt werden, ohne dass ein Abschalten der Anlage nötig ist. Gleichzeitig wird das Wechselstromnetz stabilisiert.

Der Vorteil der von Siemens entwickelten Stromrichter liegt in der hohen Verfügbarkeit der Energieübertragung; zudem ermöglicht es die neue Technologie erstmals, dass ein Netzsegment nach einem Stromausfall wieder mit Strom versorgt wird. Längere Ausfälle werden so vermieden.

Die Vollbrückentechnik klärt Fehler besonders schnell und kann so zuverlässig verhindern, dass sich Netzfehler zum Blackout ausweiten. Mit dieser innovativen Entwicklung liefert Siemens die Technik, die für einen erfolgreichen Netzausbau und damit auch für das Gelingen der Energiewende notwendig ist.

ULTRANET ist ein Gemeinschaftsprojekt von Amprion und TransnetBW. Es bildet den südlichen Teil von einem der drei geplanten HGÜ-Korridore zwischen Nord- und Süddeutschland. Die Verbindung verläuft über eine Strecke von 340 Kilometern von Osterath in Nordrhein-Westfalen nach Philippsburg in Baden-Württemberg.

HGÜ-Technik ist die erste Wahl für die verlustarme Übertragung grosser Energiemengen auf langen Strecken. In Deutschland wird der Strom aus küstenfernen Offshore-Windparks effizient per HGÜ in das Stromversorgungsnetz an Land eingespeist. HGÜ kann Netze mit unterschiedlichen Frequenzen zuverlässig verbinden und den gezielten Energieaustausch zwischen zwei Ländern ermöglichen.

Die Nachfrage nach HGÜ steigt rasant. In den vergangenen 40 Jahren wurden weltweit HGÜ-Verbindungen mit mehr als 100 Gigawatt (GW) Kapazität (entspricht der Leistung von 100 Grosskraftwerken) installiert. Allein in diesem Jahrzehnt kommen nach Einschätzung von Siemens etwa 270 GW hinzu. HGÜ wird sich nach Einschätzung von Siemens von derzeit drei Milliarden Euro pro Jahr binnen fünf Jahren in etwa verdoppeln. Siemens hat weltweit bereits mehr als 40 HGÜ-Projekte realisiert, ein Viertel davon in China.

Ansprechpartner

Fabienne Schumacher
Tel. +41 (0)585 583 258
fabienne.schumacher@siemens.com

Leseranfragen an:
Siemens Schweiz AG
Energy Systems
Freilagerstrase 38
8047 Zürich
Telefon +41 585 585 580
power.info.ch@siemens.com
www.siemens.ch/energy

Media Contact

Fabienne Schumacher Siemens Energy Systems

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik

Dieser Fachbereich umfasst die Erzeugung, Übertragung und Umformung von Energie, die Effizienz von Energieerzeugung, Energieumwandlung, Energietransport und letztlich die Energienutzung.

Der innovations-report bietet Ihnen hierzu interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Windenergie, Brennstoffzellen, Sonnenenergie, Erdwärme, Erdöl, Gas, Atomtechnik, Alternative Energie, Energieeinsparung, Fusionstechnologie, Wasserstofftechnik und Supraleittechnik.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Neue Produktionstechnologie für schwere Nutzfahrzeuge

Das EU-Klimaziel, den CO2-Ausstoß von neuen Pkw bis 2030 um 37,5 Prozent zu senken, soll bereits in fünf Jahren auch auf schwere Nutzfahrzeuge ausgedehnt werden. Weitere Verschärfungen der Ziele werden…

Neues Modell zur Genregulation bei höheren Organismen

Gene können je nach Bedarf an- und ausgeschaltet werden, um sich an Umweltveränderungen anzupassen. Aber wie genau interagieren die verschiedenen beteiligten Moleküle miteinander? Wissenschaftler des Institute of Science and Technology…

Infektionsrisiko COVID-19: Simulation von Aerosolbelastung in Räumen

Im Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Hochschule RheinMain (HSRM) wurde ein Simulationsmodell erstellt, mit dem die Aerosolausbreitung in Räumen berechnet, bewertet und untersucht werden kann. Das Simulationsmodell ist in der Lage, unterschiedliche…

Partner & Sponsoren

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close