Wie kann Produktion und Nutzung alternativer und gemischter Biomassepellets vorangebracht werden?

Alternative und gemischte Biomassepellets bieten den Vorteil, dass sie meist aus Reststoffen der landwirtschaftlichen Produktion und Nahrungsmittel verarbeitenden Industrie hergestellt werden. Das erhöht die Wertschöpfung und sie sind kostengünstiger als Holzpellets.

Ihre Einführung verläuft aus unterschiedlichen Gründen bisher noch zögerlich. Genau dem sollte durch das MixBioPells Projekt entgegengewirkt werden, welches durch das Intelligent Energy Europe Programm gefördert wird. Ziel war es, vielversprechende Markteinführungskonzepte für alternative und gemischte Biomassepellets zu identifizieren und so die Nutzung dieser Pellets in sieben europäischen Ländern zu fördern.

Die Forscher stellten dafür in Zusammenarbeit mit regionalen Industriepartnern umfassende Daten zusammen und bieten neben aktuellen Marktinformationen, eine mehrsprachige Datenbank, eine virtuelle Biomassekarte und ein Forum zum Informationsaustausch auf der Projektwebseite http://www.mixbiopells.eu an. Hier findet man auch Zahlen und Fakten zur Herstellung und Verbrennung von alternativen und gemischten Biomassepellets. Diese werden in verschiedenen Berichten, Broschüren und Best-Practice Beispielen bereitgestellt.

Initiatoren von Bioenergieprojekten können im „Handbuch für Initiatoren“, das in sieben Sprachen zur Verfügung steht, hilfreiche Informationen zur Herstellung und Verbrennung alternativer und gemischter Biomassepellets finden. Die Wissenschaftler erarbeiteten darüber hinaus Handlungsstrategien und haben diese in Advisory Papers zusammengefasst, um das Bewusstsein von Politikern und Entscheidungsträgern auf nationaler und europäischer Ebene zu erhöhen. Darüber hinaus erstellten sie in enger Zusammenarbeit mit dem Europäischen Pellet Council ein Entwurf für ein Zertifizierungssystem zur Herstellung alternativer und gemischter Biomassepellets und deren Nutzung in Feuerungsanlagen. Das Zertifizierungssystem soll nach dem Ende des Projektes weiter entwickelt werden.

Das „Handbuch für Initiatoren“, kann man auf der Projektwebseite downloaden oder per Mail (thomas.zeng(at)dbfz.de) bestellen.

Projektpartner:
Austrian Bioenergy Centre (Bioenergy 2020+)
Danish Technological Institute (DTI)
Energia y Medio Ambiente S.L. (Protecma)
German Biomass Research Centre (DBFZ)
Italian Thermotechnical Committee (CTI)
Technical Research Institute of Sweden (SP)
Technical Research Centre of Finland (VTT)

Ansprechpartner für Medien

Antje Sauerland idw

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