Mit innovativer Lösung gegen „Hafensmog“: Siemens-Technik versorgt im Hafen liegende Schiffe umweltfreundlich mit Strom aus dem

Damit lassen sich im Hafen liegende Schiffe ans Mittelspannungsnetz des örtlichen Energieversorgers anschließen und werden auf diese Weise mit Strom versorgt. Der Vorteil ist, dass die Schiffe ihre sonst üblichen Dieselaggregate abschalten können, die nicht nur Strom, sondern auch Abgase, Ruß, Feinstaub und Lärm produzieren. Somit tragen die von Land aus versorgten Schiffe nicht mehr zum „Hafensmog“ bei, der immer mehr zu einem Umweltproblem wird. Im Vergleich zur herkömmlichen Stromerzeugung an Bord werden zudem zwischen 25 bis 30 Prozent der Stromkosten eingespart.

Das Landanschlusssystem Siharbor von Siemens erfüllt die Anforderungen von Hafenbetreibern, Reedern, Werften und Energieversorgungsunternehmen. Darüber hinaus berücksichtigt das System die verschiedenen Schiffsarten wie Passagierschiffe, Containerschiffe oder Fähren. Aufgrund ihres Baukastenprinzips lässt die Landstromversorgungslösung eine beliebige Kombination von 50-Hz- und 60-Hz-Stromversorgungssystemen sowie aller erforderlichen Spannungsebenen für die Schifffahrt zu.

Das Herzstück des Landstromversorgungssystems ist das von Siemens entwickelte Siplink-System (Siemens Multifunctional Powerlink), bei dem zwei Umrichter durch einen Gleichspannungszwischenkreis miteinander verbunden und jeweils an ein Stromnetz angeschlossen sind. Damit ist Siplink in der Lage, nicht nur aus einem Verteilungsnetz heraus ein Inselnetz zu speisen, sondern auch Stromversorgungsnetze mit unterschiedlichen Parametern einander anzupassen und miteinander zu verbinden. Beide Fähigkeiten ermöglichen es im Rahmen der Siharbor-Lösung, das Bordnetz eines Schiffes mit dem örtlichen Stromversorgungsnetz zu koppeln.

Für den Einsatz der Siemens-Lösung müssen sowohl der Hafen als auch das Schiff für die Landstromversorgung ausgerüstet werden – unter anderem mit einem Steckverbindungssystem. Nach der Ankopplung der Steckverbindung im Schiff startet das auf der Landseite installierte Automatisierungssystem den Hochlauf des Systems. Der Benutzerdialog wird vom Schiff aus geführt. Die Stromversorgung des Schiffes wird dabei nicht unterbrochen. Siplink synchronisiert sich selbst und übernimmt die Stromversorgung innerhalb weniger Minuten. Danach können die Dieselgeneratoren für die Bordnetzversorgung abgeschaltet und das komplette Bordnetz umweltfreundlich aus dem Stromversorgungsnetz an Land versorgt werden.

Ein Archivierungssystem erfasst alle schiffsrelevanten Daten. Die Kommunikation zwischen Schiff und Land findet über ein Lichtwellenleiterkabel statt, wobei das Siplink-System kontinuierlich die Parameter der Verbindung prüft. Lieferbar ist zudem ein Softwaremodul, das nicht nur den Energieverbrauch während der Liegezeit erfasst und archiviert, sondern den gesamten Energieverbrauch des Schiffes zeitnah per Datenfernübertragung an den Reeder zur Abrechnung der Stromkosten weiterleitet.

Siemens Power Transmission and Distribution (PTD), Erlangen, ist eines der führenden Unternehmen auf dem Weltmarkt für Energieübertragung und -verteilung. Als Produktlieferant, Systemintegrator, Komplettlösungs- und Serviceanbieter ermöglicht Siemens PTD Stromversorgern und der Industrie den wirtschaftlichen und zuverlässigen Transport elektrischer Energie vom Kraftwerk bis zum Verbraucher. In mehr als 100 Ländern vertreten, erwirtschaftete PTD mit weltweit rund 27.500 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2006 (30. September) einen Umsatz von 6,5 Mrd. EUR.

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Siemens PTD Press Office

Weitere Informationen:

http://www.siemens.de/ptd

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