Intelligente Autobatterie verspricht: Nie wieder Startprobleme

iQ Power

IQ Power stattet Batterien mit Elektronik und durchdachten Funktionen aus


Der Batterie-Entwickler iQ Power errichtet in Südkorea eine moderne Batteriefabrik, in der nach Fertigstellung drei Mio. Smart Batteries vom Band laufen sollen. Diese Spezial-Autobatterien basieren auf der iQ-Technologie, die den Stromspeicher durch den Einsatz von Elektronik in Verbindung mit durchdachten Funktionen länger leistungsfähig hält.

„Großes Problem aller Autobatterien ist, dass sich die Säure-Wasser-Mischung aufgrund der großen Belastungen durch viele Verbraucher im Wagen, trennt. Das spezifisch leichtere Wasser befindet sich dann im oberen Teil, die Säure sinkt zu Boden“, erklärte Bernhard Rose, Sprecher von iQ Power, im pressetext-Interview die Herausforderungen an die Batterie-Entwickler. „Dadurch geht aktive Ladungsfläche verloren, da das Wasser schlecht leitet und die konzentrierte Säure die Bleiplatten zum Korrodieren bringt.“ Selbst bei guten, neuen Batterien stelle sich innerhalb einiger Monate ein Leistungsabfall von 40 Prozent ein. Die iQ-Batterien nutzen kleine Plastikwinkel im Gehäuseinneren um die Flüssigkeit, die durch die Fahrdynamik in Bewegung gerät, zu durchmischen.

Zweites Problem ist die Temperatur. Starke Temperaturschwankungen lassen die Batterie schneller altern, extrem hohe (60 Grad Celsius) oder niedrige (minus 20 Grad Celsius) Temperaturen erschweren den elektrochemischen Prozess der Aufladung. „Bereits bei null Grad ist die Flüssigkeit träge und leitet schlechter. Um die beim Startvorgang verbrauchte Energie wieder zurück zu laden, sind dann einige Stunden Autofahrt notwendig“, sagte Rose. An dieses Problem geht das Unternehmen mit einer Mischung von Heizung und Thermoisolation heran. „Die eigentliche Batterie ist mit geschäumten Polypropylen umgeben, dazwischen befindet sich eine Heizfolie. Diese soll die Temperatur des Elektrolyts erhöhen, um die Ladefähigkeit bei niedrigen Umgebungstemperaturen zu verbessern.

Die Steuerung der Flächenheizung übernimmt ein Elektronikbauteil, das ebenfalls in die Batterie integriert ist“, so Rose. Die Mikroelektronik ist dauerhaft mit der Batterie verbunden. Sie ermittelt den Ladezustand und Verschleißgrad, steuert die Heizung und speichert alle Daten.

Jede herkömmliche Autobatterie kann durch eine Batterie mit iQ-Technik ersetzt werden, sie verbessert die Leistung überall in gleichem Maße, erläuterte Rose. Den vollen Funktionsumfang präsentiere sie jedoch erst in Verbindung mit einem Boardcomputer. Er erhält die Batteriedaten über die Anschlusspole übermittelt und informiert den Fahrer aktuell über den Zustand des Stromspeichers.

Die erste iQ-Batteriefabrik soll auf einem rund 36.000 Quadratmeter großen Industrieareal in der südkoreanischen Hightech-Metropole Gwangju im kommenden Jahr entstehen. Das Unternehmen beabsichtigt an diesem Standort Investitionen in zweistelliger Euro-Millionenhöhe zu tätigen. In der ersten Ausbaustufe sollen 160 Personen in dem koreanischen Werk Arbeit finden.

Media Contact

Andreas List pressetext.austria

Weitere Informationen:

http://www.iqpower.com

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