Vereinigtes Königreich lässt grüner Energie starke Unterstützung zukommen

Das britische Ministerium für Handel und Industrie kündigte Investitionen in Höhe von 50 Millionen GBP (75 Millionen Euro) in Wellen- und Gezeitenenergietechnologien an. Die Fördermittel werden zur Unterstützung von Meeresenergieprojekten eingesetzt.

Die Einrichtung des „Marine Renewables Deployment Fund“ zur Entwicklung von Energieversorgungsmöglichkeiten durch Wellen- und Gezeitenenergie und damit zur Bewältigung des Klimawandels folgt der Veröffentlichung eines Berichts, nach dem zehn Prozent der Elektrizität Schottlands bis 2020 durch Meeresenergie erzeugt werden könnten.

Bei der Ankündigung der Finanzierung erklärte die britische Ministerin für Handel und Industrie Patricia Hewitt: „Die Wellen- und Gezeitenströme des Vereinigten Königreichs sind die größten in Europa und ich möchte sicherstellen, dass wir diese immensen natürlichen Ressourcen nutzen, um Energie für das Vereinigte Königreich zu erzeugen. Erneuerbare Energie – durch Wind, Wellen oder andere Quellen – spielt eine wesentliche Rolle in unserem Kampf gegen den Klimawandel, und wir sind verpflichtet, erneuerbare Energien so weiter zu entwickeln, dass sie eine stärkere Rolle im britischen Energiemix spielen.“

„Die Ankündigung spiegelt diese Vision wider und bringt uns in unserem Bestreben, im Bereich der erneuerbaren Energien weltweit führend zu werden, ein gutes Stück voran“, fügte sie hinzu.

Tom Delay, Vorsitzender der von der britischen Regierung ins Leben gerufenen Organisation Carbon Trust, begrüßte die Investitionen als „eine signifikante Förderung des britischen Meeressektors“. Er fügte hinzu: „Der nächste Schritt besteht nun darin, das Vereinigte Königreich zu einem globalen Exzellenzzentrum zu machen, und wir freuen uns darauf, mit der Regierung und der schottischen Exekutive zusammenzuarbeiten, um diese Vision Realität werden zu lassen.“

Ein Großteil der Investitionen fließt nach Schottland, wo einige der stärksten Gezeitenströme der Welt fließen, insbesondere um die Shetland- und Orkney-Inseln herum. Zudem verfügt man dort über die besten Fachkenntnisse auf diesem Gebiet. Schottland führt die Entwicklung im Bereich der Einrichtung kommerzieller Wellenkraftwerke an; die erste in kommerziellem Umfang betriebene Anlage der Welt wurde bereits in Betrieb genommen.

Der Carbon Trust, der die Meeresenergie als nächste Priorität für Investitionen in erneuerbare Energien ausgewählt hat, ist der Ansicht, dass im Vereinigten Königreich möglicherweise ein Viertel der Wellen- und Gezeitenenergiekraftwerke ansässig sein könnten. Darüber hinaus belegt eine Studie des „Forum for Renewable Energy Development“, dass Schottland im Bereich Forschung, Entwicklung und Zertifizierung von Meeresenergieanlagen auf globaler Ebene eine Führungsposition einnehmen sollte.

Dr. Dan Barlow von Friends of the Earth Scotland erklärte: „Die Nutzbarmachung freier Energie an unseren Küstenlinien könnte ein signifikanter Beitrag zur Emissionssenkung sein und dabei Tausende von Arbeitsplätzen schaffen. Wenn wir jemals das gesamte Potential der Wellenenergie ausschöpfen möchten, ist es richtig, dass die Unterstützung der Regierung zu diesem Zeitpunkt erfolgt.“

Der neue Marine Research Development Fund ergänzt die bereits für andere neu entstehende Technologien im Bereich erneuerbare Energien, einschließlich Wind, Sonne und Biomasse, geleistete Unterstützung. Ziel ist es sicherzustellen, dass das Vereinigte Königreich weniger abhängig von Windenergie wird, um sein Ziel der Erzeugung von zehn Prozent der Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen innerhalb eines Jahrzehnts zu erreichen.

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cn

Weitere Informationen:

http://www.dti.gov.uk

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