Private entdecken Alternativen zu hohen Energiepreisen

Private Haushalte und kleine bis mittelständische Unternehmen halten auf der Flucht vor den explodierenden Energiepreisen vermehrt Ausschau nach Alternativen.

Mittel- bis langfristig können Kleinkraftwerke das rasante Gewinnwachstum der Energiekonzerne bremsen, wenngleich sie keine ernsthafte Bedrohung darstellen dürften. Vielmehr ist es Privaten und KMUs mit eigenen Kraftwerken möglich, ihre Energiekosten stark zu reduzieren. Die Nutzung sauberer und erneuerbarer Energie trägt zugleich zum Umweltschutz durch den ersparten CO2-Ausstoß bei.

Überschussenergie, die ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird, bessert dabei die Haushaltskasse auf. Über Solarzellen auf dem Dach hinaus sind der Fantasie bei der privaten Energieerzeugung keine Grenzen gesetzt. Während in Bremen das erste Bürger-Wasserkraftwerk entsteht, bietet ein österreichisches Unternehmen mittlerweile Kleinwindkraftanlagen für Privatpersonen an.

Angaben des Bundesverbands Windenergie zufolge sind rund zwei Drittel der gesamten Windkraftanlagen in Deutschland im Besitz von Privatpersonen und Bürgergemeinschaften. Während es sich hierbei zumeist um größere Anlagen ab einem Investitionsvolumen von rund zwei Mio. Euro handelt, sind die Austrowind-Anlagen ab 15.000 Euro erhältlich. Dabei erzeugen diese immerhin eine durchschnittliche Leistung von drei, fünf, zehn bzw. 20 Kilowatt. Angaben des Herstellers zufolge amortisieren sich die Anlagen innerhalb von acht bis zehn Jahren bei einer Lebenserwartung von etwa 30 Jahren. „Die Deckung des Eigenverbrauchs ist das zentrale Element in der Eigenversorgung mit Energie. Zwar geht überschüssig erzeugter Strom direkt ins Stromnetz, die Einspeisetarife sind derzeit jedoch noch sehr niedrig. Dies wird in den kommenden Jahren mit Sicherheit angepasst“, meint Benno Hackl, Vertriebs- und Marketingleiter beim Kleinanlagenbauer Austrowind, im Gespräch mit pressetext.

Für den Bau einer Kleinwindkraftanlage müssen nicht nur die gesetzlichen, sondern auch die örtlichen Rahmenbedingungen stimmen. „Die Anlagen können nicht in jedem kleinen Garten installiert werden“, erklärt Hackl. Die im Durchmesser vier bis 14 Meter langen Blätter rotieren in einer Höhe ab neun Metern. Entsprechend werden die regionalen Gegebenheiten geprüft, bevor ein Bau in Frage kommt. In einer Entfernung von fünf bis zehn Metern zeichnen sich die Anlagen durch ein leises Betriebsgeräusch von 40 bis 45 dB aus. „Auch einem möglichen Problem durch Schattenwurf wird bereits vor dem Aufbau begegnet. Eine automatische Betriebseinstellung zu gewissen Zeiten ist durch die Steuerungstechnik und die entsprechende Programmierung möglich“, so Hackl gegenüber pressetext. Eine Kostensenkung bzw. die Deckung des hauseigenen Energiebedarfs sei bereits bei geringen Luftströmungen gegeben. Mit den Anlagen verfügen private Haushalte und Unternehmen zumindest über die Möglichkeit, den rasant steigenden Energiepreisen auszuweichen, wenngleich sich die Verdienste damit noch in Grenzen halten.

Ansprechpartner für Medien

Manuel Haglmüller pressetext.austria

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