Abu Dhabi setzt auf Wasserstoff-Zukunft

Noch verdient man gutes Geld mit dem Schwarzen Gold in Abu Dhabi. Für die Energiezukunft will man im ölreichen Golfstaat allerdings ganz auf saubere Technologien umsteigen. Für die Initiative, die in den kommenden fünf Jahren durchgeführt wird, sollen 15 Mrd. Dollar locker gemacht werden, berichtet die BBC vom World Future Energy Summit, das derzeit in Abu Dhabi über die Bühne geht. Der Golfstaat beschreibt sein Vorhaben als das ambitionierteste Nachhaltigkeitskonzept, das es jemals gab. Ein Bestandteil davon wird das größte Wasserstoffkraftwerk der Welt sein.

Der 15-Mrd.-Dollar-Fond, der nach Hoffnungen der Regierung zu internationalen Joint-Ventures führen soll, wird vom Unternehmen Masdar gebündelt. Masdar wurde dazu geschaffen, um saubere Energielösungen zu entwickeln und die Technologien zu vermarkten. „Die weltweite Nachfrage nach Energie steigt und da das Thema globale Erwärmung immer mehr ins Bewusstsein kommt, ist es nun an der Zeit in die Zukunft zu blicken“, erklärt Madar CEO Sultan Al Jaber. „Unsere Möglichkeiten diesen Bedarf zu decken und sich diesen Aufgaben zu stellen, wird Abu Dhabi auch in Zukunft die Führung in globalen Energieprojekten sichern.“

Das Portfolio der Technologien, die im Rahmen von Masdar gefördert werden, ist breit. Ein zentrales Thema wird dabei die Solartechnologie spielen. Das Wasserstoff-Kraftwerk wird dabei zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Einerseits soll damit das Verbrennen fossiler Brennstoffe eingespart werden – was wiederum eine CO2-Reduktion zur Folge hat. Andererseits soll damit auch die Wasserstofftechnologie einen Auftrieb erhalten. Der Wasserstoff soll mit natürlichem Erdgas hergestellt werden. Als Produkte fallen dann Wasserstoff und CO2 an. Das CO2 soll dann wiederum in die leeren Ölfelder gepumpt werden, um dort endgelagert zu werden. Umgekehrt könnte auch noch verbliebenes Öl mit Hochdruck aus den Feldern gepumpt werden.

In erster Linie wird der Wasserstoff in Abu Dhabi zur Gewinnung von Strom verwendet. Man könnte ihn aber auch als Treibstoff für Autos verwenden. Experten stehen der Wasserstoff-Gewinnung in großem Maßstab positiv entgegen. Das gilt vor allem dann, wenn man den Wasserstoff nicht durch die teure Elektrolyse herstellen muss.

Die Masdar-Sustainable-City – eine andere Komponente des Abu Dhabi Regierungsplan – erhält auch Schützenhilfe von der Umweltorganisation WWF. In der 50.000-Einwohner-Muster-Nachhaltigkeitsstadt werden dann keine Treibhausgase mehr produziert. Autos wird es dort keine geben. Die gesamte Energie wird aus erneuerbaren Quellen kommen. Strom wird aus Photovoltaik gewonnen. Auch die Häuser werden nach speziellen Plänen so errichtet, dass zwar kühle Luft ins Gebäude kommt, die Hitze jedoch draußen bleibt. Die Pläne der nachhaltigen Stadt wurden im Rahmen des World Future Energy Summit vorgestellt.

Media Contact

Wolfgang Weitlaner pressetext.austria

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