Hallesche Biochemiker kooperieren mit Wiener Enzymhersteller

Es geht dabei um die Charakterisierung neuartiger Lipasen, Phospholipasen und weiterer Industrieenzyme, die von dem Wiener Unternehmen entwickelt wurden.

„Die Kooperation mit EUCODIS Bioscience stellt erneut die Attraktivität unseres Instituts als Forschungspartner der Industrie unter Beweis“, erklärt Professor Frank Bordusa, Leiter der Abteilung Naturstoffbiochemie. „Lipasen sind die vielseitigste Gruppe industriell genutzter Enzyme. Die gründliche Untersuchung solcher Enzyme in Bezug auf ein breites Spektrum an möglichen Substraten und Prozessbedingungen ist eine anspruchsvolle Forschungsaufgabe und hat gleichzeitig große Bedeutung für industrielle Anwender. In der Kooperationsvereinbarung sehe ich eine solide Grundlage für mögliche weitere anwendungsorientierte Forschungsprojekte.“

Thomas Fischer, Geschäftsführer von EUCODIS Bioscience, sagt: „Im Rahmen unserer Kooperation wird das Institut als ‚center of excellence' an der Charakterisierung von Enzymen arbeiten, und die daraus resultierenden Daten erleichtern den Anwendern die Auswahl der für die jeweilige Anforderung am besten geeigneten Enzyme.“ Durch die Zusammenarbeit mit der MLU profitierte sein Unternehmen von der umfassenden wissenschaftlichen Erfahrung und der hochmodernen Ausstattung, die Professor Bordusa und sein Team im Bereich Enzymentwicklung und Proteinanalyse aufgebaut haben.

Industrielle Enzyme werden in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt: Lipasen beispielsweise dienen als wirksame Bestandteile von Waschmitteln, Kosmetika, Backmischungen, Tiernahrung und zahlreichen anderen Produkten. Sie ermöglichen hocheffiziente und umweltfreundliche Produktionsverfahren, etwa bei der Extraktion und Verarbeitung pflanzlicher Fette und Öle oder der Herstellung von Feinchemikalien aus nachwachsenden Rohstoffen in „Bioraffinerien“.

Über das Institut für Biochemie und Biotechnologie der MLU

Das Institut für Biochemie und Biotechnologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist eines der erfolgreichsten Institute der Universität bei der Einwerbung von Drittmitteln für die Forschung. Es ist unter anderem in mehreren Sonderforschungsbereichen aktiv, darüber hinaus in interdisziplinären Forschungszentren sowie in Forschergruppen und Schwerpunktprogrammen der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Das Institut ist zudem Teil des Protein-Kompetenznetzwerks Halle (ProNet-T³), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit elf Millionen Euro gefördert wird.

Die Abteilung für Naturstoffbiochemie ist an einigen der genannten Forschungsaktivitäten beteiligt und verfügt über langjährige Erfahrung in der Anwendung von Hydrolasen als Biokatalysatoren in chemischen Produktionsverfahren. Schwerpunkt der Aktivitäten ist die Optimierung von Enzymen durch rationale und evolutionäre Protein-Entwicklung, insbesondere der Identifikation neuer Enzyme für die Semisynthese.

Weitere Informationen im Internet:
http://www.biochemtech.uni-halle.de
Über EUCODIS Bioscience
Die EUCODIS Bioscience GmbH entwickelt, optimiert, produziert und vertreibt Enzyme für industrielle Anwendungen, insbesondere Lipasen, Phospholipasen und Beta-Lactamasen. Das Unternehmen beliefert Kunden in der chemischen, pharmazeutischen und Nahrungs- und Futtermittel-Industrie. Enzyme von EUCODIS Bioscience machen nach Angaben des Unternehmens Produktionsverfahren effizienter und umweltfreundlicher und helfen den Kunden, neuartige Produkte auf den Markt zu bringen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Wien und eine Niederlassung in Halle (Saale).
Weitere Informationen im Internet:
http://www.eucodisbioscience.com
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Frank Bordusa
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Abteilung Naturstoffbiochemie
Tel.: 045 55 22806
E-Mail: bordusa@biochemtech.uni-halle.de
Thomas Fischer, MBA
CEO EUCODIS Bioscience
Tel.: 0043 1 8900804
E-Mail: office@eucodisbioscience.com
Frank Butschbacher
Medienkontakt EUCODIS Bioscience
Tel.: 0043 650 7844940
E-Mail: office@butschbacher.net

Media Contact

Carsten Heckmann idw

Weitere Informationen:

http://www.uni-halle.de

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