Ein neues Fütterungssystem fördert die Artenvielfalt bei Rädertierchen

Die Aquakultur erlebt in Europa dank der reichhaltigen und fruchtbaren Küstengewässer einen starken Aufschwung. Rädertierchen – kleine, im Meer lebende vielzellige Organismen – werden oft als eine wichtige Futterquelle für Fischlarven gezüchtet. Es wurde nachgewiesen, dass Rädertierchenkulturen mit hoher Artenvielfalt die besseren Eigenschaften besitzen. Nun kommt es darauf an, diesen Zustand zu erzielen und zu erhalten.

Biotechniker der Universität Gent in Belgien, die auf Fragen der Aquakultur spezialisiert sind, beschäftigten sich mit Futter und Fütterungsmethoden für die Rädertierchen, außerdem erforschten sie die Auswirkungen von diesbezüglichen Veränderungen auf die Artenvielfalt. Dafür wurden eine algenbasierte und eine hefebasierte Futterart verwendet und in Intervallen an die Rädertierchen verfüttert. Die Versuche bestanden aus satzweisen und halbkontinuierlichen Zuchtschemata.

Die belgischen Wissenschaftler fanden heraus, dass die Wachstumsraten unverändert blieben, aber mit der gemischten Fütterung ein hohes Maß an Artenvielfalt erreicht wurde. Die gute Nachricht für Aquakultur-Züchter ist, dass die bestehenden Fütterungssysteme nicht grundlegend verändert werden müssen. Es ist allerdings erforderlich, dass die Züchter oder Betreiber über die angestammte Norm hinaus gehen und diesen neuen Ansatz bei der Fütterung einbeziehen.

Zur weiteren Verbreitung dieses Wissens fand ein Workshop statt, der vom privaten Sektor aus erstaunlich gut besucht wurde. Zudem befindet sich eine wichtige wissenschaftliche Publikation dazu in Vorbereitung. Die Biotechniker sind noch auf der Suche nach weiterer finanzieller Unterstützung, um zu untersuchen, wie gut sich dieses Verfahren vom Labor- auf den Industrimaßstab übertragen lässt.

Ansprechpartner für Medien

Kristof Dierckens ctm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie

Der innovations-report bietet im Bereich der "Life Sciences" Berichte und Artikel über Anwendungen und wissenschaftliche Erkenntnisse der modernen Biologie, der Chemie und der Humanmedizin.

Unter anderem finden Sie Wissenswertes aus den Teilbereichen: Bakteriologie, Biochemie, Bionik, Bioinformatik, Biophysik, Biotechnologie, Genetik, Geobotanik, Humanbiologie, Meeresbiologie, Mikrobiologie, Molekularbiologie, Zellbiologie, Zoologie, Bioanorganische Chemie, Mikrochemie und Umweltchemie.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Besser kleben im Leichtbau

Projekt GOHybrid optimiert Hybridverbindungen Leichtbau ist in der Mobilitätsbranche essentiell. Im Zuge der Mischbauweise mit Leichtmetallen und Faser-Kunststoff-Verbunden rücken hybride Klebverbindungen in den Fokus. Aufgrund der unterschiedlichen Wärmeausdehnungen der Materialien…

Benchmark für Einzelelektronenschaltkreise

Neues Analyseverfahren für eine abstrakte und universelle Beschreibung der Genauigkeit von Quantenschaltkreisen (Gemeinsame Presseinformation mit der Universität Lettland) Die Manipulation einzelner Elektronen mit dem Ziel, Quanteneffekte nutzbar zu machen, verspricht…

Solarer Wasserstoff: Photoanoden aus α-SnWO4 versprechen hohe Wirkungsgrade

Photoanoden aus Metalloxiden gelten als praktikable Lösung für die Erzeugung von Wasserstoff mit Sonnenlicht. So besitzt α-SnWO4 optimale elektronische Eigenschaften für die photoelektrochemische Wasserspaltung, korrodiert jedoch rasch. Schutzschichten aus Nickeloxid…

Partner & Förderer