Entwicklung eines neuartigen Atemwegsprays zum Schutz vor Lungenerkrankungen durch Feinstaub

Förderempfehlung im Rahmen des ZukunftsWettbewerbs Ruhrgebiet

Die bitop AG wird bis Mitte 2008 ein völlig neuartiges Produkt zur Prävention von feinstaubbedingten Atemwegserkrankungen entwickeln. Eine entsprechende Förderempfehlung im Rahmen des ZukunftsWettbewerbs Ruhrgebiet (EU-Ziel-2-Programms NRW) hat die zur Bewertung der eingereichten Projekte eingesetzte Jury getroffen. Die Entwicklung eines Wirkstoffs auf Basis extremolythaltiger Aerosole soll künftig als Atemwegsspray durch Feinstaub verursachte Lungenerkrankungen wie Asthma oder Fibrose verhindern. Laut einer aktuellen EU-Studie sterben in Deutschland jedes Jahr rund 65.000 Menschen an den Folgen einer Feinstaubbelastung. Trotz künftig geringerer Schadstoff¬belastungen und verbesserter Luftqualität durch Grenzwerte für Feinstaub gehen jüngste Untersuchungen weiterhin von erheblichen Gesundheitsschädigungen aus.

Das Produkt wird in Kooperation mit dem Institut für umweltmedizinische Forschung (IUF) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und dem Institut für pharmazeutische Technologie an der Fachhochschule Gießen-Friedberg entwickelt. Dr. Thomas Schwarz, Sprecher des Vorstands der bitop AG: „Es gibt bis heute keinen Wirkstoff, der nachweislich gegen gefährliche, durch Feinstaub verursachte Lungenerkrankungen schützt. Die Entwicklung eines wirksamen Produktes ist deshalb zwingend notwendig. Wir freuen uns sehr über die positive Förderempfehlung der Jury im Rahmen des ZukunftsWettbewerbs Ruhrgebiet.“

Prof. Dr. med. Jean Krutmann (IUF): „Vor allem Risikogruppen wie Kinder, ältere Menschen oder bereits an einer Lungenerkrankung leidende Patienten benötigen einen gezielten Schutz gegen die Feinstaubbelastung.“ Die bitop AG wolle daher ein Produkt entwickeln, das auf Basis von Extremolyten, das sind niedermolekulare Stressschutzmoleküle aus Mikroorganismen, eine Lungenschädigung vorbeugend verhindert.

Über Extremolyte

Extremolyte bilden eine Stoffgruppe, die in der Natur zum Schutz von Zellen vor extremen Umwelteinflüssen wirkt. Sie ermöglichen Mikroorganismen ein Überleben z.B. in heißen Quellen, extremer Kälte oder Salzseen. Extremolyte schützen die Zellen vor lebensfeindlichen Umweltweinflüssen wie Kälte, Hitze oder Salzen und stabilisieren in diesem Umfeld Proteine, die Funktionsträger auch menschlicher Zellen.

Über bitop

Die bitop Aktiengesellschaft ist weltweit führend in der Produktion und technologischen Anwendung von Extremolyten, Schutzstoffen aus Mikroorganismen. Sie finden Anwendung im Protein-, Zell- und Hautschutz und bieten Schutz vor extremen Umweltbedingungen wie Hitze, UV-Strahlung oder Trockenheit. Im Jahr 2000 wurde die bitop AG für die Entwicklung des Produkts Ectoin aus der Gruppe der Extremolyte und das zugrunde liegende biotechnische Herstellungsverfahren „Bakterienmelken“ mit dem Innovationspreis Ruhrgebiet ausgezeichnet. Ectoin ist heute fester Bestandteil verschiedenster Hautpflegeprodukte im Bereich Sonnenschutz und Anti-Aging. bitop wurde 1993 von Forschern der Privaten Universität Witten/Herdecke gegründet.

Kontakt für Anfragen und Bildmaterial:
Hartmut Schultz Kommunikation GmbH
Hartmut Schultz/Irmgard Jarosch
Höchlstraße 2
81675 München
Tel.: +49 (0) 89 99 24 96 21
Fax: +49 (0) 89 99 24 96 22

Media Contact

Sabine Heinevetter idw

Weitere Informationen:

http://www.bitop.de/

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