Geschwindigkeitsbilder in 3D und mehr

Die Tomographie, also die 3D-Rekonstruktion etwa des menschlichen Gehirns durch Kernspinresonanzmessungen, ist seit Jahren ein in der Medizin angewandtes diagnostisches Routineverfahren. So mancher wird sich daran erinnern, schon mal „in die Röhre“ geschoben worden zu sein. Die Kernspinresonanz (NMR) kann aber noch mehr: Im Rahmen eines Sonderforschungsbereiches arbeiten Forscher des Lehrstuhls für Makromolekulare Chemie an Fragen zum Stofftransport: Wie fällt ein Tropfen? Wann bilden sich Wellen auf einem vertikal ablaufenden Flüssigkeitsfilm? Wie lässt sich der Stoffaustausch zwischen freien Flüssigkeiten und porösen Medien verstehen?“ Kein anderes Verfahren als die NMR ermöglicht es, das 3D-Geschwindigkeitsfeld einer Flüssigkeit mit einer Ortsauflösung im 3D-Raum zu kombinieren und zusätzlich verschiedene chemische Komponenten zu unterscheiden. Spezielle Messverfahren werden deshalb entwickelt, die aus dieser 7D-Informationsfülle geeignete Parameter auswählen, um letztlich die Wirksamkeit von Reaktoren auch im industriellen Maßstab besser verstehen und optimieren zu können.

Kontakt: Dr. Siegfried Stapf, Lehrstuhl für Makromolekulare Chemie der RWTH Aachen, Telefon: 0241/80-6971, Fax: 8888-185, E-Mail:sstapf@mc.rwth-aachen.de

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Thomas von Salzen idw

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