Chemische Mikroprozesstechnik aus Mainz in Mexiko: Kooperation mit dem Tecnológico de Monterrey

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, das IMM Institut für Mikrotechnik Mainz GmbH und das rheinland-pfälzische Mittelstandsunternehmen mikroglas chemtech GmbH, eine Ausgründung des IMM, unterstützen die mexikanische Universität Tecnológico de Monterrey beim Aufbau eines Zentrums für Chemische Mikroprozesstechnik.

Univ.-Prof. Dr. Löwe vom Institut für Organische Chemie und Wissenschaftlicher Direktor der IMM Institut für Mikrotechnik Mainz wurde in diesem Zusammenhang in den Beraterstab des neuen Zentrums berufen. „Unsere mexikanische Partneruniversität möchte mit dieser Einrichtung an einer neuen Zukunftstechnologie teilhaben und die Entwicklungen auf diesem Gebiet mit gestalten“, sagte Löwe. Als Visiting Professor der Dalian University of Technology in China ist der Mainzer Chemiker und Mikroverfahrenstechniker bereits mit einer anderen ausländischen Universität und Forschungsstätte eng verbunden.

Das Tecnológico de Monterrey gilt als eine der führenden privaten Universitäten Mexikos und zählt über 100.000 Studierende. Das Multicampus-Universitätssystem mit akademischen Einrichtungen in den verschiedenen Regionen des Landes will mit seiner Initiative die Chemische Mikroprozesstechnik in seinen Forschungs- und Anwendungsbereich Chemietechnik integrieren. Angesichts der weltweiten Herausforderungen wie Bevölkerungswachstum, Umweltprobleme und Ressourcenknappheit, so heißt es in einer Mitteilung der Universität, sei „Prozessintensivierung“ das Schlüsselwort. Die Chemische Mikroprozesstechnik eröffne einen Weg, um neue chemische Substanzen für unser tägliches Leben in wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht effizienter herzustellen. Das neue Zentrum wird am 10. April bei einem Festakt in Monterrey eröffnet.

Bei der Chemischen Mikroprozesstechnik handelt es sich um eine Technologie, die es erlaubt, chemische Verfahren äußerst effizient in mikro- beziehungsweise milli-strukturierten Reaktoren ablaufen zu lassen. Studien zufolge könnten in Zukunft etwa 30 Prozent der chemischen Produktion in Mikroreaktoren erfolgen.

An der Johannes Gutenberg-Universität ist Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Holger Löwe seit 2005 für Chemische Mikroprozesstechnik/Organische Chemie zuständig. Das IMM Institut für Mikrotechnik Mainz GmbH, dessen Wissenschaftlicher Direktor Löwe ist, ist ein Unternehmen des Landes Rheinland-Pfalz, das insbesondere mit der Entwicklung chemischer und (bio)chemisch-analytischer Systemtechnik die Brücke von der Grundlagenforschung zur Anwendung schlägt. Die mikroglas chemtech GmbH ist Anbieter von speziellem Laborequipment für die Mikroverfahrenstechnik.

Kontakt und Informationen:
Univ.-Prof. Dr. Holger Löwe
Institut für Organische Chemie
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Tel. 06131 39-26667
Fax 06131 39-23916
E-Mail: loewe@uni-mainz.de

Media Contact

Petra Giegerich idw

Weitere Informationen:

http://www.holger-loewe.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie

Der innovations-report bietet im Bereich der "Life Sciences" Berichte und Artikel über Anwendungen und wissenschaftliche Erkenntnisse der modernen Biologie, der Chemie und der Humanmedizin.

Unter anderem finden Sie Wissenswertes aus den Teilbereichen: Bakteriologie, Biochemie, Bionik, Bioinformatik, Biophysik, Biotechnologie, Genetik, Geobotanik, Humanbiologie, Meeresbiologie, Mikrobiologie, Molekularbiologie, Zellbiologie, Zoologie, Bioanorganische Chemie, Mikrochemie und Umweltchemie.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Theoretische Physik: Modellierung zeigt, welche Quantensysteme sich für Quantensimulationen eignen

Eine gemeinsame Forschungsgruppe um Prof. Jens Eisert von der Freien Universität Berlin und des Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) hat einen Weg aufgezeigt, um die quantenphysikalischen Eigenschaften komplexer Festkörpersysteme zu simulieren. Und…

Rotation eines Moleküls als „innere Uhr“

Mit einer neuen Methode haben Physiker des Heidelberger Max-Planck-Instituts für Kernphysik die ultraschnelle Fragmentation von Wasserstoffmolekülen in intensiven Laserfeldern detailliert untersucht. Dabei nutzten sie die durch einen Laserpuls angestoßene Rotation…

Auf dem Weg zur fischfreundlichen Wasserkraft

In dem europaweiten Projekt „FIThydro“ unter Leitung der Technischen Universität München (TUM) haben Forscherinnen und Forscher in Zusammenarbeit mit Industriepartnern bestehende Wasserkraftwerke untersucht. Diese Ergebnisse nutzten sie, um neue Methoden…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close