Bluttest könnte Erleichterung für Emphysempatienten bringen

In einer zweijährigen Studie untersuchten die Forscher der University of Melbourne und des Royal Melbourne Hospitals Auslöser für akute Schübe bei Lungenkrankheiten wie Emphysemen und schwerer Bronchitis.

Die Ergebnisse haben gezeigt, dass durch Einsatz eines Bluttests zum Nachweis des Proteins SAA, siebzig Prozent der überwachten Patienten Krankenhausaufenthalte, die sonst mit schweren Schüben einhergehen, vermeiden konnten.

Das Protein SAA – Serum Amyloid A – wurde bereits als Biomarker für die Verschlechterung des Gesundheitszustandes von Emphysempatienten vermutet. Im Rahmen der Studie wurde der SAA-Gehalt im Blut der Patienten vor, während und nach entsprechenden Krankheitsschüben und Hustenanfällen gemessen. Die Untersuchung der Blutproben hat gezeigt, dass der SAA-Gehalt im Blut während eines Schubes erhöht war und mit Abklingen des Schubes wieder abfiel.

Das Protein wird Ärzten und Patienten helfen, die teilweise lebensbedrohlichen Schübe frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Ein Großteil der Schübe kann so zu Hause oder unter Aufsicht eines Allgemeinmediziners behandelt werden. Krankenhausaufenthalte sind deutlich seltener erforderlich.

Die Wissenschaftler hoffen, dass ihre Forschungsergebnisse zu einem vom Patienten durchführbaren Bluttest führen, wie dieser bereits für Diabetiker möglich ist. In weiteren Untersuchungen soll darüber hinaus geprüft werden, ob SAA nicht nur Marker sondern auch eine Ursache für Emphyseme sein könnte.

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