Vehgan – das neue Hybridfahrzeug mit einem geringeren CO2-Ausstoß

Die Arbeiten wurden zum Teil von der ADEME finanziert und in Kooperation mit Gaz de France, Valeo und dem französischen Institut für Verkehrswesen und Sicherheit (INRETS) im Rahmen des PREDIT-Programms durchgeführt.

Das Demonstrationsfahrzeug basiert auf Antriebstechnologien, bei denen ein „Downsizing“ mit Aufladung und eine „Mild-Hybrid“-Technologie kombiniert wurden.

Das IFP wendet seit 10 Jahren das „Downsizing“-Konzept bei Fremdzündungsmotoren an, insbesondere bei Benzinfahrzeugen. Unter „Downsizing“ versteht man in erster Linie die Verringerung des Hubraums, in dem dieser mit einem Kompressor und/oder einem Turbolader gekoppelt wird, um vergleichbare Leistungen zu erreichen.

Der Motor des Vehgan wurde unter anderem für den stöchiometrischen Betrieb mit Erdgas im Kurbeltrieb, dem Turbolader, und dem entsprechenden Nachbehandlungssystem optimiert.

Das IFP entwickelt Algorithmen, die sowohl eine Kontrolle des Verbrennungsmotors und des automatisierten ursprünglichen Getriebes ermöglichen, als auch ein optimales Energiemanagement, das auf dem System StARS 14V+X von Valeo basiert.

Das Hybridsystem gewährleistet die „Start-Stop“ Funktion (automatisches Abschalten des Verbrennungsmotors bei Stillstand des Autos) und erlaubt eine Energierückgewinnung während des Bremsvorgangs, die in Doppelschicht-Kondensatoren gespeichert wird, sowie eine Start- und Beschleunigungshilfe. Das Fahrzeug hat eine Reichweite von etwa 200 km und ist mit ultraleichten integrierten Druckgastanks ausgestattet, die sich unter dem Fahrgestell befinden und somit nicht den Innenraum des Fahrzeugs beeinträchtigen. Diese mit Erdgas betriebenen City-Hybridfahrzeuge verfügen des Weiteren über eine hohe Umweltverträglichkeit, ohne das Fahrverhalten zu beeinflussen. Das Fahrzeug ist somit den benzinbetriebenen Fahrzeugen ähnlich (Beibehaltung der elektrischen Kupplung und des Getriebes): der CO2-Ausstoß liegt bei 84 g/km und ermöglicht es bereits heute, die künftige Euro-5 Norm einzuhalten. Bei der derzeitigen Optimierung geht es unter anderem darum, Fahrzeuge mit einem geringeren Ausstoß als 80g CO2/km herzustellen, d. h. eine Einsparung von 32 % gegenüber klassischen Benzinmodellen.

Kontakt:
Anne-Laure De Marignan
@ presse@ifp.fr
+33 1 47 52 62 07
+33 1 47 52 70 96
Quelle: « Vehgan : véhicule urbain à basses émissions de CO2 grâce à l’hybridation gaz naturel et au downsizing », 29.04.2008

Redakteurin: Nadia Heshmati, nadia.heshmati@diplomatie.gouv.fr

Wissenschaft-Frankreich (Nummer 142 vom 28.05.08)
Französische Botschaften in Deutschland und Österreich
Kostenloses Abonnement durch E-Mail : sciencetech@botschaft-frankreich.de

Media Contact

Wissenschaft Frankreich

Weitere Informationen:

http://www.ifp.fr

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive

Die wissenschaftliche Automobilforschung untersucht Bereiche des Automobilbaues inklusive Kfz-Teile und -Zubehör als auch die Umweltrelevanz und Sicherheit der Produkte und Produktionsanlagen sowie Produktionsprozesse.

Der innovations-report bietet Ihnen hierzu interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Automobil-Brennstoffzellen, Hybridtechnik, energiesparende Automobile, Russpartikelfilter, Motortechnik, Bremstechnik, Fahrsicherheit und Assistenzsysteme.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Grüner Laser schmilzt reines Kupfer

Fraunhofer IWS setzt erstmals innovative Laserschmelzanlage für komplexe Kupfer-Bauteile ein Raffiniert geformte Kunststoffteile mit dem 3D-Drucker zu erzeugen ist heute keine Kunst mehr, sondern Alltagstechnologie. Ganz anders bei reinem Kupfer:…

Der Erdmantel als Lavalampe

Vulkanketten „recyceln“ ozeanische Kruste und kontinentales Material   In den 80er Jahren waren sogenannte Lava-Lampen im Zimmer vieler Jugendlicher zu finden. Die Hitze einer im Fuß der Lampe versteckten Glühbirne…

Klimawandel: Mischwälder sind anpassungsfähiger als Monokulturen

Tannen und Fichten dominieren mit einem Anteil von 80 Prozent den Baumbestand des Schwarzwalds. Solche überwiegenden Reinbestände sind jedoch besonders anfällig für klimawandelbedingte Extremereignisse wie Sturmschäden, Hitzewellen und Borkenkäferbefall. In…