Siemens macht die Rennwagen von Red Bull Racing schneller und die Formel-1-Fabrik energieeffizienter

Red Bull Racing entwickelt und fertigt das Siegerauto mit der Siemens-Software für Product Lifecycle Management (PLM). Die PLM-Software bildet das hocheffiziente elektronische Rückgrat neben der Strecke und erlaubt es, mit Top-Speed am Computer neue Komponenten zu konstruieren, Sekunden später nach nur einem Mausklick produzieren zu lassen und anschließend in das Fahrzeug einzubauen. Das beschleunigt die Entwicklung und verbessert die Rundenzeiten. Quelle: Red Bull<br>

Die Software bildet das hocheffiziente elektronische Rückgrat neben der Strecke und erlaubt es, mit Top-Speed am Computer neue Komponenten zu konstruieren, diese Sekunden später per Mausklick produzieren zu lassen und anschließend in das Fahrzeug einzubauen. Das beschleunigt die Entwicklung und verbessert die Rundenzeiten.

„Die PLM-Software von Siemens spielt eine wichtige Rolle für unser Unternehmen. Diesen Beitrag für das Zusammenspiel von Entwicklung und Fertigung darf man nicht unterschätzen“, sagt Christian Horner, Teamchef von Red Bull Racing. Zudem trimmt Siemens jetzt Gebäude und Produktion der Formel-1-Fabrik im britischen Milton Keynes auf weniger Energieverbrauch und CO2-Ausstoß – damit nimmt Red Bull Racing eine Vorreiterrolle im Rennsport ein.

In keiner Industrie müssen Produkte so schnell weiterentwickelt und gefertigt werden, wie in der Formel 1. Nirgends können minimale Änderungen in der Konstruktion das gesamte Fahrverhalten so sehr beeinflussen wie in der Formel 1. Sieg und Niederlage liegen oft nur Bruchteile von Sekunden voneinander entfernt. Rund 100 Ingenieure bei Red Bull Racing arbeiten tagtäglich unter Hochdruck mit der Siemens-Software daran, die Autos von Sebastian Vettel und Mark Webber in der kurzen Zeit zwischen den Rennen noch einen Tick schneller zu machen. Die Ingenieure entwickeln das gesamte Fahrzeug, entwerfen ständig neue Komponenten, fügen alle 4.000 Einzelteile zusammen und testen das Fahrzeug auf Herz und Nieren – und zwar alles am Computer. Den Entwicklern reicht anschließend ein Mausklick, um die neuen Teile sofort fräsen und stanzen zu lassen – es müssen keine Daten von Hand in der Fertigung an den Werkzeugmaschinen eingegeben oder in andere IT-Systeme übertragen werden. Das spart Zeit und Kosten: Red Bull Racing hat seinen Materialaufwand durch die Software signifikant reduziert und konnte Abläufe im Design und in der Fertigung um bis zu 75 Prozent beschleunigen.

Für die Abstimmung des Fahrzeugs auf die jeweiligen Charakteristika der unterschiedlichen Rennkurse steht eine Vielzahl von Varianten zur Verfügung. Deren Zusammenspiel simulieren die Ingenieure am Computer, um die ideale Zusammenstellung zu finden. Alle Entwickler und Ingenieure des gesamten Rennstalls haben dabei jederzeit im Werk und an der Rennstrecke Zugriff auf sämtliche Daten die sie benötigen und wissen stets, was am Fahrzeug geändert wurde. Mit Produkten aus seinem Umweltportfolio optimiert Siemens zudem die Fabrik von Red Bull Racing. Ziel ist es, Energiekosten, Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß der Fertigung signifikant zu senken und zudem die Produktionsprozesse noch effizienter zu gestalten. „Für die Optimierung der Produktion ist ein Industrieunternehmen wie Siemens ein idealer Partner – mit seinem Wissen aus mehr als 160 Jahren Produktion, 300 Werken und dem weltgrößten Umweltportfolio“, so Horner. Siemens nimmt derzeit die gesamte Produktion inklusive aller vorhandenen Maschinen und Arbeitsabläufe unter die Lupe. Darüber hinaus unterzieht Siemens die Gebäudetechnik, Heizung und Klimaanlagen einem Energiecheck.

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. Der Konzern ist auf den Gebieten Industrie und Energie sowie im Gesundheitssektor tätig. Siemens steht seit über 160 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität. Siemens ist außerdem weltweit der größte Anbieter umweltfreundlicher Technologien. Mit rund 28 Milliarden Euro entfällt mehr als ein Drittel des Konzernumsatzes auf grüne Produkte und Lösungen. Insgesamt erzielte Siemens im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. September 2010 endete, einen Umsatz von 76 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 4,1 Milliarden Euro. Ende September 2010 hatte das Unternehmen weltweit rund 405.000 Beschäftigte. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.

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Jörn Roggenbuck Siemens Industry

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