Rekord: Mit dem Null-Liter-Auto zweimal um die Welt

Mit dem Null-Liter-Auto zweimal rund um die Erde: Karl Kara fuhr mit dem BMW Wasserstoffauto inzwischen über 80.000 Kilometer ohne CO<sub>2</sub>-Emissionen. BMW Group PressClub: www.press.bmwgroup.com Nur für Pressezwecke. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: <br>"obs/BMW Group"

Karl Kara fährt mit Wasserstoff-BMW über 80.000 Kilometer ohne CO2-Emission

Karl Kara hält einen ganz besonderen Rekord: Über 80.000 Kilometer oder zweimal um die Welt – ohne einen Tropfen Benzin. Die letzten Meter fuhr Karl Kara mit dem Wasserstoffauto auf der Laufbahn des Münchner Olympiastadions in unmittelbarer Nähe der Zentrale der BMW Group. Damit ist er wahrscheinlich der Mensch, der die längste Distanz in einem Wasserstoffauto zurück gelegt hat. Sein Job: Testfahrer von Wasserstoff-Autos bei der BMW Group. Sein Arbeitsplatz ist das Forschungsfahrzeug BMW 750hL, die in Kleinserie gebaute Zwölfzylinder-Limousine, die das Wasserstoff-Zeitalter einläutete. Dieses Auto zeigt mit einem Verbrennungsmotor, der Wasserstoff als Treibstoff nutzt, wo die Zukunft der Mobilität liegt. Christoph Huss, Beauftragter des BMW Vorstandes für Verkehr und Umwelt: „Wir sind stolz auf diese Leistung. Wir begrüßen alle Anstrengungen, den Benzinverbrauch zu senken. Dabei nehmen wir insbesondere die Verpflichtungen des Europäischen Automobilverbandes ACEA zur Senkung der Kohlendioxidemissionen bis 2008 auf 140g pro Kilometer ernst. Aber unser Ziel in Bezug auf CO2-Emissionen ist das 0-Liter Auto. Und das werden wir bauen.“ Bereits während der Laufzeit des aktuellen 7er wird die BMW Group das erste Wasserstoffauto mit Verbrennungs-motor verkaufen. Die Serienentwicklung dafür hat bereits begonnen.

Keine automobile Verzichterklärung: Der BMW 750hL

Die Grundlagen für diese weltweit erste Wasserstoff-Limousine im Top-Segment liefert der BMW 750hL. Mit Wasserstoff betrieben leistet sein Triebwerk 150kW/204 PS, beschleunigt die voll ausgestattete Limousine in 9,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 226 km/h. Mit dem 140 Liter fassenden Tank, der Wasserstoff flüssig bei -253 Grad Celsius speichert, hat der 7er eine Reichweite von rund 350 Kilometern.

Die schöpft Karl Kara wann immer es geht voll aus: Zwischen Brüssel und Mailand war er schon in offizieller Mission als Botschafter für die CleanEnergy unterwegs, mit Bundeskanzler Gerhard Schröder in Berlin und mit Talkmaster Jay Leno in Los Angeles.

„Sie waren alle begeistert, weil unser Wasserstoff-Auto genau soviel Komfort und Dynamik bietet wie ein heutiges Serienauto“, sagt Karl Kara. Eine seiner eindrucksvollsten Fahrten hatte er 1999 mit Bundespräsident Johannes Rau, dem er die BMW Wasserstofftechnik am Münchner Flughafen demonstrierte. „Er wollte alles ganz genau wissen und fragte auch gleich: Wo tanken Sie.“ Rau’s Kommentar zu der ersten vollautomatischen Wasserstoff-Tankstelle am Münchner Flughafen: „Ist das toll“. Rund 55.000 Liter Wasserstoff hat Karl Kara auf seinen Dienstfahrten und im Versuchsbetrieb verbraucht, der bei weitem überwiegende Teil stammte aus dieser Wasserstoff-Tankstelle.

Vorteil für die Einführung der Wasserstofftechnologie: bivalenter Antrieb mit Benzin oder Wasserstoff

Obwohl Kara und seine Kollegen beispielsweise die Strecke nach Mailand nicht ohne nachzutanken zurücklegen können, ist die Kraftstoffversorgung kein Problem für die BMW Limousinen. Denn der bewährte und ausgereifte Ottomotor hat den einzigartigen Vorteil, dass er sowohl mit konventionellem Benzin, als auch mit Wasserstoff betrieben werden kann. Das komplette Kraftstoffsystem vom Tank bis zur Einspritzung ist deshalb sowohl in den BMW 750hL als auch im künftigen Wasserstoff-7er doppelt vorhanden. Damit wird der Kunde in der Lage sein, beliebige Entfernungen zwischen den Wasserstoff-Tankstellen zu überbrücken, bis das flächendeckende Netzwerk geknüpft ist. Zur Durchsetzung der Wasserstofftechnologie ist nun der Aufbau eines solchen Tankstellennetzes und klare politische Entscheidungen für den Wasserstoff notwendig.

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Andreas Klugescheid ots

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