Die Partikelbildung in dieselbetriebenen Motoren

Dieselbetriebene Verbrennungsmotoren bieten ökologische Vorzüge in Form einer gesteigerten Treibstoffökonomie und verminderter Kohlenmonoxidemissionen. Sie sind jedoch auch mit einem größeren Ausstoß von Feststoffteilchen und Stickoxiden verbunden als traditionelle, benzinbetriebene Motoren. Die europäische Kommission will dieses Problem lösen, indem sie strengere EURO-Emissionsnormen für Dieselmotoren verabschiedet. Ein großer Antrieb sind dabei die nachgewiesenen steigenden Gesundheitsrisiken durch das Einatmen dieser Partikel.

Um die europäischen Automobilhersteller bei der Erfüllung der strengeren Emissionsstandards zu unterstützen, nutzte die Forschungsabteilung Centro Ricerche Fiat (CRF) die numerische Strömungssimulation (CFD – Computational Fluid Dynamics). Unter Einsatz des von CD-adapco erstellten STAR CFD Pakets simulierte CRF die physikalischen und chemischen Prozesse, die in der Brennkammer des Dieselmotors stattfinden.

CRF nutzte STAR erfolgreich zur Nachbildung der Entwicklung von Fluss- und Temperaturfeldern im Inneren der Brennkammer. Die Modellergebnisse ließen sich gut mit Messungen vergleichen, die im Labor von CRF-Partnern im Rahmen des PARTSIZE-Projekts durchgeführt wurden. Ein weiterer wichtiger Beitrag lag in der Einbindung eines neuen Modells zur Rußpartikelbildung in STAR, das von einem anderen Mitglied des PARTSIZE-Konsortiums entwickelt wurde. Dieser zusätzliche Bestandteil liefert wertvolle Ergebnisse, wie beispielsweise die Gesamtmenge des ausgestoßenen Rußes und die damit verbundene Verteilung der Partikelgröße.

Europäische Automobilhersteller können diese neuen Softwaretools nutzen, um bessere Dieselmotoren zu entwerfen, die weniger Partikel erzeugen. Dies sichert nicht nur die Übereinstimmung mit der Emissionsgesetzgebung, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit auf dem internationalen Markt.

Ansprechpartner für Medien

Maria Grazia (Di), Lisbona ctm

Weitere Informationen:

http://cordis.europa.eu.int

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive

Die wissenschaftliche Automobilforschung untersucht Bereiche des Automobilbaues inklusive Kfz-Teile und -Zubehör als auch die Umweltrelevanz und Sicherheit der Produkte und Produktionsanlagen sowie Produktionsprozesse.

Der innovations-report bietet Ihnen hierzu interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Automobil-Brennstoffzellen, Hybridtechnik, energiesparende Automobile, Russpartikelfilter, Motortechnik, Bremstechnik, Fahrsicherheit und Assistenzsysteme.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Optisch aktive Defekte verbessern Kohlenstoffnanoröhrchen

Heidelberger Wissenschaftlern gelingt Defekt-Kontrolle durch neuen Reaktionsweg. Mit bewusst erzeugten strukturellen „Fehlstellen“ oder Defekten lassen sich die Eigenschaften von kohlenstoffbasierten Nanomaterialien verändern und verbessern. Dabei stellt es jedoch eine besondere…

Spritzguss von Glas

Freiburger Forschenden gelingt schnelle, kostengünstige und umweltfreundliche Materialfertigung. Von Hightech-Produkten im Bereich Optik, Telekommunikation, Chemie und Medizin bis hin zu alltäglichen Gegenständen wie Flaschen und Fenstern – Glas ist allgegenwärtig….

Radikalischer Angriff auf lebende Zellen

Durch Mikrofluidik gezielt die Oberfläche von Zellen mit freien Radikalen stimulieren. Lassen sich kleine, abgegrenzte Bereiche auf der Zellmembran chemisch manipulieren? Mit einer raffinierten mikrofluidischen Sonde haben Wissenschaftler:innen Zellen gezielt…

Partner & Förderer