Hightech-Hängebrückeüber den Golf von Izmit

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Die Brücke führt mit einer Hauptspannweite von 1550 Metern in gut 60 Meter Höhe über den Golf von Izmit südlich von Istanbul. Wenn sie Ende 2015 in Betrieb geht, wird sie eine der weltweit sichersten Brücken sein. Dafür messen unter anderem mehr als 400 Sensoren ihre mechanische Belastung, so dass sie in kritischen Situationen gesperrt werden kann.

Die Brücke über den Golf von Izmit ist zentrales Element der geplanten 420 Kilometer langen Autobahnverbindung zwischen Istanbul und Izmir. Sie ist eines von zahlreichen zukunftsweisenden Infrastrukturprojekten im Rahmen der Vorbereitungen auf das 100-jährige Jubiläum der Republik Türkei im Jahr 2023.

Siemens liefert alle elektrischen und elektromechanischen Komponenten der Brücke. Dazu gehören die Stromversorgung, die Beleuchtung des Bauwerks, der Fahrbahn sowie der Innenräume, Brandschutzlösungen, Sensorsysteme zur Überwachung des Brückenzustands, ein Monitoringsystem für den Verkehr und die Leitzentrale, die sämtliche Daten auswertet.

Für den sicheren Betrieb entscheidend ist das so genannte Structural Health Monitoring System. Es misst unter anderem kontinuierlich die Längs- und Querdehnung der Brücke und die Belastung an den Auf- und Abfahrten. Zusätzlich registrieren spezielle GPS-Sensoren millimetergenau die Schwankungen der 250 Meter hohen Brückenpfeiler. Wind- und Temperaturmesseinheiten zeigen ebenfalls an, ob der sichere Brückenbetrieb gewährleistet ist.

Damit die komplett aus Stahl gebaute Brücke in der Seeluft des Marmarameeres nicht korrodiert, wird die Luftfeuchte in den Innenräumen und an den ummantelten Tragseilen automatisch auf unter 40 Prozent geregelt. Daneben überwachen Videokameras, so genannte CCTV-Systeme, den Verkehrsfluss.

Sämtliche erhobenen Daten gehen in Echtzeit an der Leitzentrale ein, so dass die Brücke bei zu hoher Belastung gesperrt werden kann. Insgesamt verbessern diese Maßnahmen die Lebensdauer der Brücke und gewährleisten einen sicheren Verkehr. (IN 2013.04.2)

Media Contact

Dr. Norbert Aschenbrenner Siemens InnovationNews

Weitere Informationen:

http://www.siemens.de/innovation

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