Trends und Perspektiven – Innovative Spiel-, Sport- und Freizeiteinrichtungen

Das Spektrum der Spiel-, Sport- und Freizeiteinrichtungen ist in den letzten Jahren vielfältiger geworden. Doch welche Trends sind zu erkennen? Wie sind die Perspektiven für den Bau von Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen? Wie müssen nachfrageorientierte Anlagen künftig aussehen und wie lassen sie sich erfolgreich betreiben?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Kontaktstudientage 2007 der Fachhochschule Osnabrück.

Geregelt aber nicht verregelt lautet die neue Maxime: Denn die traditionellen und standardisierten Angebote an Spiel-, Sport- und Freizeiteinrichtungen werden von den Kindern und Jugendlichen nicht mehr in dem erwarteten Umfang angenommen bzw. genutzt. Die Anforderungen der Kinder und Jugendlichen sind differenzierter und individueller geworden. Die Träger von Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen müssen mit klugen Konzepten darauf eine Antwort finden.

„Der Sportverein als Ort gemeinsamer Identität und Schonraum für gruppendynamische Sozialisationserfahrungen wird zunehmend abgelöst durch Konzepte in deren Mittelpunkt sportliche und kulturelle Treffpunkte stehen“, so der Stadtplaner Jürgen Koch, der kürzlich für die Stadt Berlin eine Sport- und Freizeitentwicklungsplanung erstellte. Sein Vortrag beschäftigte sich mit der Frage mit welchen Ansätzen die kommunalen Planungsträger diese neuen Aufgaben angehen und welche Vorhaben geplant bzw. bereits verwirklicht worden sind.

Wie man auf unkonventionelle Weise gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen neue Sport- und Freizeitangebote schafft, das wurde von Ulli Barde am Beispiel des Sportgartens Bremen erläutert. „Es erstaunt mich immer wieder, mit welcher Überzeugung Jugendliche für sich selbst sprechen können“, so Barde in seinem Vortrag. „Wir sehen einen Schwerpunkt unserer Arbeit auch darin, Ihre Ideen zu moderieren.“ Die dabei geleistete Integrationsarbeit und der mittlerweile hohe bundesweite Bekanntheitsgrad verbunden mit einem ständigen Zuwachs an öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen gelten inzwischen als beispielhaft.

Eine ganz andere und eigenständige Form von Spielwelten für Kinder bietet die Kulturinsel „Einsiedel“ von Herrn Jürgen Bergmann aus Görlitz. Bei ihm wachsen die Häuser auf den Bäumen. Besucher dieser Spielwelten tauchen ein in eine Welt von Geschichten. Hier ist alles anders; die Bilder, die Spielabläufe, die Räume und Gegenstände. Die Phantasien der Kinder werden angeregt. Ein aktuelles Beispiel ist die neue Spielwelt im Osnabrücker Zoo „eine Reise nach Afrika“.

Wie in unseren Freiräumen die Bedürfnisse und Ansprüche von älteren Menschen aufgenommen werden können, das beschrieb Silke Emmrich am Beispiel der Generationengärten – Lebenslaufgärten, eine nachhaltige Gestaltung für „Alle“. „Eine Separierung von Zielgruppen, kann nur ins planerische „Aus“ führen – gesundes Klima heißt „Planen für Alle“.“

Ob „Freizeit und Tourismus“ eine „Wachstumsbranche?“ ist, das beantwortete Anton Harms, Geschäftsführer der Alfsee GmbH. Am Alfsee existiert ein „Komplettangebot für die ganze Familie an Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen“. Welche Marktmechanismen eine Rolle spielen, welche Trends sich abzeichnen und wie ein solches Unternehmen sich erfolgreich am Markt behauptet, standen im Mittelpunkt seiner Ausführungen.

Eine in diesem Jahr neu an den Start gegangene Spiel-Sport- und Freizeitlandschaft ist die Nordseelagune im Butjadinger Land. Die Lagune ist ein künstlich angelegter Natur-Salzwasserbadesee mit Badeinsel, Sandspielflächen. Sie liegt zwischen Sommer- und Winterdeich in der Ortschaft Burhave. Ansgar Manal, Marketingleiter und Projektmanager stellte das Konzept, die Erwartungen und die Reaktionen nach der ersten Saison vor.

Media Contact

Olga Suin de Boutemard idw

Weitere Informationen:

http://www.fh-osnabrueck.de

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