Metamorphose von Stahlbeton in Niedrigenergiehaus gelungen

Ökoeffiziente Renovierung des Architektenteams Poppe & Prehal

Mit der Renovierung des Bürogebäudes „Nordpool“ in Steyr ist es dem Architektenteam Poppe & Prehal gelungen, ein Stahlbetonhaus in ein Niedrigenergie-Bürogebäude umzuwandeln. In nur wenigen Monaten Bauzeit und mit geringen Sanierungskosten wurde das Gebäude aus den 60-er Jahren zu einem modernen zeitgemäßen Haus umgebaut. Bei der Adaptierung wurden ausschließlich erneuerbare Rohstoffe und Recyclingmaterialien verwendet. Das Projekt wurde im Rahmen des World Energy Globe Award prämiert.

„Klimaschutz heißt nicht Verzicht, sondern Gewinn“, so Helmut Poppe, Architekt und Projektleiter von „Nordpool“. „Es ist uns gelungen, die Energiekennzahl von 270 auf 37 Kilowattstunden pro Quadratmeter zu senken“, so der Architekt. Die jährlichen Heizkosten verringern sich dadurch von 50.000 auf 2.500 Euro. „Der restliche Energiebedarf wird umweltfreundlich gedeckt: über 100 Quadratmeter Sonnenkollektoren erzeugen Wärme und die alten Öltanks werden als Pufferspeicher verwendet“, erklärt Poppe. Das Projekt soll demonstrieren, dass Häuser aus den 60-er und 70-er Jahren erfolgreich in moderne umweltfreundliche Niederigenergiegebäude verwandelt werden können.

„Wir haben auch versucht die Renovierung kostengünstig zu gestalten. Insgesamt beliefen sich die Kosten dafür auf 360 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche“, so Poppe. „Die Zielsetzung für dieses Projekt war nicht nur darauf beschränkt die vorgegebenen Rahmenbedingungen zu erfüllen, sondern die Erreichung eines gesamt ökologisch-orientierten Konzepts mit der Anwendung von nachwachsenden Rohstoffen und Recyclingmaterialien. Zum anderen war die Schaffung einer qualitätsvollen und zeitgemäßen Architektur ein zentrales Anliegen“, erklärt der Architekt. In dem renovierten Bürogebäude in Steyr ist das Energietechnik-Unternehmen Bogner untergebracht.

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Wolfgang Weitlaner pte.online

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