Neues Patent verbessert Wohnungsbelüftungsgeräte bei Passiv- und Niedrig- Energiehäusern

Kaum ein halbes Jahr ist es her, dass Prof. Dr. Ing. Rolf-Peter Strauß vom Fachbereich Maschinenbau der Hochschule Bremen das von ihm und seinem Mitarbeiter Dipl. Ing. Thomas Seebörger entwickelte Differenzdruck-Messverfahren („AirSwitcher“) erfolgreich zum Patent über das hochschuleigene Patent- und Normenzentrum angemeldet hat. Jetzt konnte die Bremer Verwertungsgesellschaft InnoWi GmbH diese Entwicklung, mit der sich die Steuerung von Wohnungs­lüftungs­geräten für Passiv- und Niedrigenergiehäuser optimieren lässt, über eine Lizenzierung an das Bremer Unternehmen ProVentecs GmbH erfolgreich vermarkten.

Das innovative Messverfahren, bei dem ein Differenzdruck-Sensor mit Hilfe eines motorbetriebenen Mehrkanal-Ventils („AirSwitcher“) die Volumenströme der Zu- und Abluftkanäle abwechselnd auf den Sollwert steuert, kann die Massenstrombalance mit hoher Genauigkeit optimiert werden. Diese Variante macht eine notwendige Einregulierung vor Ort mittels teurer Differenzdruck-Messgeräte überflüssig. Außerdem arbeitet dadurch die Wärmerückgewinnung immer im optimalen Betriebspunkt, was sich durch ein höhere Energieeinsparung bemerkbar macht.

Mit dem Einbau dieses Differenzdruck-Sensors können noch weitere Drücke gemessen werden. So lassen sich z.B. Filterzustände oder eine Vereisung des Wärmeüberträgers physikalisch korrekt bestimmen. Ebenfalls kann die Druckdifferenz zwischen Gebäude und Umgebung gemessen werden – dies wird beim Betrieb einer Feuerstätte interessant. Strombedarf und Geräusche lassen sich im Vergleich zur herkömmlichen Technik reduzieren, da bei diesem Messprinzip auch rückwärts gekrümmte Ventilatoren einsetzbar sind.

„Insgesamt wird durch die sensorgestützte Regelung die Lüftungstechnik gutmütiger gegenüber Installations- und Bedienungsfehlern“, so Prof. Strauß, und: „’AirSwitcher’ ist ein weiterer Schritt hin zu einer unauffälligen und bedienungsfreundlichen Passiv- und Niedrigenergiehaustechnik, die Energiekosten noch einmal senken kann.“

Hinweis für Redaktionen:
Für Rückfragen: Prof. Dr. Ing. Rolf-Peter Strauß, Tel. 0421-5905-25 43; E Mail: rstrauss@fbm.hs-bremen.de

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Ulrich Berlin idw

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