ISO-Normen für die Eiseinwirkung auf marine Bauwerke

Mit der neuesten Erkenntnis, dass Eiseinwirkungen auf marine Bauwerke weniger als allgemeine Konstruktionsparameter sind, wurde unter dem Dach der ISO eine neue Europäische Eisdruck-Auslegungsvorschrift verfasst. Der Hauptschwerpunkt dieser neuen Norm lag darin, bei zukünftigen marinen Bauwerken auch alternative Konstruktionsmethoden mit einzubeziehen, die vorher als ungeeignet angesehen wurden.

Auf der Grundlage eines früheren Projektes, wo drei Jahre lang die Eiseinwirkungen auf einen Leuchtturm in der Ostsee gemessen wurden, entwickelt ein multinationaler Unterausschuss der ISO (International Standards Organisation – Internationale Normungsorganisation) eine internationale Norm für Offshore-Anlagen. Die Ergebnisse dieser Norm sollen dann in nicht allzu ferner Zukunft zu einer Senkung der Konstruktions- und Fertigungskosten für Offshore-Anlagen führen.

Bis zum Anfang des Jahres 2002 hatte der Unterausschuss alle arktischen und subarktischen Bedingungen in die ISO-Norm 19906 eingearbeitet, so dass fast alle Bauwerke in vereisten Gewässern berücksichtigt werden. Die ISO-Norm 19906 wird einem höheren Standard als dem nationaler Normen entsprechen, und in Übereinstimmung mit dem Wiener Abkommen werden die gegenwärtigen europäischen CEN-Normen mit den ISO-Normen vereinheitlicht.

Alle im Rahmen des STRICE-Projektes erzielten umfassenden Messwerte wurden als Hintergrundmaterial für die ISO-Norm 19906 aufgenommen. So konnten Strukturinhalt und -richtlinien der Entwurfsnorm vorbereitet werden. Der Arbeitsentwurf der ISO-Norm 19906 wurde nun abgeschlossen. Der Entwurf der internationalen Norm soll bis März 2007 fertig gestellt und die endgültige internationale Norm im Februar 2009 veröffentlicht werden.

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Prof. Mauri Maattanen ctm

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