Geflügelhaltung – Vorsicht bei Botulismus

Auch wenn nur der begründete Verdacht besteht, dass bei Geflügel eine Botulismusinfektion besteht, ist das Geflügelfleisch nicht zum Verzehr geeignet. Zu diesem Schluss kommt das Bundesinstitut für Risikobewertung in einer Stellungnahme „Botulismus durch Geflügelfleisch“.

Botulismus ist eine schwere Erkrankung, die bei Tieren und Menschen zum Tod führen kann. Verursacht wird die Krankheit durch das Botulismus-Toxin, einem Gift, das von Bakterien der Spezies Clostridium botulinum in Lebens- und Futtermitteln gebildet wird. Bei Botulismuserkrankungen mit hohen Verlusten kann ein Tierbestand auch nach Abflauen der Krankheit nicht mehr als gesund eingestuft werden. Die Erreger sind auch nach Rückgang der Erkrankungsrate noch in der Einstreu, möglicherweise im Futter oder in anderen Quellen vorhanden und bilden die Grundlage für Neuinfektionen bzw. für die Verschleppung aus dem Bestand in Schlachtereien und von dort auf das Geflügelfleisch.

Eine Karenzzeit, das ist der Zeitraum zwischen dem ersten Auftreten und der letzten Erkrankung und einer möglichen Freigabe zur Schlachtung, von drei bis vier Tagen sieht das Bundesinstitut für nicht ausreichend an, sie sollte auf jeden Fall deutlich länger sein. Wichtig ist, dass die Eintragsquelle für das Gift gefunden wird, um eine weitere Ansteckung der Tiere zu verhindern.

Media Contact

Renate Kessen aid infodienst

Weitere Informationen:

http://www.aid.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften

Weltweite, wissenschaftliche Einrichtungen forschen intensiv für eine zukunftsfähige Land- und Forstwirtschaft.

Der innovations-report bietet Ihnen hierzu interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Themen: Bioenergie, Treibhausgasreduktion, Renaturierung und Landnutzungswandel, Tropenwälder, Klimaschäden, Waldsterben, Ernährungssicherung, neue Züchtungstechnologien und Anbausysteme, Bioökonomie, Wasserressourcen und Wasserwiederverwendung, Artenvielfalt, Pflanzenschutz, Herbizide und Pflanzenschädlinge, digitale Land- und Forstwirtschaft, Gentechnik, tiergerechte Haltungssysteme und ressourcenschonende Landwirtschaft.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Kunststoffe – alles Müll?

»Open Lab« im Fraunhofer LBF gibt Einblicke in die Kunststoffforschung. Als erste Stadt in Deutschland erhielt Darmstadt vor 25 Jahren den Ehrentitel »Wissenschaftsstadt«. Auch das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit…

Zukunft der Ampel wird weiter erforscht

Das Forschungsprojekt „KI4LSA“, welches die Frage beantworten sollte, ob die Steuerung von Ampelanlagen mit künstlicher Intelligenz (KI) den Verkehrsfluss verbessern kann, bringt Fraunhofer im August 2022 zum Abschluss. Über 30…

Schmerzlinderung ohne Nebenwirkungen und Abhängigkeit

Forschende der FAU nutzen Adrenalin-Rezeptoren für hochwirksame Analgetika. Neuartige Substanzen, die Adrenalin- statt Opioid-Rezeptoren aktivieren, haben eine ähnliche schmerzlindernde Wirkung wie Opiate, jedoch keine negativen Folgen wie Atemdepression und Abhängigkeit….

Partner & Förderer