Agrarwende kann Job-Motor werden

Kurz bevor der Juckreiz kommt: Auf der Jagd nach dem "täglich Blut" setzt die Mücke zum Stich an.


DVL-Studie zeigt Chancen für Beruf des geprüften Natur- und Landschaftspflegers in ländlichen Räumen auf

Bonn, Ansbach 16. Mai 2001: Seit 1998 besteht eine Bundesverordnung für das neue Berufsbild des Geprüften Natur- und Landschaftspflegers. Damit können sich Land-, Forst- und Fischereiwirte über eine Fortbildung mit 640 Unterrichtsstunden und staatlicher Prüfung für einen praktischen Einsatz in Naturschutz und Landschaftspflege qualifizieren. "Um den Geprüften Natur- und Landschaftspfleger als hochqualifizierten Praktiker eine dauerhafte Perspektive zu geben, muss die Landschaftspflege zukünftig über die Gemeinschaftsaufgabe zur Förderung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) unterstützt werden," so DVL-Vorsitzender Josef Göppel. "Damit," so Göppel, "können Landwirte, die sich mit großem Engagement im Naturschutz fortbilden, eine Zukunftsperspektive für ihre Betriebe aufbauen und die Kulturlandschaft sichern helfen."

Nach Ansicht des BfN-Präsidenten Prof. Dr. Hartmut Vogtmann sind die Geprüften Natur- und Landschaftspfleger wichtige Vermittler zwischen Landwirtschaft und Naturschutz und setzen ein Signal dafür, dass eine Agrarwende nur in enger Kooperation mit der Landwirtschaft möglich ist. Vogtmann schlägt vor, das Bund und Länder die Gemeinschaftsaufgabe im Sinne dieses kooperativen Ansatzes weiterentwickeln.

In einer Studie hat der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) die vorhanden und möglichen Einsatzfelder dieses ersten nichtakademischen Berufs im Naturschutz untersucht. Dabei zeigt die Studie den hohen Bedarf auf, Geprüfte Natur- und Landschaftspfleger bei landschaftspflegerischen Arbeiten einzusetzen. An hand von Fallstudien werden vom DVL positive Beispiele bei Landschaftspflegeverbänden, Naturschutzbehörden, Kommunen und Straßenbauverwaltungen in den Bundesländern Bayern, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen aufgezeigt.

Der DVL als Dachverband der Landschaftspflegeverbände in Deutschland weis aus der praktischen Arbeit seiner Mitglieder die Sachkunde der Geprüften Natur- und Landschaftspfleger sehr zu schätzen. Bisher, so die DVL-Studie, können diese Personen trotzdem nur sehr begrenzt eingesetzt werden, da von Seiten des Bundes und der Länder Fördermöglichkeiten häufig fehlen. Ein weiterer wichtiger Hemmschuh ist die fehlende Bekanntheit der Geprüften Natur- und Landschaftspfleger bei potentiellen weiteren Einsatzstellen, wie beispielsweise Kommunen, Trinkwasserversorgern und Verwaltungen. Hier wollen BfN und DVL über die Studie wichtige Informationen liefern.

 

Hinweis: Die Studie "Fortbildung zum Geprüften Natur- und Landschaftspfleger – Tätigkeiten, Einsatzbereiche und Perspektiven in der Landschaftspflege" kann beim Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL), Eyber Str. 2, 91522 Ansbach gegen eine Versandkostenpauschale von 5.- DM oder über die Pressestelle des BfN 0228/8491-280 bezogen werden.

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Franz August Emde idw

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