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Technische Universität Ilmenau


"...aus Tradition in die Zukunft"
Die Technische Universität Ilmenau

Die Technische Universität Ilmenau, die auf eine über 100jährige anerkannte Tradition in der Ingenieurausbildung zurückblickt, hat sich im letzten Jahrzehnt einen hervorragenden Platz in der deutschen Hochschullandschaft erarbeitet. Diese Entwicklung wurde möglich nach einer umfassenden Evaluierung und Neustrukturierung der Universität nach 1990, als deren Folge demokratisch legitimierte Gremien etabliert und die notwendigen Reformen auf der Grundlage eines breiten Konsenses umgesetzt werden konnten.


Studium

Konsequent hat die TU in diesem Zeitraum ihr Studienangebot auf der Grundlage ihrer ingenieur- und naturwissenschaftlichen Kompetenzen erweitert und mit diesem Ausbildungsprofil die Zahl der Studierenden auf derzeit rund 6.400 (WS 2000/2001) erheblich steigern können.

Getragen wird die Lehre von den Fakultäten: Elektrotechnik und Informationstechnik, Informatik und Automatisierung, Maschinenbau, Mathematik und Naturwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften. Sie bieten die 14 Studiengänge Elektrotechnik, Maschinenbau, Mechatronik, Technische Physik, Werkstoffwissenschaft, Informatik, Ingenieurinformatik, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Mathematik, Angewandte Medienwissenschaft, Medientechnologie, Medienwirtschaft und Lehramt an berufsbildenden Schulen mit einer Vielzahl von Studienrichtungen, -schwerpunkten und Nebenfächern an.

Merkmale der Ausbildung sind der hohe Grad der Interdisziplinarität, der starke Bezug zur Praxis und der Einsatz der Neuen Medien. Dies gilt nicht nur für die Ilmenauer Medienstudiengänge, denen ein aktuelles Evaluierungsgutachten ausgezeichnete Noten und beste Entwicklungsaussichten bescheinigt. Im Verbundstudiengang Werkstoffwissenschaft sind Teleteaching/Telelearning mit den Universitäten Jena und Weimar seit 1997/98 state of the art, als andernorts noch über die Möglichkeiten dieser Techniken diskutiert wurde.
Nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen mit diesem Verbundstudiengang wurde der TU Ilmenau die Federführung des Projektes "Modularisierung von Studiengängen in den Ingenieurwissenschaften" übertragen, das die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung im Oktober 1998 gestartet hat. Acht Universitäten und Fachhochschulen aus fünf Bundesländern wollen gemeinsam neue Wege in der akademischen Ausbildung gehen, die einerseits unterschiedliche Einstiegsmöglichkeiten entsprechend den Bildungsinteressen eröffnen und andererseits verschiedene akademische Abschlüsse erlauben.

Ebenso hat zuletzt die Fakultät für Maschinenbau mit der Einführung des Studienganges Mechatronik, einer synergetischen Integration der klassischen Disziplinen Maschinenbau, Elektrotechnik/Elektronik und Informatik, den innovativen Entwicklungen und Anforderungen Rechnung getragen.
Trotz des erweiterten Studienangebotes und steigender Studierendenzahlen hält die Universität am hohen Standard der Ausbildung fest: Qualität geht vor Quantität.


Forschung

Neben der Grundlagenforschung sind die angewandte, praxis- und industrienahe Forschung und der damit verbundene Wissens- und Technologietransfer in Industrie und Wirtschaft ein Markenzeichen der Universität. Ihre Leistungsangebote sieht die TU vor allem in den Gebieten Informations- und Kommunikationssysteme, Mikroelektronik und Mechatronik, Umwelttechnik, Marktorientierte Unternehmensführung, Bildverarbeitung, Elektroenergiesysteme/Betriebsmittel und Anlagen sowie Medizintechnik.
Orientiert an Entwicklungen der internationalen Forschung, hat die TU Profillinien entwickelt, an denen sie ihre Forschung ausrichtet und damit ihre spezifische Kompetenz in diesen Sektoren dokumentiert:

  • Biomedizinische Systeme, Verfahren, Materialien und Informationssysteme im Gesundheitswesen
  • Entwurf, Simulation und Verifikation komplexer Systeme
  • Informations- und Kommunikationssysteme in Technik, Wirtschaft und Gesellschaft
  • Nanotechnologie
  • Neue Prinzipien und Optimierung der Energieversorgung
  • Unternehmen, Märkte und Ordnungen im Wandel - Innovative Produkte und Prozesse

TU und Technologie Region Ilmenau

Die Initiative der Landesregierung, die Region Ilmenau zu einer Technologieregion des Freistaates zu entwickeln, hat das Ziel, günstige Bedingungen für den Aufbau einer neuen Industriestruktur und somit Arbeitsplätze zu schaffen.
Die Technische Universität ist mit rund 1.300 Mitarbeitern und Drittmittelbeschäftigten sowie 5.200 Studierenden der größte Arbeitgeber der Region. Von ihr ausgehend, kam es in den letzten Jahren zu einer ersten Existenzgründungswelle; inzwischen haben sich über 100 technologisch ausgerichtete Unternehmen in ihrem Umfeld angesiedelt. Rund 2000 Arbeitsplätze sind auf diesem Weg entstanden. Starthilfe auf dem Weg in die Selbständgkeit leisten das Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau (TGZI) mit derzeit 30 Einliegerfirmen, aber auch Existenzgründerinitiativen wie "EXIST" und "GETup" sowie entsprechende Vorlesungs- und Seminarangebote der TU.
Somit stellt die TU einen besonderen Attraktor für die Entwicklung der Technologie Region Ilmenau dar. Mit ihrer Forschungskompetenz in den Ingenieurwissenschaften, Informatik, Wirtschafts- und Naturwissenschaften versteht sie sich als leistungsfähiger und aufgeschlossener Partner insbesondere für Thüringer Unternehmen. Die traditionell hohe Affinität zur Zusammenarbeit mit der Industrie ermöglicht in gemeinsamer Arbeit kurze Wege vom Forschungsergebnis zur neuen Technologie und zum neuen Produkt. Mit einem Applikationszentrum (APZ) und einem Management- und Dienstleistungszentrum (MDZ) wurden unter Einbeziehung aller Fakultäten der TU zwei wirtschaftsnahe Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen für die schnelle Überführung von Forschungsergebnissen in neue Produkte und Technologien sowie Beratungs- und wissenschaftliche Dienstleistungen auf ausgewählten Schwerpunktfeldern konzipiert. Beide Fachprojekte befinden sich -auch baulich- in einem fortgeschrittenen Stadium, wobei das integrierte Thüringer Anwendungszentrum für Software-, Informations- und Kommunikationstechnologien tranSIT seine Tätigkeit bereits im September 1998 aufnahm. tranSIT versteht sich als Partner für Unternehmen der Softwareentwicklung und setzt seine Schwerpunkte bei der Softwaretechnik, den Kommunikationstechnologien, der verteilten Informationsverarbeitung sowie im gesamten Multimedia-Sektor.
Mit den Laboren für Bildverarbeitung und Technische Sehsysteme, Medizintechnik, Mikrostrukturierung, Montage und Zuverlässigkeit sowie Schaltungs- und Hybridtechnik konzentriert sich das APZ auf ausgewählte Industriebereiche mit hoher Relevanz für die Thüringer Wirtschaft unter Nutzung der Kernkompetenzen der TU Ilmenau. Das APZ befindet sich im Bau und wird Ende des Jahres 2001 in Betrieb gehen. Es ergänzt das APZ Mikrotechnik und das Bioinstrumentezentrum (beide Jena) und das geplante Kompetenzzentrum Mikrosystemtechnik in Erfurt.
Das MDZ als Teil des zukünftigen Kommunikations- und Service-Center soll als Anlaufpunkt für kleine und mittelständische Unternehmen fungieren, die vor allem Dienstleistungen und Beratungen benötigen. Das MDZ soll sich daher auf die Bereiche Technologietransfer, audiovisuelle Produktionen und neue Medien, Energie- und Umwelttechnik, modernes Management sowie die Bereitstellung von Informationsdiensten konzentrieren.
Ihre Kompetenz in der Kommunikations- und Informationstechnologie bringt die TU auch in das Projekt "InnoRegioSüdthüringen" ein. Das unter Beteiligung der Universität entwickelte Konzept "OphtalmoInnovation Thüringen" zählt zu den Siegerprojekten im Bundeswettbewerb zum Aufbau von Kompetenzzentren für Medizintechnik.


Wissenschaftliches Leben

Das wissenschaftliche und kulturelle Leben auf dem Ilmenauer Campus entwickelt sich weiterhin erfreulich positiv. Hiervon zeugen die zahlreichen Workshops, Tagungen, Kolloquia und Kongresse, von denen sich viele zu festen Veranstaltungsreihen mit nationaler und internationaler Ausstrahlung entwickeln konnten. Einen erheblichen Beitrag zum guten Ruf der TU leisten die studentischen Vereine, sei es in der Kultur, die unbestritten ihre Domäne ist, bei der Organisation von Firmenkontaktmessen, bei öffentlichen Präsentationen der Universität oder in ihrem Engagement für die Vernetzung der Studentenwohnheime. Zwei Daten machen die Tradition deutlich: der Ilmenauer Hochschulfunk hsf sendet seit 50 Jahren, und der Verein Kulturelle Koordinierung, kurz KuKo, konnte 1999 das 35jährige Bestehen feiern.


Internationales

Nachdem die Zahl ausländischer Studierender in der ersten Hälfte der 90er Jahre rückläufig war, hat das Rektorat die Gewinnung ausländischer Studierender zum Hauptziel des internationalen Engagements der TU erklärt. Insgesamt bestehen zur Zeit rund 70 Partnerschaftsverträge auf Universitäts-, Fakultäts- und Institutsebene. Neben den traditionellen Partnerschaften mit osteuropäischen und chinesischen Hochschulen konnte die TU neue Verträge mit 30 Einrichtungen in Westeuropa und den USA abschließen. Besonders nützlich hierbei hat sich das europäische Wissenschaftler- und Studenten-Mobilitätsprogramm SOKRATES erwiesen, über dessen Fördermöglichkeiten 24 Partnerschaftsabkommen mit westlichen Universitäten geschlossen werden konnten.
Bei interkontinentalen Partnerschaften steht der Austausch von Studentengruppen im Vordergrund. Brasilianische und argentinische Studenten absolvieren gegenwärtig ein Teilzeitstudium an der TU; gleichzeitig wird eine Gruppe junger Chinesen auf ein Regelstudium in Ilmenau vorbereitet. Ausgehend von wissenschaftlichen Kontakten, hat die TU im Jahr 1999 eine Städtepartnerschaft zwischen Ilmenau und Blue Ash, einem Vorort von Cincinatti im US-Bundesstaat Ohio, angeregt. Sie wird inzwischen mit Leben erfüllt.
Um langfristig und nachhaltig ausländische Studierende zu gewinnen, stellt sich die TU Ilmenau der anspruchsvollen Aufgabe, das Studienangebot mit der Einführung von Bachelor-, Master- und englischsprachigen Studiengängen zu internationalisieren.

(Technische Universität Ilmenau, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 2/2001)


 

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Max-Planck-Ring 14
98693 Ilmenau
Tel: +49 (0)3677/ 69-0

Pressemeldungen

Leistungsspektrum

Weitere Informationen: http://www.tu-ilmenau.de/uni/index.php