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Schizophrenie


Das Kompetenznetz Schizophrenie ist eins von inzwischen 14 Kompetenznetzen in der Medizin, die vom Bundesministerium für Forschung und Bildung gefördert werden, um die Vernetzung für ausgewählte Krankheitsbilder mit hoher Morbidität und / oder Mortalität zu forcieren.

An Schizophrenie erkranken weltweit etwa 1% der Bevölkerung mindestens einmal in ihrem Leben. Trotz moderner Behandlungsmethoden ist die Krankheit für die Betroffenen und ihre Angehörigen oft mit erheblichen Leid verbunden. Etwa zwei Drittel der Erkrankungen verlaufen chronisch. 10 bis 15% der Betroffenen beenden ihr Leben durch Suizid. Infolge der direkten und indirekten Krankheitskosten in Höhe von 3,5 Mrd. EUR ist Schizophrenie die teuerste psychische Krankheiten.

Das frühzeitige Erkennen und Behandeln der Krankheit als auch das Ausschöpfen vorhandener Therapiemöglichkeiten tragen dazu bei, dass schwerwiegende Krankheitsverläufe vermieden werden. Für das Kompetenznetz Schizophrenie ergeben sich hieraus folgende Ziele:

  • Frühentdeckung und Früherkennung von Personen mit erhöhtem Schizophrenierisiko durch Entwicklung und
  • Evaluation eines Früherkennungsinventars zur Optimierung der Risikovorhersage
  • Verhinderung von Erstmanifestationen durch psychologische und pharmakologische Frühbehandlung bei Risikopersonen
  • Optimierung der Akut- und Langzeitbehandlung schizophrener Ersterkrankungen
  • Rückfallprophylaxe durch verbesserte Rückfallprädiktion und Frühintervention
  • Verbesserte Versorgungsqualität durch Einsatz von Leitlinien für die ambulante und stationäre Behandlungspraxis
  • Verhinderung von Chronifizierung durch gezielte Rehabilitation
  • Erforschung der hirnbiologischen und genetischen Grundlagen der Erkrankung
  • Umsetzung von Ergebnissen der Grundlagenforschung in die Versorgungspraxis
  • Kosten-Nutzenanalyse innovativer Behandlungsverfahren
  • Verbesserung von Aufklärung und Information für Laien, Angehörige und Experten durch gezielten Wissenstransfer

Die Initiative zur Gründung des Kompetenznetzes Schizophrenie liegt bei den psychiatrischen Kliniken der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf und der Ludwig-Maximilian Universität München. Die Antragstellung erfolgte 1998 in Zusammenarbeit mit weiteren Forschungseinrichtungen insbesondere aus Bonn, Köln, Heidelberg-Mannheim, Tübingen und Freiburg.


 

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