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Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie


Das Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, dessen Gründung vom Senat der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften im März 1992 beschlossen wurde, hat seine Arbeit am 1. Oktober 1993 mit der Rufannahme von Prof. Dr. Stefan H. E. Kaufmann, Leiter der Abteilung Immunologie an der Universität Ulm, aufgenommen. Prof. Kaufmann traf zunächst von Ulm aus organisatorische Vorbereitungen für den Institutsaufbau und richtete im Februar 1994 eine Verwaltungseinheit für das neue Max-Planck-Institut in der Jägerstraße in Berlin-Mitte ein. Im Juli desselben Jahres nahm Prof. Dr. Thomas F. Meyer, Direktor der Abteilung Infektionsbiologie am Max-Planck-Institut für Biologie in Tübingen, die Berufung an das Berliner Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie an. Seitdem wird das neue Institut von den beiden Gründungsdirektoren kollegial geleitet. Mitte 1995 konnte schließlich die wissenschaftliche Arbeit in provisorischen Laborräumen der ehemaligen Universitäts-Frauenklinik der Charité in der Monbijoustraße in Berlin-Mitte aufgenommen werden.

Ein Architektenwettbewerb für den gemeinsamen Neubau des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie und des Deutschen Rheumaforschungszentrum Berlin auf dem Stammgelände der Charité in Berlin-Mitte wurde im Frühjahr 1994 ausgeschrieben. Aus den eingesandten Arbeiten wählte eine Jury im Mai desselben Jahres den Entwurf des Berliner Architektenbüros Deubzer & König als 1. Preisträger aus. Das Gebäude, das 1998/99 fertiggestellt sein soll, wird auf 8.000 m² Hauptnutzfläche sowohl für das Deutsche Rheumaforschungszentrum Berlin und das Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie Platz bieten. Die Kosten, die mit 105 Millionen DM veranschlagt werden, werden anteilig getragen.

In dem Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie werden neben den Abteilungen Immunologie und Molekulare Biologie zwei weitere Abteilungen sowie drei weitere Nachwuchsgruppen integriert sowie durch enge Zusammenarbeit mit Universitäten und Kliniken etabliert werden. Angestrebt wird, dass am Max-Planck-Institut wissenschaftlich tätige Klinikärzte in enger Kooperation mit Institutsmitarbeitern klinisch relevante Projekte aus dem Bereich der Infektiologie bearbeiten. Eine besonders intensive Zusammenarbeit ist gemeinsam mit dem Deutsche Rheumaforschungszentrum Berlin in dem gemeinsamen Gebäude geplant.

Im Mittelpunkt der Arbeiten des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie steht die Erforschung der Biologie der Infektionsprozesse, mit dem Ziel neue Ansätze für Prophylaxe und Therapie von Infektionskrankheiten zu eröffnen. Der interdisziplinäre Ansatz umfasst immunologische, molekular- und zellbiologische Methoden.

In der Abt. Immunologie (Prof. Dr. S.H.E. Kaufmann) wird die Rolle der Immunantwort bei Abwehr und Pathogenese von Infektionen mit intrazellulären Bakterien untersucht. Hierzu gehören insbesondere die Erreger der Tuberkulose, der Salmonellosen, der Listeriose und der Lepra. Die Untersuchungen sollen nicht nur zur Aufklärung des engen Wechselspiels zwischen Immunsystem und Infektionserreger beitragen. Sie bilden auch die Basis für die gezielte Entwicklung einer neuen Impfstoffgeneration gegen Tuberkulose. Die Abt. Molekulare Biologie (Prof. Dr. Th. F. Meyer) beschäftigt sich mit der molekularen und zellulären Wechselwirkung zwischen bakteriellen Krankheitserregern und den Wirtsorganismen. Durch die Kenntnis der Lebensgewohnheiten der Bakterien werden Impfstoffentwicklungen möglich, wie im Fall des Helicobacter pylori, gegen welches in ersten Versuchen erfolgreich abgeschwächte Salmonellen eingesetzt wurden. Unterstützt werden die Abteilungen durch Servicegruppen für Proteinanalytik, für Zytofluorimetrie und Mikroskopie. Das Institut verfügt außerdem über einen Tierversuchsbereich, wo Tiermodelle zur Analyse der Immunantwort gegen Infektionen eingesetzt werden.

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Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie

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Weitere Informationen: http://www.mpiib-berlin.mpg.de/