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Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut)


Über das Institut

Das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) ist eines von mehr als 80 Forschungsinstituten der Max-Planck-Gesellschaft. Es wurde zur Erforschung der Gravitationsphysik, insbesondere der Allgemeinen Relativitätstheorie und der Quantengravitation, gegründet. Die Allgemeine Relativitätstheorie ist die von Albert Einstein (Foto: 1929, Lotte Jacobi) entwickelte Theorie der Gravitation. Ihre zahlreichen erfolgreichen Vorhersagen zu Phänomenen wie Schwarzen Löchern, Gravitationswellen, Gravitationslinsen und dem Urknall haben sie zu einem Standardwerkzeug der Astronomen für die Beschreibung des beobachteten Universums werden lassen. Ein bedeutender Teil der heutigen Theoretischen Physik ist darauf ausgerichtet, diese Theorie durch Einbeziehung der Quantentheorie zu erweitern, welche bekanntlich für die Beschreibung von gewöhnlichen Atomen und Atomkernen erforderlich ist, und von der auch angenommen wird, dass sie für die Beschreibung des Inneren von Schwarzen Löchern und der Einzelheiten des Urknalls herangezogen werden muss. Ziel ist es, eine Quantentheorie der Gravitation zu entwickeln, die über die Allgemeine Relativitätstheorie hinausgeht und den Zusammenhang zwischen der Gravitation und den anderen physikalischen Kräften, wie z. B. der elektromagnetischen Wechselwirkung und der Kernkraft, erklärt. 

Das Institut verfolgt ein aktives Forschungsprogramm, das sich über das ganze Spektrum der Gravitationsphysik erstreckt. Die drei Abteilungen des Institutes widmen sich schwerpunktmäßig den folgenden Themen: Allgemeine Relativitätstheorie, Astrophysikalische Anwendungen der Relativitätstheorie und Quantengravitation und Vereinheitlichte Theorien. Die Forschung ist jedoch nicht auf diese Gebiete beschränkt, sondern ein guter Teil der Arbeit erfolgt über die Grenzen der Abteilungen hinweg. In der Erfüllung seines Forschungsauftrages ermöglicht das Institut seinen Wissenschaftlern große Computersimulationen, sowohl durch institutseigene Anlagen als auch in Zusammenarbeit mit anderen Gruppen, und nimmt an mehreren internationalen Projekten, wie z. B. den Gravitationswellendetektoren GEO600 und LISA, teil. Weiter ist das Institut Knotenpunkt in einem EU-Netzwerk über integrable Quantenfeldtheorie. 

Das Institut begann seine Arbeit am 1. April 1995 und war vorübergehend in einem Bürogebäude in Potsdam-Babelsberg untergebracht. Potsdam liegt nicht weit von Berlin entfernt und besitzt neben vielen historischen Sehenswürdigkeiten viele Anknüpfungspunkte zur Person Albert Einsteins und der Erforschung der Gravitationsphysik. Im April 1999 bezog das Institut einen Neubau auf dem neu errichteten Max-Planck-Campus in Golm bei Potsdam (Luftbild: Lutz Hannemann), in die Nachbarschaft von zwei weiteren Instituten der Max-Planck-Gesellschaft (MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung, MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie). Von anfangs zehn Wissenschaftlern ist das Institut auf mittlerweile 30 Wissenschaftler mit langfristigen Stellen angewachsen. Dazu kommen dank eines großzügigen Besucherprogramms um die 150 Gastwissenschaftler jährlich. Am Institut werden auch eine Anzahl von Diplomanden und Doktoranden betreut, die in Allgemeiner Relativitätstheorie, Quantengravitation und benachbarten Gebieten arbeiten. 

Das Institut gibt eine elektronische Zeitschrift heraus, die im World-Wide-Web veröffentlicht werden wird. Unter dem Namen Living Reviews in Relativity bietet sie Übersichtsartikel zu allen Gebieten der Relativitätstheorie an. Diese Zeitschrift unterscheidet sich von bisherigen Reviews durch eine ständige Aktualisierung ihrer Artikel durch die Autoren, so dass sie immer den neuesten Stand der Forschung widerspiegeln. Daher auch das Wort ``Living’’ im Namen der Zeitschrift. Artikel werden auf Einladung von Experten geschrieben, die die Forschung zum jeweiligen Thema kritisch zusammenfassen. Die Beiträge nutzen das Web und seine Möglichkeiten nach Kräften, z. B. werden, soweit verfügbar, Hyperlinks zu relevanten Quellen erstellt, sowie Farbbilder und Animationen in die Artikel eingebaut. Die Zeitschrift Living Reviews in Relativity ist seit dem 26. Januar 1998 auf dem Internet frei zugänglich und versteht sich als Service für die Gemeinschaft der Wissenschaftler. 

Seit der Eröffnung des Institutes wurde eine umfassende Bibliothek aufgebaut, die jetzt mehr als 5500 Bücher und Zeitschriften umfasst. Die Rechnerausstattung des Institutes gehört zu den weltweit besten für diese Forschungsrichtung. Zusätzlich zu einem Netzwerk von PCs sowie DEC und SGI Workstations wurde 1997 ein SGI Origin 2000 Supercomputer installiert, der über 32 Prozessoren, 8 GB Speicher und leistungsfähige Graphik verfügt.

Adressen


 

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Pressemeldungen

Leistungsspektrum

Weitere Informationen: http://www.aei-potsdam.mpg.de