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Max-Planck-Institut für experimentelle Endokrinologie


Das Institut wurde 1979 an der Medizinischen Hochschule Hannover eingerichtet und bezog 1987 einen Neubau in direkter Nachbarschaft. Ein traditioneller Forschungsschwerpunkt ist die Neuroendokrinologie (Karl Bauer), mit der Berufung von Gregor Eichele (1998) ist die molekulare Entwicklungsbiologie hinzugekommen sowie das Gebiet der funktionellen Genomanalyse. Das Gebäude wurde in den vergangenen Jahren umfangreich modernisiert, um die Arbeit an molekularbiologischen, neurobiologischen und entwicklungsbiologischen Problemen zu ermöglichen. Zudem wurde ein zeitgemäßer Tierstall eingerichtet, der die Entwicklung und das Studium genetisch und neuroendokrinologisch bedingter Krankheiten an Tiermodellen erlaubt. 

Zur Erforschung von Mechanismen der Embryonalentwicklung gehört die Analyse diverser Signalprozesse, welche die Entwicklung, Physiologie und Pathophysiologie von Säugern steuern. So wird beispielsweise der Wirkungsmechanismus der Retinsäure (ein Vitamin A-Derivat) während der Gliedmaßenbildung bei den Wirbeltieren studiert. Ein zweites Projekt zu Mechanismen der Embryogenese ist die Analyse der neuronalen Zellwanderung, welche der Bildung des Säugerhirns zugrunde liegt. Es wird erwartet, dass ein Verstehen dieser grundlegenden zellulären Prozesse Licht auf die Pathophysiologie verschiedener Erkrankungen des Gehirns werfen wird. Ein weiteres Forschungsgebiet umfasst die Steuermechanismen der zirkadianen Rhythmen bei Säugern.

Die neuroendokrinologisch orientierte Forschungsgruppe analysiert unter neurobiologischen und neuropathologischen Aspekten peptiderge Kommunikationssysteme im Nervensystem. Diese Arbeiten konzentrieren sich auf das Signalsystem des TRH (thyrotropin releasing hormone). Wie der Name besagt, stimuliert dieses von Nervenzellen des Hypothalamus synthetisierte Neuropeptidhormon die Freisetzung des Hypophysenhormons Thyrotropin, das wiederum die Ausschüttung der Schilddrüsenhormone reguliert. Am Beispiel der Schilddrüsenhormone erfahren die Wissenschaftler Schritt für Schritt, über welche Signalsubstanzen und in welcher Form Gehirn und Körper miteinander kommunizieren. Zudem wurde unter klinisch-therapeutischen Gesichtspunkten damit begonnen, mittels geeigneter Tiermodelle die Bedeutung der Schilddrüsenhormone für die Gehirnentwicklung zu studieren. 

In den kommenden Jahren wird das Institut in enger nationaler und internationaler Verflechtung auch verschiedene Aspekte der Genomanalyse bearbeiten. Besondere Bedeutung wird dabei der Entwicklung von Datenbanken zur Genexpression beigemessen. Diese Datenbanken reichen von der Darstellung dreidimensionaler Genexpressionsmuster im Maushirn bis zur raumzeitlichen Kartierung von Genaktivitäten bei verschiedenen pathologischen Zuständen des menschlichen Gehirns. 

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Weitere Informationen: http://www.endo.mpg.de/