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<b>Max-Planck-Gesellschaft</b>


Profil

Die Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft sind in drei Sektionen gegliedert - die Chemisch-Physikalisch-Technische, die Biologisch-Medizinische und die Geisteswissenschaftliche Sektion. 

Verteilung des Haushalts der Max-Planck-Gesellschaft nach Forschungsbereichen.

Biologisch-Medizinische Sektion Geisteswissenschaftliche Sektion Chemisch-Physikalisch-Technische Sektion

   
Chemisch-Physikalisch-Technische Sektion

Grundlagenforschung im Bereich der Physik, Astronomie, Chemie und Mathematik - jenen Fachrichtungen, die in der Chemisch-Physikalisch-Technischen Sektion zusammengefasst sind - bildet die klassische Basis des technischen Fortschritts. Sie befriedigt zugleich aber auch unseren Wunsch, mehr vom Aufbau der Materie und von der Geschichte des Universums zu verstehen.

Die chemisch-physikalische Grundlagenforschung wird beherrscht von der Suche nach einer einheitlichen Erklärung der Vorgänge in der Natur und von der Frage nach der Stellung des Menschen in der ihn umgebenden Welt. Die experimentellen Methoden, die bei dieser Forschung in Max-Planck-Instituten zum Einsatz kommen, liefern Informationen über die gesamte Spannbreite räumlicher Dimensionen - von der Größenordnung eines Elementarteilchens bis zur Ausdehnung des gesamten Weltalls - und geben Auskunft über zeitliche Vorgänge, die zwischen ultraschnellen Elementarprozessen und dem Alter des Universums liegen.

Chemiker in der Max-Planck-Gesellschaft verfolgen Dynamik und atomare Details wichtiger Reaktionen (Photosynthese, Katalyse u.a.), untersuchen Vorgänge in den oberen Schichten der Atmosphäre oder erforschen die Geschichte des Sonnensystems.

Die Themen der physikalischen Forschung in der Max-Planck-Gesellschaft reichen von den Bausteinen der Atome über die atomare und molekulare Struktur der Materie und atomare Vorgänge auf Oberflächen bis hin zu Fragen nach Entstehung und Entwicklung der Sterne, Galaxien und des ganzen Universums. 

Die mathematische Grundlagenforschung entwickelt sich in der Max-Planck-Gesellschaft einerseits aus innermathematischen Fragestellungen, die sich in natürlicher Weise stellen. Hierbei nimmt sowohl die Verflechtung verschiedener Teilgebiete als auch die Betrachtung von Objekten mit immer mehr Strukturen zu. Andererseits reagiert die mathematische Forschung auf Probleme, die in Nachbarwissenschaften und Anwendungsgebieten aufkommen. Von besonderer Bedeutung in diesem Wechselspiel zwischen der Grundlagenforschung und den Herausforderungen ihrer Anwendung sind die experimentelle Mathematik, das wissenschaftliche Rechnen und die mathematische Modellierung.

Berührungspunkte zu den Arbeiten in den Instituten der anderen beiden Sektionen bietet die chemisch-physikalisch-technische Forschung in großer Zahl - sei es bei der biologisch wichtigen Frage nach der Evolution selbstorganisierter Systeme, sei es bei den kulturhistorisch interessanten Untersuchungen nach den Anfängen der Metallbearbeitung.

Die chemisch-physikalisch-technische Grundlagenforschung orientiert sich aber auch unmittelbar an Problemen, die von erheblicher praktischer Bedeutung sind oder direkt mit einer technischen Nutzung in Verbindung stehen, so etwa in der Festkörperphysik (Halbleiter-, Metall- und Eisenforschung) oder in der Polymerchemie (Kunststoffe, Faser-, Lack- und Klebstoff-Forschung). In der Plasmaphysik, um ein anderes Beispiel zu nennen, werden Prozesse untersucht, deren Beherrschung eines Tages die Energieerzeugung durch Atomkernverschmelzung (Fusion) ermöglichen könnte. Von weitreichender praktischer Bedeutung sind ferner Arbeiten der Klimaforscher und Atmosphärenchemiker: Sie konzentrieren sich bei ihrer Forschung u.a. auf die Frage einer denkbaren Klimaveränderung durch Spurenstoffe, die vom Menschen erzeugt werden. 

 
 

 
Biologisch-Medizinische Sektion

   

Die Max-Planck-Institute der Biologisch-Medizinischen Sektion verbindet die Erforschung der dem Lebendigen eigenen Qualitäten. Dazu gehören neben Phänomenen wie Vererbung, Entwicklung, Sinnesleistungen, Verhalten und Anpassungsvorgänge an veränderte Lebensbedingungen auch molekularbiologisch-biochemische Prozesse und Leistungen des Nervensystems bei Mensch und Tier.

Die Tätigkeit der verschiedenen Institute erstreckt sich von Struktur- und Funktionsuntersuchungen an einer Vielzahl biologisch bedeutungsvoller Moleküle und Zellorganellen über Forschungen an einzel- und multizellulären Systemen bis hin zu Arbeiten, welche die Wechselwirkungen von Organismen untereinander oder mit ihrer Umwelt analysieren.

Wegen der Universalität biologischer Vorgänge ist bei vielen dieser Forschungsarbeiten ein Bezug zum Menschen inbegriffen. Darüber hinaus gibt es aber auch Forschungseinrichtungen - z.B. sind es klinische Institute oder Forschergruppen -, die sich spezifisch humanbiologischen und medizinischen Fragen widmen. Die Schwerpunkte liegen hier in wissenschaftlichen Bereichen, die mit den molekulargenetischen, physiologischen und geistigen Leistungen der Menschen zu tun haben.

Die Institute der Biologisch-Medizinischen Sektion stehen so gewissermaßen zwischen den beiden anderen Sektionen. Der durch mathematische, physikalische und chemische Methoden bestimmte Ansatz bei der Analyse biologischer Prozesse bringt sie einerseits in die Nähe der Chemisch-Physikalisch-Technischen Sektion.

Mit den Arbeitsgruppen, die höhere Leistung des Zentralnervensystems analysieren, greift die Biologisch-Medizinische Sektion auf der anderen Seite Fragestellungen auf, die auch Teil der Forschungsthematik der Institute der Geisteswissenschaftlichen Sektion sind. 

 
 

 
Geisteswissenschaftliche Sektion

   

Gegenstand der geisteswissenschaftlichen Forschung ist der Mensch als geistiges Wesen - was ist und was bewirkt er, wie versteht er sich, die anderen und die Welt. Geisteswissenschaftliche Forschung stellt das notwendige Gegenstück zur naturwissenschaftlichen Forschung dar, die dem Menschen die Welt, in der er lebt, erkennen lässt und die ihm hilft, sich in dieser Welt einzurichten. Notwendig zum einen, weil es der Mensch ist, dem die naturwissenschaftliche Erkenntnis zuwächst und mit der er verantwortungsbewusst umzugehen hat. Notwendig aber auch, weil es sich beim wissenschaftlichen Nachdenken des Menschen über sich selbst und über den Sinn der Welt um eine grundsätzlich andere Forschungserfahrung handelt als beim Aufdecken der Naturgesetze durch den Menschen.

Der auf das Ganze der Forschung zielende Ansatz der Max-Planck-Gesellschaft schließt deshalb neben den beiden naturwissenschaftlichen Sektionen auch eine Geisteswissenschaftliche Sektion ein. Zu ihr gehören Institute, die sich mit der geistigen Existenz des Menschen und mit seiner Entwicklung (psychologische Forschung, Bildungsforschung), mit seinem gesellschaftlichen Zusammenleben (Gesellschaftsforschung), mit dessen rechtlicher Ordnung (Rechtswissenschaften) und Kulturgeschichte (historische Forschung) sowie schließlich auch mit der künstlerischen Äußerung der Geistigkeit des Menschen (kunsthistorische Forschung) beschäftigen.

Trotz des einheitlichen Forschungsgegenstandes gibt es innerhalb der Geisteswissenschaften große Unterschiede in den Erkenntniszielen und ebenso in den Untersuchungsmethoden. Diese reichen von interpretativen, vergleichenden Verfahren in der Rechts-, Geschichts- und Kunstwissenschaft über qualitative und quantitative Meßmethoden in den empirischen Sozialwissenschaften bis zu experimentellen Untersuchungen in der Psychologie, die eine Brücke zu den Naturwissenschaften im engeren Sinne bilden

Mit dieser Vielfalt an natur- und geisteswissenschaftlichen Themen ergänzen die Max-Planck-Institute die Arbeit der Universitäten und anderer Forschungsinstitutionen auf wichtigen Forschungsfeldern. Einige Institute der Max-Planck-Gesellschaft erfüllen darüber hinaus auch Dienstleistungsfunktionen für die Hochschulforschung. Sie stellen aufwendige Einrichtungen und Geräte einem breiten Wissenschaftlerkreis zur Verfügung - von Teleskopen und physikalischen Großapparaturen bis hin zu Spezialbibliotheken, Dokumentationen und Handbüchern.

 
 

 

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