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Max-Planck-Institut für Quantenoptik


Institutsgeschichte

Das Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ) wurde am 1. Januar 1981 gegründet. Es ging aus der Projektgruppe für Laserforschung hervor, die nach einer Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Forschung und Technologie und der Max-Planck-Gesellschaft am 1. Januar 1976 die Arbeit aufgenommen hatte.
Den Kern der Projektgruppe bildeten Mitarbeiter aus dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP), die auf dem Gebiet der Hochleistungslaserentwicklung und deren Anwendung in der Fusionsforschung arbeiteten. Die Ziele der Projektgruppe für Laserforschung waren, die besonderen Möglichkeiten der Laserquellen in der Plasmaphysik, der Chemie, der Spektroskopie und in verwandten Gebieten zu erforschen und zu nutzen.
Die Projektgruppe begann ihre Arbeit mit 46 Mitarbeitern unter der Leitung der Direktoren Karl-Ludwig Kompa, Herbert Walther und Siegbert Witkowski. Bei der Gründung des MPQ hatte sich die Gruppe auf 82 Mitarbeiter vergrößert. Im April 1986 wurde das Institut durch die Berufung von Theodor Hänsch, damals Stanford University, um eine vierte Abteilung erweitert. Wie Herbert Walther hat auch Theodor Hänsch einen Lehrstuhl an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wodurch eine enge Verbindung des Instituts mit dem universitären Umfeld in München hergestellt wird.
In der Anfangsphase war das Institut zunächst in einem Gebäude des IPP untergebracht. Im Juli 1986 wurde der Neubau am Südrand des Forschungsgeländes in Garching mit einer Hauptnutzungsfläche von 6.600 m2 bezogen.
Mit der Emeritierung von Siegbert Witkowski im Jahre 1993 begann eine erste Umorientierung des Forschungsprogramms. Die Laserplasma-Arbeiten mit dem Hochleistungslaser Asterix, der in der Anfangsphase der Projektgruppe entwickelt und aufgebaut wurde, sind zum Abschluss gebracht worden. Schließlich wurde der Laser im Laufe des Jahres 1997 abgebaut und Ende 1998 nach Prag an das Institut für Plasmaphysik der Akademie der Wissenschaften transferiert, wo er in Zukunft betrieben wird. Durch diese Maßnahme ist Laborraum frei geworden, der für eine neue Abteilung zur Verfügung steht, die zur Zeit aufgebaut wird. Der neue Direktor ist Gerhard Rempe, der im März 1999 seine Arbeit am MPQ aufgenommen hat.
Zur Zeit hat das Institut 189 Mitarbeiter in den Abteilungen Laserphysik, Laserchemie und Laserspektroskopie. Die neue Abteilung Quantendynamik von Gerhard Rempe wird sich mit Experimenten mit ultrakalten Atomen befassen und deren Quantenverhalten studieren. Daneben gibt es die Arbeitsgruppen Laserplasmen und Theoretische Quantenoptik. Als Auswärtige Wissenschaftliche Mitglieder unterstützen Prof. M.O.  Scully von der Texas A&M University, College Station, in Texas/USA und Prof. R. Levine von der Hebrew University in Jerusalem/Israel die theoretischen und experimentellen Arbeiten.

Institutsprofil

Die wissenschaftlichen Arbeiten des MPQ befassen sich mit experimenteller und theoretischer Grundlagenforschung im Bereich der Licht-Materie-Wechselwirkung sowie mit der Entwicklung neuer Lasersysteme und deren Anwendung in der Atom- und Plasmaphysik. Schwerpunkte nehmen folgende Themen ein: Präzisionsspektroskopie am Wasserstoffatom (Antiwasserstoffatom) und an einzelnen gespeicherten Ionen; Studium von Quantenprozessen bei der Wechselwirkung von Strahlung mit einzelnen Atomen in Resonatoren; Experimente mit lasergekühlten ultrakalten Atomen zur Atomoptik und Bose-Einstein Kondensation. Weitere Themen sind: Strahlungswechselwirkung ultrakurzer Laserpulse mit Materie und die Untersuchung molekularer Prozesse in Gasen und an Oberflächen mit Hilfe von Lasermethoden.
Das Institut hat seit 1.1.1994 eine Außenstelle an der Universität Hannover zum Aufbau und Betrieb eines Gravitationswellendetektors eingerichtet. Im Rahmen dieses besonderen Laserexperimentes sollen Gravitationswellen nachgewiesen werden

Adressen


 

Max-Planck-Institut für Quantenoptik

Pressemeldungen

Leistungsspektrum

Weitere Informationen: http://www.mpq.mpg.de/