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Max-Planck-Institut für Physik


Das Max-Planck-Institut für Physik ist eines von etwa 80 eigenständigen Forschungsinstituten der Max-Planck-Gesellschaft. Gegründet 1917 in Berlin als Kaiser-Wilhelm-Institut für Physik, zog es in seiner ereignisreichen Geschichte mehrfach um, bis es 1958 unter den Direktoren Werner Heisenberg und Ludwig Biermann seinen heutigen Sitz in München fand.

Die Forschung des Instituts beschäftigt sich hauptsächlich mit den fundamentalen Bestandteilen der Materie, ihren Wechselwirkungen und ihrer Rolle in der Astrophysik.

Schwerpunkte der theoretischen Arbeiten sind die Feldtheorie der starken Wechselwirkung, phänomenologische Studien der Hochenergiephysik, das Studium möglicher Erweiterungen des Standardmodells der Elementarteilchenphysik und der mathematischen Grundlagen der Quantentheorie sowie offene Fragen der Astroteilchenphysik.

Die experimentellen Arbeiten umfassen sowohl die intensive Beteiligung an Hochenergiephysik-Experimenten, die von internationalen Kollaborationen an den großen Beschleunigern am DESY, in Brookhaven und am CERN durchgeführt werden, als auch die Durchführung von Astroteilchenphysik-Experimenten auf La Palma (Kanarische Inseln) und dem Gran Sasso Untergrundlabor.

In den Beschleuniger-Experimenten wird ein breites Spektrum aktueller Fragestellungen untersucht. Es reicht von Präzisionsmessungen der Vorhersagen und Parameter des Standardmodells der Teilchenphysik über Untersuchungen der Lepton-Quark Wechselwirkung und der inneren Struktur des Protons bis hin zur  Suche nach dem Quark-Gluon-Plasma, einem Zustand der Materie, der vermutlich in einem frühen Stadium des Universums kurz nach dem Urknall realisiert war. Weitere Arbeiten befassen sich mit Messungen der CP-Verletzung beim Zerfall von B-Mesonen, der genauen Untersuchung des Top Quarks, der Suche nach dem Higgs-Boson sowie der Suche nach Supersymmetrie am neuen LHC-Beschleuniger des CERN, der momentan aufgebaut wird. 

Die Aktivitäten im Bereich Astroteilchenphysik umfassen Untersuchungen der Quellen von hochenergetischer kosmischer Strahlung und die Suche nach schwach wechselwirkender Dunkler Materie. Einige kleinere Projekte runden das Forschungsprogramm ab.
Zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik betreibt das Max-Planck-Institut für Physik ein Forschungslabor, das sich mit der Entwicklung neuartiger, noch nicht kommerziell erhältlicher Halbleiter-Detektoren für die Experimente beider Institute befasst.

Das Institut wird durch ein Direktorium geleitet, welches sich aus S. Bethke, G. Buschhorn, N. Schmitz, L. Stodolsky und J. Wess zusammensetzt. In den theoretischen und experimentellen Gruppen des Instituts arbeiten mehr als 150 Wissenschaftler (eingeschlossen Gastwissenschaftler und Doktoranden).

Mehrere der Direktoren und wissenschaftlichen Mitarbeiter lehren an einer der beiden Münchener Universitäten, LMU und TUM. Zusätzlich bietet das Institut im Rahmen seiner experimentellen Projekte und theoretischen Arbeiten eine große Auswahl an Themen für die Anfertigung von Diplom- und Doktorarbeiten an. Seit vielen Jahren betreibt das Institut ein erfolgreiches Gästeprogramm, das es Wissenschaftlern aus aller Welt erlaubt, einen Forschungsaufenthalt am Max-Planck-Institut für Physik zu verbringen.

Adressen


 

Max-Planck-Institut für Physik

Pressemeldungen

Leistungsspektrum

Weitere Informationen: http://www.mppmu.mpg.de/