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Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik


Die Ursprünge des 1968 gegründeten Max-Planck-Institutes für Biologische Kybernetik liegen in der 1958 etablierten "Forschergruppe Kybernetik", die zunächst am Max-Planck-Institut für Biologie angesiedelt war. Der Forschungsschwerpunkt des Institutes liegt seit Beginn bei der Aufnahme und Verarbeitung von visueller Information im Nervensystem. Zunächst stand die Verhaltensanalyse des visuellen Systems von Insekten im Vordergrund. Fortschritte auf dem Gebiet der Perzeptionstheorie und Neuentwicklungen auf dem Gebiet der experimentellen Technologie haben dazu geführt, dass sich im Zuge von Neuberufungen der thematische Schwerpunkt des Institutes innerhalb der letzten 5 Jahre in Richtung "Aufklärung von kognitiven Prozessen" verschoben hat. Die beiden neuen Abteilungen "Kognitive Humanpsychophysik" (gegründet 1993) und "Physiologie der kognitiven Prozesse" (gegründet 1997) arbeiten mit komplementärem methodischen Ansatz an der systemanalytischen Aufklärung von komplexen Leistungen im Gehirn von Primaten. Es ist geplant, diese inhaltliche Ausrichtung des Institutes durch die Etablierung einer Abteilung "Theorie kognitiver Prozesse" zu ergänzen.

Arbeitsbereiche

In der Abteilung "Kognitive Humanpsychophysik" wird die visuelle und haptische Objekterkennung und die Orientierung und Navigation im Raum zusammen mit der jeweils zugrunde liegenden Informationsverarbeitung untersucht. Im Vordergrund steht dabei die Frage: Wie sind Form und Raum im Gehirn repräsentiert, so dass wir Gegenstände benennen und greifen oder uns im Raum (z. B. in fremden Städten) bewegen können? Der Einsatz von Computergrafik und die Methoden der "Virtual Reality" erlauben es, unter genau kontrollierten Bedingungen interaktive Experimente mit Versuchspersonen durchzuführen. Erste Umsetzungen der Ergebnisse in technische Sehsysteme erfolgten im Bereich der automatischen Synthese von Gesichtern und Gesichtsausdrücken und der automatischen Wegplanung von autonomen Robotern.
Direktor
Prof. Dr. Heinrich Bülthoff
Sekretariat
Dagmar Maier
Telefon: (+49 7071) 601 - 601

Die Abteilung "Vergleichende Neurobiologie" beschäftigt sich zum einen mit der vergleichenden Neurobiologie der Bewegungsdetektion bei Insekten, Tauben und Menschen, insbesondere mit der systemtheoretischen Analyse optisch ausgelöster Augenbewegungen. Zum anderen wird die neuronale Basis der Aufmerksamkeit und die Störung von Wahrnehmung und Kognition unter Zuhilfenahme von optischen Täuschungen, mittels der transkraniellen Magnetstimulation, sowie der Messung von evozierten Potentialen untersucht. In einem weiteren Forschungsansatz wird in Zusammenarbeit mit der Universität nach den neuronalen Ursachen des Zustandes der Narkose und deren Auswirkung auf Motorik, Gedächtnis und kognitive Leistungen bei Ratten gesucht.

Direktor
Prof. Dr. Kuno Kirschfeld
Sekretariat
Waltraud Laur
Telefon: (+49 7071) 601 - 581

Die Abteilung "Physiologie der kognitiven Prozesse" beschäftigt sich mit der visuellen Wahrnehmung bei Primaten. Forschungsschwerpunkte bilden dabei die folgenden Fragen: Welchen Einfluss haben bei der Objekterkennung (a) die Umgebung in der das Objekt sich befindet, (b) die Größe des Objektes und (c) die Oberflächenbeschaffenheit des Objektes? Wo im Gehirn ist die visuelle Wahrnehmung repräsentiert? Die Fragestellungen werden in kombinierten psychophysischen und elektrophysiologischen Experimenten unter Einbeziehung der Kernspinresonanztomographie untersucht. Die Tiere lernen Objekte zu klassifizieren und zu identifizieren.

Direktor
Prof. Dr. Nikos Logothetis
Sekretariat
Novella Bartolozzi
Telefon: (+49 7071) 601 - 651

Adressen


 

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Pressemeldungen

Leistungsspektrum

Weitere Informationen: http://www.kyb.tuebingen.mpg.de/