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Max-Planck-Institut für neurologische Forschung


Institutsprofil

Trotz gewisser Gegensätze zwischen experimenteller Grundlagenforschung und klinisch angewandter Forschung können Fortschritte in der Medizin nur erreicht werden, wenn beide Bereiche eng zusammenarbeiten und aufeinander befruchtend einwirken. Während die Grundlagenforschung um die Aufklärung physiologischer und pathophysiologischer Mechanismen bemüht ist, kann sich die die klinische Forschung nicht mit dem Verständnis krankheitsspezifischer Abläufe zufrieden geben, sondern muss immer nach Anwendung dieser Erkenntnisse zum Nutzen des Patienten streben. Letztlich sollten die diagnostischen Anstrengungen ihre Bestätigung in gezielten therapeutischen Maßnahmen finden. Eine grundlagenorientierte klinische Forschung ist besonders dann erfolgversprechend, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Verständnis für experimentelle Forschung aus eigener Erfahrung und Zugang zu eigenen Laboratorien
  • Zugang zu Patienten mit Erkrankungen. deren Pathophysiologie experimentell untersucht wird
  • Möglichkeit, wissenschaftliche Fragen der Beschäftigung mit dem Patienten direkt im Labor zu überprüfen
  • Verfügbarkeit oder Entwicklung von Methoden, die es erlauben, im Tiermodell gewonnene Erkenntnisse nicht-invasiv an Patienten zu überprüfen
  • Übertragung von pathophysiologischen Erkenntnissen auf Therapiestudien.

Diese Voraussetzungen sind im Max-Planck-Institut für neurologische Forschung gegeben. In der Abteilung für experimentelle Neurologie werden pathophysiologische und pathobiochemische Fragestellungen an klinisch relevanten experimentellen Modellen unter Anwendung eines breiten Methodenspektrums von der Molekularbiologie bis zur in vivo Kernspin-Spektroskopie untersucht. Die Abteilung für allgemeine Neurologie kooperiert sehr eng mit der Klinik für Neurologie der Universität zu Köln. Dadurch ist der direkte Zugang zum neurologischen Patientengut und die Rückkopplung mit den klinischen Problemen gewährleistet. Zusätzlich zur diagnostischen Routineausstattung der Klinik werden vom Max-Planck-Institut innovative apparative Einrichtungen zur klinischen Grundlagenforschung beigesteuert.

Arbeitsgebiete

  • Untersuchung regionaler physiologischer Variablen (Durchblutung, Sauerstoffverbrauch, Glukosestoffwechsel, Blutvolumen) im Gehirn mittels Positronen-Emissions-Tomographie (PET) unter physiologischen und pathologischen Bedingungen, insbesondere bei Schlaganfall, Hirntumoren, Demenzen und Epilepsien. Entwicklung therapeutischer Strategien (Heiss).
  • Pathophysiologie, Pathobiochemie und Therapie des experimentellen Hirninfarktes; Reanimation des Nervensystems nach Kreislaufstillstand, funktionelle NMR-Tomographie und Spektroskopie (Hossmann).

Besondere nationale bzw. internationale Kooperationen

  • Verbundprojekt Gentherapie von Hirntumoren mit Klinik für Stereotaktische Neurochirurgie, Institut für Genetik der Universität zu Klön und Fa.Qiagen
  • Kooperation mit der Klinik für Neurochirurgie München: Aktivierungsstudien bei Patienten mit niedriggradigen Gliomen.
  • Kooperation mit der Fa. Siemens/CTI: Entwicklung eines hochauflösenden PET-Forschungstomographen mit LSO (Lutetium Silikat-Detektor), dabei Kooperation mit Karolinska-Institut in Stockholm/Schweden, PET-Laboratory Louvain la Neuve/Belgien und Division of Nuclear Medicine and Biophysics, UCLA School of Medicine, Los Angeles, USA.
  • Beteiligung am Sonderforschungsbereich 194 "Strukturveränderung und Dysfunktion im Nervensystem" und am Förderschwerpunkt "Schlaganfall" des Kompetenznetzwerks für die Medizin (MedNet) des BMBF
  • Kooperation mit dem Fachbereich Biologie/Chemie der Universität Bremen zur Entwicklung und Anwendung von Spectroscopical Imaging-Verfahren
  • Network on Neuronal Apoptosis, Europäische Gemeinschaft, Biotech
  • Concerted Action on Thrombolysis (EMFATAS), Europäische Gemeinschaft, Biomed
  • Concerted Action on PET, Europäische Gemeinschaft,
  • Biomed Biomedizinischer Austausch von Wissenschaftlern und gemeinsame Projekte mit den Departments of Neurosurgery and Internal Medicine, University of Osaka/Japan, Departments of Neurology and Neurosurgery, Kejo University Tokyo/Japan, Department of Neurosurgery, Tokyo University, Tokyo/Japan und dem Center of Biomolecular Research, University of Utrecht Holland

Adressen


 

Max-Planck-Institut für neurologische Forschung

Pressemeldungen

Leistungsspektrum

Weitere Informationen: http://www.mpin-koeln.mpg.de