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Der Wissenschaftsrat


Aufgaben

Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder. Er hat die Aufgabe, Empfehlungen zur inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung sowie des Hochschulbaus zu erarbeiten. Seine Empfehlungen sollen mit Überlegungen zu den quantitativen und finanziellen Auswirkungen und ihrer Verwirklichung verbunden sein; sie sollen den Erfordernissen des sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens entsprechen. Der Wissenschaftsrat gibt Empfehlungen und Stellungnahmen im wesentlichen zu zwei Aufgabenfeldern der Wissenschaftspolitik ab, nämlich zu

  • den wissenschaftlichen Institutionen (Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen), insbesondere zu ihrer Struktur und Leistungsfähigkeit, Entwicklung und Finanzierung,

  • übergreifenden Fragen des Wissenschaftssystems, zu ausgewählten Strukturaspekten von Forschung und Lehre sowie zur Planung, Bewertung und Steuerung einzelner Bereiche und Fachgebiete.

Organisation, Struktur und Arbeitsweise

Der Wissenschaftsrat ermöglicht zu diesen Fragen einen kontinuierlichen Dialog zwischen Wissenschaft und Politik, denn in ihm wirken Wissenschaftler und Repräsentanten des öffentlichen Lebens gleichberechtigt mit den Vertretern von Bund und Ländern zusammen. Er ist eine Einrichtung der Politikberatung und ein Instrument des kooperativen Föderalismus zur Förderung der Wissenschaft in Deutschland. Der Wissenschaftsrat übernimmt damit eine doppelte Vermittlungsfunktion, nämlich zwischen Wissenschaft und Politik sowie - entsprechend der föderalen Struktur der Bundesrepublik - zwischen Bund und Ländern.

Träger des Wissenschaftsrates sind gemeinsam die Regierungen des Bundes und der sechzehn Länder. Er besteht aus zwei Kommissionen, der Wissenschaftlichen Kommission und der Verwaltungskommission, die in der Vollversammlung zusammentreten und dort Beschlüsse - insbesondere zur Verabschiedung von Empfehlungen und Stellungnahmen - fassen.

Die Wissenschaftliche Kommission hat 32 Mitglieder. Sie werden vom Bundespräsidenten berufen, und zwar 24 Wissenschaftler auf gemeinsamen Vorschlag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (MPG), der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) sowie acht Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auf gemeinsamen Vorschlag der Bundesregierung und der Landesregierungen.

Die Verwaltungskommission besteht aus 22 Mitgliedern, wobei die Vertreter der sechzehn Länder jeweils eine Stimme und die sechs Vertreter des Bundes sechzehn Stimmen führen. Die Vollversammlung hat somit 54 Mitglieder, die zusammen 64 Stimmen führen. Die Beschlüsse des Wissenschaftsrates werden in der Vollversammlung gefasst und müssen von einer Zweidrittelmehrheit getragen werden; dies fördert die Suche nach konsensfähigen Lösungen.

Die in den Wissenschaftsrat berufenen Wissenschaftler sollen weder Interessenvertreter eines Faches noch einer bestimmten Institution oder Organisation sein. Es wird von ihnen erwartet, dass sie wissenschaftliche Exzellenz mit wissenschaftspolitischer Kompetenz und Erfahrung verbinden.

Die Vollversammlung beschließt jährlich das Arbeitsprogramm. Zur Bearbeitung der einzelnen Vorhaben werden Ausschüsse und Arbeitsgruppen eingesetzt, denen Mitglieder der beiden Kommissionen angehören. In den - in der Regel durch externe Sachverständige aus dem In- und Ausland ergänzten - Ausschüssen und Arbeitsgruppen werden die Vorlagen erarbeitet, die dann nach vorheriger Beratung und Beschlussfassung ind der Wissenschaftlichen Kommission und in der Verwaltungskommission in der Vollversammlung des Wissenschaftsrates verabschiedet werden.

An der Spitze des Wissenschaftsrates steht der/die Vorsitzende; er/sie wird jeweils für ein Jahr gewählt und kann, solange er/sie Mitglied des Wissenschaftsrates ist, auch wieder gewählt werden. Der/die Vorsitzende vertritt den Wissenschaftsrat nach außen. Kommissionen und Vollversammlung treten in der Regel viermal jährlich zusammen. Die Empfehlungen und Stellungnahmen des Wissenschaftsrates werden veröffentlicht und können über die Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates bezogen werden. Empfehlungen und Stellungnahmen neueren Datums sind auch auf dieser Homepage als Volltext veröffentlicht und können abgerufen werden.

Die Vollversammlung, die beiden Kommissionen sowie Ausschüsse und Arbeitsgruppen werden von der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates mit rund 55 Mitarbeitern unterstützt. Sie wird vom Generalsekretär des Wissenschaftsrates geleitet. Sitz des Wissenschaftsrates ist Berlin. Die Geschäftsstelle befindet sich in Köln.


 

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