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Paul-Ehrlich-Institut


Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) ist eine selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit(BMG). Das Institut ist zuständig für die Zulassung und Chargenfreigabe von (immun)biologischen Arzneimitteln im Humanbereich und von Mitteln im Veterinärbereich. Die Aufgaben des PEIergeben sich grundlegend aus Artikel 1 Abs. 2 des Gesetzes über die Errichtung eines Bundesamtes für Sera und Impfstoffe vom 7. Juli 1972 (Bundesgesetzblatt I S. 1163). Sie werden ergänzt und modifiziert durch die Regelungen des Arzneimittelgesetzes und des Tierseuchengesetzes/der Tierimpfstoffverordnung. Durch die Prüfung von Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit trägt das Paul-Ehrlich-Institut zur Sicherheit der Arzneimittel und Mittel bei. Dazu gehört auch die zentrale Erfassung und Auswertung der Meldungen über die unerwünschten Arzneimittelwirkungen sowie die Koordination der erforderlichen Maßnahmen zur Abwehr von Arzneimittelrisiken. Das Institut berät das BMG und das BML und arbeitet mit verschiedenen europäischen und internationalen Institutionen zusammen. Als externe Sachverständige unterstützen und beraten Mitarbeiter des PEI die Bundesländer bei der Prüfung und Kontrolle von Blutspende-Einrichtungen, Plasmapherese-Zentren und sonstigen Herstellungsstätten. Zur Risikovorsorge kann das Institut Arzneimittelherstellern und Blutspendediensten Auflagen erteilen.

Neben den Amtsaufgaben der Zulassung und Chargenprüfung betreiben alle wissenschaftlichen Abteilungen des PEI Grundlagen- und angewandte Forschung. Diese Forschungsarbeiten liefern das wissenschaftliche Rüstzeug, um beispielsweise neue Standardpräparate und standardisierte Messverfahren zu etablieren und um die Qualitätskontrolle für Medikamente, Impfstoffe und Diagnostika zu optimieren. Die verschiedenen Forschungsvorhaben werden häufig in enger Kooperation mit anderen Forschungsgruppen aus dem In- und Ausland durchgeführt und in vielen Fällen zumindest teilweise über Drittmittel finanziert. International arbeitet das Paul-Ehrlich-Institut mit verschiedenen Forschungseinrichtungen und Institutionen zusammen, etwa mit der Weltgesundheitsorganisation(WHO). Es ist gegenwärtig WHO Collaborating Centre für die Standardisierung und Verteilung von Allergenen, für die Qualitätskontrolle von Impfstoffen und WHO Collaborating Sub-Centre für AIDS.

Das Paul-Ehrlich-Institut engagiert sich schon seit Jahren im Bereich der Berufsausbildung. Zu den Ausbildungsberufen Biologielaborant/in, Energieelektroniker/in(Fachrichtung Betriebstechnik) und Fachangestellte/r für Bürokommunikationist 1998 auch die Ausbildung zum/zur Tierpfleger/in(Fachrichtung Versuchs- und Haustierpflege) hinzugekommen. 1999 bildet das PEI Jugendliche erstmals zum/zur Fachinformatiker/in(Fachrichtung Systemintegration) aus. Im Jahr 2000 kommt dann die Ausbildung zum/zur Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste Fachrichtung Bibliothekhinzu. Das Institut bildet jedes Jahr in den Fachrichtungen Biologielaborant/in und Fachangestellte/r für Bürokommunikation aus, in den anderen Fachrichtungen je nach Bedarf. 1997 hat die Industrie- und Handelskammer in Offenbach am Main das Paul-Ehrlich-Institut für sein Engagement bei der Berufsausbildung von Jugendlichen ausgezeichnet.

Einen besonderen Stellenwert in den Forschungsarbeiten des Instituts nimmt die Entwicklung von Ersatzmethoden zum Tierversuch ein. Projekte mit diesem Hintergrund finden sich heute in fast allen wissenschaftlichen Abteilungen des PEI. Sie werden von der Abteilung Veterinärmedizin koordiniert. In den letzten Jahren konnten Mitarbeiter des PEI mehrfach Erfolge bei solchen Forschungsarbeiten verbuchen. So wurde eine Gruppe mit dem Tierschutzforschungspreis 1994 des Bundesministeriums für Gesundheit ausgezeichnet. Eine weitere Gruppe hat 1995 den europäischen Tierschutzforschungspreis der F.I.S.E.A.(Internationale Stiftung für Alternativ-Methoden zum Tierversuch) erhalten. Durch die Arbeiten dieser Gruppe konnte der Test auf anomale Toxizität’ europaweit gestrichen werden, was allein für Deutschland bei Herstellern und Prüfbehörden zu einer Einsparung von jährlich 20.000 Mäusen und Meerschweinchen führt.


 

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