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Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung


Das ZEW arbeitet auf dem Gebiet der anwendungsbezogenen empirischen Wirtschaftsforschung. Dabei hat es sich insbesondere durch die Bearbeitung international vergleichender Fragestellungen im europäischen Kontext sowie den Aufbau wissenschaftlich bedeutender Datenbanken national und international profiliert. Die zentralen Aufgaben des ZEW sind die wirtschaftswissenschaftliche Forschung, die wirtschaftspolitische Beratung sowie der Wissenstransfer. Dabei wendet sich das Institut an Entscheider in Politik, Wirtschaft und Verwaltung, Wissenschaftler im nationalen und internationalen Bereich sowie die interessierte Öffentlichkeit. Stellvertretend für die Vielzahl der vom ZEW bereit gestellten aktuellen Informationen sei hier nur auf die regelmäßigen Befragungen zur Lage an den Finanzmärkten und bei den unternehmensnahen Dienstleistern verwiesen sowie auf die großen jährlichen Studien zur technologischen Leistungsfähigkeit und zur Innovationstätigkeit der Wirtschaft.

Das ZEW ist ein gemeinnütziges wirtschaftswissenschaftliches Forschungsinstitut in der Rechtsform einer GmbH. Es wurde 1990 auf Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der Wirtschaft des Landes und der Universität Mannheim gegründet und nahm im April 1991 die Arbeit auf. In der Folgezeit ist das Institut rasant gewachsen. Heute arbeiten am ZEW 115 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen 78 wissenschaftlich tätig sind. An der Spitze des Forschungsinstituts stehen Professor Dr. Wolfgang Franz (Präsident/wissenschaftliche Leitung) und Ernst-O. Schulze (Direktor/kaufmännische Leitung). Die hohe Qualität der am Institut geleisteten Forschungsarbeit wurde vom Wissenschaftsrat anlässlich der Evaluation des ZEW im Jahre 1998 bestätigt und durch die Empfehlung, das ZEW in die gemeinsame Bund-Länder-Förderung ("Blaue Liste") aufzunehmen, nach außen hin dokumentiert.


Forschungsansatz und Forschungsbereiche

Bei seiner Forschungsarbeit verfolgt das ZEW in erster Linie einen mikroökonomischen und mikroökonometrischen Forschungsansatz und arbeitet, wo die Problemstellung dies erfordert, eng mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen zusammen. Dabei hat sich das Forschungsinstitut unter anderem durch die Bearbeitung international vergleichender Fragestellungen im europäischen Kontext sowie den Aufbau von Datenbanken, die als Grundlage für die wissenschaftliche Forschungsarbeit herausragende Bedeutung haben, national und international profiliert. Ausgewählte Datenbestände stellt das ZEW auch Externen auszugsweise zum Zwecke wissenschaftlicher Forschung zur Verfügung. Organisatorisch gegliedert ist das ZEW in die folgenden fünf Forschungsbereiche:

  • Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement;
  • Arbeitsmärkte, Personalmanagement und Soziale Sicherung;
  • Industrieökonomik und Internationale Unternehmensführung;
  • Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft;
  • Umwelt- und Ressourcenökonomik, Umweltmanagement.

Die Qualität der in den Forschungsbereichen geleisteten Arbeit sowie deren Orientierung am Forschungsprogramm des Instituts wird durch eine regelmäßige Evaluation sicher gestellt. Die Evaluation erfolgt durch den wissenschaftlichen Beirat des ZEW, der mit renommierten in- und ausländischen Fachwissenschaftlern sowie mit Führungskräften aus Wirtschaft und Verwaltung besetzt ist.


Nationale und internationale Zusammenarbeit

Das Institut pflegt eine intensive Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Kooperationspartnern, insbesondere Universitäten und wirtschaftswissenschaftlichen Forschungseinrichtungen in Europa und den USA. Auf diese Weise ist das ZEW in ein dichtes nationales und internationales Forschungsnetzwerk eingebunden. Durch die Anwesenheit von Gastwissenschaftlern am ZEW sowie durch die Veranstaltung wissenschaftlicher Workshops mit in- und ausländischer Beteiligung wird diese Netzwerkbildung gefördert. Im jährlich durchgeführten ZEW Summer Workshop wird insbesondere die weitere Qualifizierung des wirtschaftswissenschaftlichen Nachwuchses betrieben. Eine besonders enge Kooperation besteht mit der Universität Mannheim. So ist der Präsident des ZEW zugleich Inhaber eines Lehrstuhls an der dortigen Fakultät für Volkswirtschaft. Große Bedeutung für die ZEW-Forschung hat die Institution des Forschungsprofessors. Dabei handelt es sich um Universitätsprofessoren, die Projektleiterfunktion im ZEW wahrnehmen und auf diese Weise immer wieder neue Denkanstöße und wissenschaftliche Erkenntnisse in die Forschungsarbeit des Instituts einbringen.


Wissenstransfer

Der Transfer der Forschungsergebnisse des ZEW an Unternehmen, Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit erfolgt über entsprechende Mitteilungen an die Medien, durch Vorträge sowie Stellungnahmen und Gutachten, via Internet und in Form verschiedener Publikationen. So verfügt das ZEW mit den ZEW Economic Studies, den ZEW Wirtschaftsanalysen sowie der Umwelt- und Ressourcenökonomie über drei eigene Schriftenreihen sowie über eine Reihe von Zeitschriften wie etwa die ZEWnews und das EUmagazin, die national und auch international verbreitet werden. Darüber hinaus stellt das Forschungsinstitut sein Know-how zur Verfügung, indem es wissenschaftlich fundierte Seminare für Fach- und Führungskräfte aus dem In- und Ausland anbietet.


Finanzierung der Forschungsarbeit

Das Gesamtbudget des ZEW beträgt im Jahr 2000 rund 20 Millionen DM. Die Zuwendungen des Gesellschafters Land Baden -Württemberg, die vor allem in die nicht auftragsgebundene wirtschaftswissenschaftliche Forschung und die Finanzierung der Infrastruktur fließen, bilden mit rund 60 Prozent die wichtigste Finanzierungsgrundlage für die Forschungsarbeit des ZEW. Die restlichen 40 Prozent an Finanzmitteln entstammen fast ausschließlich drittmittelfinanzierten Forschungsprojekten. Auftraggeber und Förderinstitutionen sind die Europäische Kommission, Ministerien und Einrichtungen des Bundes und der Länder, Unternehmen und Verbände, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, Stiftungen (zum Beispiel Volkswagen Stiftung oder Thyssen Stiftung) und nationale und internationale Organisationen. Ideelle und finanzielle Unterstützung erfährt das ZEW auch durch den 1993 gegründeten Förderkreis Wissenschaft und Praxis am ZEW e.V. Seine Mitglieder sind Unternehmen, die ihren Sitz vorwiegend im Rhein-Neckar-Dreieck aber auch an anderen Standorten in Baden-Württemberg oder außerhalb dieses Bundeslands haben.


Jahresbericht

Sofern Sie noch weitere Informationen über das ZEW und seine Arbeit wünschen, schauen Sie bitte in unseren ausführlichen Jahresbericht.


 

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
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