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Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz


Am 9. Juli 1949 wurde die Akademie der Wissenschaften und der Literatur gegründet. Es waren vor allem Mitglieder der Preußischen Akademie der Wissenschaften, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Berlin ihre wissenschaftliche Heimat verloren, in den Westen übersiedelten und in Mainz mit Unterstützung der französischen Kultusbehörde die Akademie gründeten. Sie ist eine Vereinigung von Wissenschaftlern und Literaten und sieht sich in der Tradition von Gottfried Wilhelm Leibniz, der während seiner Tätigkeit am Hofe des Mainzer Kurfürsten (1668/69) ein Konzept entwickelte, das auch heute noch die Grundlage moderner Akademien der Wissenschaften darstellt.

Satzungsgemäß dient die Akademie in Mainz der Pflege der Wissenschaften und der Literatur und wirkt auf diese Weise für die Bewahrung und Förderung der Kultur. Sie gliedert sich in drei Klassen: die Mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse, die Geistes- und sozialwissenschaftliche Klasse und die Klasse der Literatur. Jede Klasse umfasst 30 ordentliche und bis zu 50 korrespondierende Mitglieder. Die ordentlichen Mitglieder sind Professoren oder Schriftsteller, die aus der ganzen Bundesrepublik gewählt werden; als korrespondierende Mitglieder werden international renommierte Wissenschaftler kooptiert.

Die Akademie in Mainz ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie ist wie alle deutschen Akademien der Wissenschaften einerseits Gelehrte Gesellschaft, andererseits Trägerin von Forschungsvorhaben der verschiedensten Richtungen und Veranstalter wissenschaftlicher Tagungen.

Der Schwerpunkt der Akademiearbeit liegt auf dem Gebiet langfristiger Grundlagenforschung, die in der Regel nicht durch andere Institutionen (Deutsche Forschungsgemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Großforschungseinrichtungen oder Universitäten) gefördert werden. Die Akademie in Mainz betreut z.Z. 45 Forschungsvorhaben, deren Arbeitsstellen neben Rheinland-Pfalz in zehn weiteren Bundesländern angesiedelt sind. Die vom Land Rheinland-Pfalz gewährte Grundausstattung und die gemeinsame Forschungsförderung der Akademievorhaben durch Bund und Länder erreichen zusammen mit Drittmitteln einen Jahresetat von rund 25 Mio DM; es werden nahezu 150 Wissenschaftler beschäftigt.

Forschungsschwerpunkte der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse sind vor allem langjährige Beobachtungen und Datensammlungen, auf den Gebieten der Alternsforschung und der biologischen Grundlagenforschung sowie der Geowissenschaften. In der Geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse werden Langzeitvorhaben betreut: z.B. die Neubearbeitung der Regesta Imperii, die Herausgabe von wissenschaftlichen Wörterbüchern, die Edition mittelalterlicher Inschriften der Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und des Saarlandes sowie die Dokumentation mittelalterlicher Glasmalerei (CVMA).

Von der Klasse der Literatur werden u.a. die Mainzer Reihe und die Tagebücher Hans Erich Nossacks herausgegeben. Im Auftrag der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordiniert die Akademie in Mainz bedeutende musikwissenschaftliche Editionen (u.a. Bach, Händel, Gluck, Mozart, Haydn, Schönberg). Ferner koordinierte die Akademie bis 1998 auch den Förderschwerpunkt Terrestrische Paläoklimatologie im Rahmen des Klimaforschungsprogramms der Bundesregierung.

Zwischen 1991 und 1998 organisierte die Akademie in Zusammenarbeit mit den Hochschulen des Landes und den Ministerien für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung sowie Umwelt und Forst Rheinland-Pfalz eine Kolloquienreihe zu Fragen der Ökosystemanalyse und Umweltforschung.

Eine neue Initiative hat die Akademie mit der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ergriffen: Sie eröffnet mit den Colloquia Academica jüngeren Wissenschaftlern die Möglichkeit, sich in Vortrag und Diskussion einer fachkompetenten Öffentlichkeit vorzustellen; mit der Vergabe von Stipendien und Nachwuchspreisen bietet sie jungen Wissenschaftlern finanzielle Unterstützung und ideelle Anerkennung. Mit finanzieller Unterstützung durch die Volkswagen-Stiftung fördert die Akademie den Aufbau eines germanistischen Studienganges an der Lucian Blaga-Universität Hermannstadt (Sibiu), Rumänien

Seit einigen Jahren hat die Akademie auch die Aufgabe übernommen, komplexe Sachverhalte, die für staatliche Entscheidungen von Bedeutung sind, im Rahmen von Symposien grundlegend zu diskutieren. Die Schwerpunkte liegen derzeit auf den Gebieten Ethik und Medizin sowie Marktwirtschaft und Finanzpolitik.


 

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz
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55131 Mainz
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