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Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung


Forschungskonzeption

Unter dem Leitthema "Entwicklungstendenzen, Anpassungsprobleme und Innovationschancen moderner demokratischer Gesellschaften" wird am WZB sozialwissenschaftliche Grundlagenforschung in ausgewählten Problemfeldern durchgeführt. Die Verschränkung von Grundlagenorientierung und Problembezug findet in den Aufgabenstellungen der Forschungsabteilungen, Forschungsgruppen und Forschungsprofessuren ihren spezifischen Ausdruck. Die Forschungseinheiten vertreten theoretisch-konzeptionelle Perspektiven verschiedener sozialwissenschaftlicher Fachdisziplinen und sind in der Regel in Forschungsschwerpunkten zusammengefasst, die fachübergreifende Dimensionen eines gesellschaftlichen Problemfelds bezeichnen. Die Forschungsarbeiten des WZB richten sich auf Fragen, an deren Lösung in Gesellschaft und Politik ein besonderes Interesse besteht. Sie folgen jedoch nicht kurzfristigen Bedarfsgesichtspunkten, sondern sind langfristig ausgerichtet. Eingebunden in größere wissenschaftliche Diskussionszusammenhänge und in enger Verbindung zu der wissenschaftlichen Tätigkeit der Hochschulen und anderer Forschungsinstitutionen tragen die Forschungen sowohl zu praktischen Problembearbeitungen als auch zur weiteren Theorieentwicklung bei. Charakteristisch für die meist empirischen Forschungsarbeiten des WZB, deren Ergebnisse an Wissenschaft und Praxis vermittelt werden, ist neben einem multidisziplinären Zugang ein international vergleichender Ansatz. Dieser betraf zunächst fast ausschließlich westliche industrialisierte (OECD-) Staaten, richtet sich in letzter Zeit verstärkt auf die Europäische Union und erstreckt sich mehr und mehr auf mittel- und osteuropäische Länder zur Analyse der dortigen Transformationsprozesse.

Bauteil A, mit Bauteil B
(Foto: Klaus Lehnartz)

Je nach den Forschungsinteressen und -kompetenzen bestehen Kooperationen mit in- und ausländischen wissenschaftlichen Einrichtungen zur Durchführung wissenschaftlicher Forschungsvorhaben. Aus der Einbindung in ausländische und internationale Förderprogramme und Schwerpunktsetzungen folgt auch ein wachsender Austausch über Forschungsstrukturen und forschungspolitische Strategien und über die Strukturvoraussetzungen für gemeinsame Forschungsarbeiten insbesondere auf europäischer Ebene.

Intensive Kooperationsbeziehungen haben sich vor allem mit Forschungseinrichtungen in den USA, in Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden sowie in skandinavischen Ländern, aber auch in Japan entwickelt. Netzwerke der Projektzusammenarbeit sind in den letzten Jahren mit einzelnen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen in den osteuropäischen Ländern geknüpft worden; verstärkt haben sich auch Verbindungen mit italienischen, spanischen und griechischen Sozialwissenschaftlern sowie, in besonderen Einzelakzenten, auch Forschungsbeziehungen mit Israel. Mit dem Institut für Philosophie und Soziologie (IFIS) der Polnischen Akademie der Wissenschaften (Warschau) besteht seit 1996 ein förmlicher Kooperationsvertrag.

Diesen Beziehungen entsprechend hält sich regelmäßig eine größere Zahl von Gastwissenschaftlern und Gastwissenschaftlerinnen am WZB auf, deren Arbeiten in Berlin vom jeweiligen Projektzusammenhang abhängen. Die Einladung an das WZB folgt nicht einem förmlichem Austausch- oder Stipendienprogramm, sondern ergibt sich aus der Zielsetzung der einzelnen Forschungseinheiten des WZB mit ihren jeweiligen Forschungsprogrammen. Unter übergreifenden Gesichtspunkten der Bearbeitung umfassenderer Fragestellungen und unter allgemeinen Vorzeichen der Strukturentwicklung sozialwissenschaftlicher Forschung lädt der Präsident zusätzlich einzelne Wissenschaftler zu Gastaufenthalten und Seminaren an das WZB ein.

In diesem Zusammenhang steht auch die Karl W. Deutsch-Gastprofessur, die das WZB in Erinnerung an den großen Politikwissenschaftler und langjährigen WZB-Direktor jährlich international ausschreibt. Sie bietet einer/einem jüngeren Gastwissenschaftler/in einen zweimonatigen Forschungsaufenthalt am WZB, der in der Regel der Mitarbeit an der abteilungsübergreifenden Thematik eines künftigen WZB-Jahrbuchs dient.

Bibliothek, Serviceebene
Foto © Jürgen Richter 2001

Als Institut der Blauen Liste gehört das WZB zur Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL). Es ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft sozialwissenschaftlicher Forschungseinrichtungen (ASI), des European Consortium for Political Research (ECPR) und einiger weiterer Vereinigungen sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Forschung.

 


 

Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
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