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Deutsches Elektronen-Synchrotron

Der scharfe Blick ins Innerste der Materie

 
 
Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY)
Notkestraße 85
22607 Hamburg

Tel.: +49 (0)40 89980
Fax: +49 (0)40 8998 3282
desyinfo@desy.de

www.desy.de
Tätig im Forschungsbereich
Struktur der Materie

Um das Kleinste zu sehen, braucht es die größten Apparaturen: Mit großen Teilchenbeschleunigern erforscht das Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg die Struktur der Materie und trägt dazu bei, die fundamentalen Fragen der Physik zu beantworten. Ein besonderes Licht, die Synchrotronstrahlung, ermöglicht Untersuchungen in vielen Naturwissenschaften. Etwa 1 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei DESY wirken daran mit, diese Hochenergie-Beschleuniger zu entwickeln, zu bauen und zu betreiben. Zusätzlich sind 2 900 Wissenschaftler aus 33 Nationen an den DESY-Forschungen beteiligt.

Für die Elementarteilchenforschung bietet das Hamburger Helmholtz-Zentrum einen leistungsfähigen Hochenergie-Beschleuniger: Die Hadron-Elektron-Ring-Anlage HERA ist weltweit einmalig. Den Speicherring DORIS betreibt DESY als intensive Synchrotronstrahlungsquelle für Untersuchungen mit elektromagnetischer Strahlung, am PETRA-Beschleuniger gibt es drei zusätzliche Messplätze.

Geplante Zusammenstöße liefern Erkenntnis

Der unterirdische HERA-Tunnel misst 6 336 Meter im Umfang. Er beherbergt zwei übereinander liegende Speicherringe. In ihnen kreisen auf hohe Energien beschleunigte Elektronen und Protonen. An zwei Stellen werden sie von den Wissenschaftlern aufeinander gelenkt und gezielt zum Zusammenstoß gebracht. Aus den Spuren, die die dabei entstehenden Teilchenschauer in den Detektoren H1 Und ZEUS hinterlassen, gewinnen Physiker Erkenntnisse über das Innere des Protons. Ausschließlich den Elektronenstrahl von HERA nutzt das Experiment HERMES; damit untersuchen die Helmholtz-Wissenschaftler den inneren Drehimpuls des Protons.

Das kontinuierliche Spektrum der Synchrotronstrahlung nutzen Physik, Geophysik, Chemie und Biologie, die Materialwissenschaften und die industrielle Forschung und Entwicklung. Das Hamburger Synchrotronstrahlungslabor HASYLAB bei DESY dient der Grundlagenforschung und anwendungsnahen Untersuchungen. Industrieunternehmen steht eine Servicegruppe zur Verfügung.

DESY in Zukunft

Ab 2004 können die HASYLAB-Forscher an einem Freie-Elektronen-Laser (FEL) experimentieren, der Laserlicht höchster Güte im Vakuum-Ultraviolett-Bereich erzeugen wird. Zudem soll der Beschleuniger PETRA ab 2007 zur weltweit brillantesten Speicherring-Röntgenstrahlungsquelle ausgebaut werden. Intensives und kurz gepulstes Röntgenlaserlicht soll der in europäischer Zusammenarbeit geplante Röntgenlaser (X-FEL) bei DESY erzeugen, der in einer Grundsatzentscheidung vom Bundesforschungsministerium bewilligt wurde. Für die Zukunft der Teilchenphysik bietet der TESLA-Linearcollider weitreichende Möglichkeiten. In einem Linearbeschleuniger, für den derzeit kein deutscher Standort vorgeschlagen wird, sollen hochenergetische Elektron-Positron-Kollisionen den Physikern Einblick in die Geschehnisse unmittelbar nach dem Urknall geben.  


 

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Weitere Informationen: http://www.desy.de/html/home/index.html