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Gesellschaft für Schwerionenforschung

Mit Höchstgeschwindigkeit zu neuem Wissen

 
Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI)
Planck-Straße 1
64291 Darmstadt

Tel.: +49 (0)6159 71-0
Fax: +49 (0)6159 71-2785
presse@gsi.de

www.gsi.de
Tätig in den
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Gesundheit
Struktur der Materie

Forschung kann Tempo machen: Mit bis zu 90 Prozent der Lichtgeschwindigkeit rasen Ionen aus der modernen Beschleunigeranlage der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt. Ionen - das sind Atome, denen ein Teil der Elektronenhülle entfernt wurde. Mit ihrer Hilfe können die Forscher am GSI so unterschiedliche Projekte verfolgen wie die Synthese von sechs superschweren chemischen Elementen oder eine Strahlentherapie für die Behandlung von Tumorpatienten.

Die Voraussetzung für die Arbeit der insgesamt 765 Beschäftigten der GSI schaffen leistungsstarke Großgeräte: Der 120 Meter lange Linearbeschleuniger UNILAC (Universal-Linear-Accelator) und das Schwer-Ionen-Synchrotron (SIS) mit 70 Metern Durchmesser beschleunigen die Ionen auf extreme Geschwindigkeit und tanken sie dabei mit hoher Energie auf. In einem so genannten Target zerfallen die Ionen dann zu Kernbruchstücken. Diese lassen sich nach Masse und Ordnungszahl trennen und in einem Speicher-Ring sammeln.

Den Darmstädter Forschern steht ein weltweit einzigartiges Instrumentarium für die Grundlagenforschung und das anwendungsorientierte Arbeiten zur Verfügung. Sie können mit Strahlen von radioaktiven Atomkernen, mit völlig ionisierten Atomen und sogar mit nackten Urankernen arbeiten. Über dreißig Experimentierplätze, die mit modernsten Spektrometern und Detektorsystemen ausgestattet sind, bieten hervorragende wissenschaftliche Arbeitsbedingungen.

Kern- und Atomphysik sind die Schwerpunkte

Kern- und atomphysikalische Experimente bilden das Hauptarbeitsgebiet der Gesellschaft für Schwerionenforschung. Außerdem arbeiten die Forscherinnen und Forscher in der Plasmaphysik, der Materialforschung, der Biophysik, der Beschleunigerentwicklung und in der Strahlenmedizin. Schon über 100 Tumor-Patienten haben sich mit Ionenstrahlen behandeln lassen – in einer Pilotstudie im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes des GSI mit der Radiologischen Universitätsklinik Heidelberg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) sowie dem Forschungszentrum Rossendorf.

Für die Zukunft plant das GSI zusammen mit den Hochschulen eine neue Beschleunigeranlage für die Forschung mit Ionen- und Antiprotonenstrahlen. Im Jahr 2010 könnten dort die ersten Experimente stattfinden.


 

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