Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Logo

Universität Rostock


Universität Rostock - "TRADITIO et INNOVATIO"

Die ALMA MATER ROSTOCHIENSIS, gegründet 1419, ist eine der ältesten Universitäten Deutschlands und die älteste im Ostseeraum.

Mit der Juristischen und der Medizinischen Fakultät sowie der Facultas artium, der späteren Philosophischen Fakultät, nahm die Universität seinerzeit den Lehrbetrieb auf. Die Theologische Fakultät vervollständigte erst ab 1432 den Rahmen der vier Traditionsfakultäten eines "studium generale".

Blicken wir zurück auf die nunmehr fast 580jährige Universitätsgeschichte und benennen für die Gesamtdauer ein Generalthema, so wäre dies wohl ohne Zweifel das wechselvolle Ringen um die Rechte auf Autonomie sowie um die Freiheit der Lehre und des Meinungsstreits. Sie waren in der Vergangenheit gegen vielfältige kirchliche oder weltliche Einflüsse zu verteidigen.

So hat bis heute die verpflichtende Sentenz "DOCTRINA MULTIPLEX - VERITAS UNA" über dem Portal des 130 Jahre alten Hauptgebäudes nichts an Aktualität eingebüßt. Sie will besagen, dass an dieser Stätte des Geistes im Sinne der Freiheit von Forschung und Lehre viele Lehrmeinungen um der einen Wahrheit willen vertreten sein mögen.

Ob am Ende eines Studiums das Diplom, der Magisterabschluss oder das Staatsexamen steht, alle Studiengänge, die an der Rostocker Universität belegt werden können, sind auf die Bedürfnisse der beruflichen Praxis und des Arbeitsmarktes ausgerichtet. Unter dem Leitspruch "TRADITIO et INNOVATIO" wird jungen Leuten in Lehre und Forschung ein außerordentlich breites Fächerspektrum und eine zukunftsorientierte Ausbildung angeboten.

Das günstige und damit intensive Betreuungsverhältnis zwischen Studenten und Lehrkräften sowie die moderne Ausstattung der Laboratorien sichern den Studenten die Möglichkeit, das Studium innerhalb der Regelstudienzeit zu beenden.

Die Ende 1993 in Rostock gegründete Hochschule für Musik und Theater ist eine sinnvolle Ergänzung des Studienangebotes der Universität und eine Bereicherung des kulturellen Lebens der Stadt.

Was Rostock als Hochschulstandort für Lehrende und Studierende gleichermaßen so attraktiv und sympathisch macht, ist nicht nur die Nähe der Ostsee und die gute Verkehrsanbindung, sondern auch die Mischung aus Großstadt und Überschaubarkeit, aus Wirtschaftszentrum und Naturraum sowie die sich zugunsten einer Universitäts- und Hansestadt entwickelnde Infrastruktur.

Das Freizeitangebot für Studenten kann sich sehen lassen. Mehr als zehn Studentenclubs bieten ein vielfältiges Angebot, das von Livemusik, Literatur, Film, Getränken, Frühstückskaffee, Gesprächen, Tanz bis zum "Man trifft sich" reicht. Alle Clubs verwalten sich selbst und freuen sich über neue Mitglieder.

Studierende und Mitarbeiter, die selbst gerne musizieren, finden jederzeit Aufnahme im Universitätschor und im Collegium musicum.

Der Bereich Studentensport und die Hochschulsportgemeinschaft bieten in über 20 Sportarten und vielen Kursen für jeden etwas an.


Die Universität Rostock - aus Tradition innovativ

Trotz der geistigen und politischen Enge in der DDR-Zeit und den damit verbundenen Schwierigkeiten zur internationalen Kontaktaufnahme und Zusammenarbeit konnte die Universität Rostock dank des Engagements der Wissenschaftler, Mitarbeiter und Studenten ihren guten Ruf wahren. Im Herbst 1989 nutzte die Universität Rostock rasch und konsequent die gebotene Chance zu einem selbstbestimmten demokratischen Neubeginn. Im dem komplizierten Prozess der personellen, strukturellen und inhaltlichen Erneuerung der Universität (an einer innovativen Hochschule sollte er immer währen) wurde viel erreicht.

So wurden andere wissenschaftliche Hochschulen der Region in die Universität eingegliedert und eine ganze Reihe von Fakultäten, Fachbereichen, Instituten und An-Instituten neu gegründet. Erwähnt sei nur die Wiedereröffnung der Juristischen Fakultät, die Umgründung und Erweiterung der Ingenieurwissenschaftlichen Fakultät, die schwierige Umprofilierung der Agrarwissenschaftlichen sowie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultäten. 

Darüber hinaus wurde z. B. die Philosophische Fakultät inhaltlich neu gestaltet und um die Altertumswissenschaften, die Philosophie und die Romanistik bereichert. Mit der

verfügt die Universität heute über acht Fakultäten, die sich in zahlreiche Fachbereiche, Institute bzw. Kliniken untergliedern. Der fachlichen Breite entspricht ein reich differenziertes Studienangebot von über 40 Studiengängen , die durch eine Vielzahl postgradualer Studiengänge ergänzt werden. Damit gehört die Universität Rostock zu den Hochschulen Deutschlands mit dem breitesten Fächerspektrum. Einmalig in Deutschland ist im Studiengang Maschinenbau die Vertiefungsrichtung "Angewandte Biomechanik". Hier erfolgt eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät.

Gegenwärtig sind an der Rostocker ALMA MATER fast 10.000 Direktstudenten immatrikuliert, darunter ca. 250 ausländische Studenten und Aspiranten aus über 40 Ländern. Ihnen stehen derzeit ca. 3100 Mitarbeiter an der Medizinischen Fakultät und 1600 Mitarbeiter in den übrigen Fakultäten gegenüber. Mit dieser vergleichsweise günstigen Betreuungsrelation für Studenten ist Rostock alles andere als eine Massenuniversität.

Das Studentenwerk Rostock verfügt bisher über sieben Studentenwohnheime mit über 3000 Wohnheimplätzen. Fast alle Wohnheime liegen in Fahrrad-Distanz zum Stadtzentrum. Neben dieser relativ preiswerten Wohnvariante gibt es auch die Möglichkeit, privat zu wohnen in einer WG oder zur Untermiete. Die Zimmerbörsen beim Studentenwerk und beim StudentINNenrat haben bisher jedem geholfen. Außerdem entwickelt sich in der Stadt zunehmend ein studentischer Zimmermarkt.

Das wissenschaftliche Leben an der Universität Rostock wird gegenwärtig geprägt durch die intensiven Bemühungen, um eine enge Verknüpfung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Forschungsschwerpunkte der Universität, deren Reiz und innovativer Zuschnitt in ihrer Interdisziplinarität liegen, sind z. B. die Umweltforschung, die Problematik der nachwachsenden Rohstoffe, die Modellierung und Automatisierung technischer Systeme, die Lösung wirtschaftlicher Infrastrukturprobleme sowie der Einsatz neuer Materialien. Die Forschung an der Medizinischen Fakultät ist auf die Hochleistungsmedizin ausgerichtet. Schwerpunkte sind hier die Transplantationsmedizin und der künstliche Organersatz sowie die Osteoporose (Knochenschwund) und molekularbiologische Themen.

Neben der inneruniversitären Forschungszusammenarbeit bestehen in der Rostocker Region vielfältige Kooperationsmöglichkeiten mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen: für die Biologie und Physik das Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) und das Institut für Atmosphärenphysik in Kühlungsborn, für die Chemie das Institut für Organische Katalyseforschung, für die Informatik das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung Rostock und das Rostocker Teilinstitut des Darmstädter Zentrums für Graphische Datenverarbeitung, für die Biologie und die Agrarwissenschaften das Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere in Dummerstorf, für die Wirtschaftswissenschaften das Ostseeinstitut für Marketing, Verkehr und Tourismus sowie gemeinsam mit der Jurisprudenz das Institut für Bankrecht und Bankwirtschaft und - nicht zuletzt - für die Geisteswissenschaften das Institut für Wirtschafts- und Sozialethik und das Max-Planck-Institut für Demografische Forschung.

Eine der wichtigsten Einrichtungen für die Studierenden und Mitarbeiter ist die bereits 1569 gegründete Universitätsbibliothek, die aus der Zentralbibliothek und z. Zt. 46 dezentralen Fachbibliotheken in den Fakultäten, Fachbereichen, Instituten und Kliniken besteht. Sie hat einen Gesamtbestand von rund 1,9 Mio. Bänden, darunter 4.100 laufend gehaltene Zeitschriften, 325.000 Hochschulschriften, 34.000 Bände in Lehrbuchsammlungen, ca. 2.800 Handschriften und Autographen, 650 Inkunabeln sowie 14 Nachlässe.

In der Bau- und Entwicklungsplanung der Universität ist vorgesehen, die bislang noch über das Stadtgebiet verstreuten wissenschaftlichen Einrichtungen an vier Standorten zu konzentrieren.

Abschließend sei erwähnt, dass schon Ulrich von Hutten in Rostock einst "Gelehrte jeden Fachs angefunden, mit beschwingtem Geiste und der Freiheit hold". Dem jungen Gelehrten, der arm und zerschunden im Jahre 1509 in Rostock eintraf, schienen seine Rostocker Kollegen "dem Schönen" etwas heftig ergeben. Auch Fritz Reuter, dem später berühmten niederdeutschen Schriftsteller, mag es in Rostock gefallen haben. Der junge Jurastudent huldigte allem Schönen, dem Trunk und der Burschenschaft mehr als aller ernsthaften Juristerei. Neben Reuter haben auch Uwe Johnson und der berühmte Astronom Tycho Brahe in Rostocker Hörsälen gesessen. Der Archäologe Heinrich Schliemann promovierte an der Universität, die Physiker Albert Einstein und Max Planck erhielten neben vielen anderen Wissenschaftlerpersönlichkeiten die Ehrendoktorwürde.


 

Universität Rostock
18051 Rostock
Tel: +49 (0)381-4940

Pressemeldungen

Leistungsspektrum

Weitere Informationen: http://www.uni-rostock.de