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Universität des Saarlandes


Wo die Zukunft Tradition hat

Die Universität des Saarlandes wurde in der frühen Nachkriegszeit gegründet. Ihre Geschichte begann 1948 unter der Ägide Frankreichs. Das Ziel, sich als Europauniversität zu etablieren, wurde bereits damals systematisch verfolgt.

Informatik und Neue Materialien zählen heute zu den Schlüsselwissenschaften für technologischen Fortschritt und Wettbewerbsfähigkeit. Unter anderem in diesen Disziplinen nimmt die Universität des Saarlandes eine international anerkannte Spitzenstellung ein.

Neue Herausforderungen verlangen auch neue organisatorische Strukturen. Die Universität des Saarlandes ist eine der ersten Universitäten klassischen Zuschnitts, in denen zusätzlich zum traditionellen Fächerspektrum eine eigene Technische Fakultät eingerichtet wurde. Seit 1990 verteilen sich die etwa 20.000 Studenten auf fünf Fakultäten: die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche-, die Medizinische-, die Philosophische-, die Mathematisch-Naturwissenschaftliche - und die Technische Fakultät.


Leben auf dem Campus

Wen es zum Studium oder zu Forschung und Lehre nach Saarbrücken zieht, der wird etwas außerhalb im Stadtwald eine Campus-Universität vorfinden. Die kurzen Wege, die parkähnlichen Anlagen sowie ein vielbesuchter Botanischer Garten tragen zu einer angenehmen und arbeitsfreundlichen Umgebung bei. Einkaufsmöglichkeiten, gastronomische Einrichtungen und Wohnheime neben Hörsälen und Instituten runden das Bild einer eigenen kleinen Universitätsstadt ab. Ihren Kern bilden die Bauten einer ausgedienten Kaserne, in der die neugegründete Universität nach dem Krieg Unterkunft gefunden hatte. Einen weiteren charakteristischen Akzent erhielt der Saarbrücker Universitäts-Campus 1992 mit der Errichtung einer 17 Meter hohen Stahlskulptur des amerikanischen Künstlers Richard Serra. Ein Jahr später folgte ein Objekt des saarländischen Künstlers Oswald Hiery. Die Figur trägt den Namen eines Wagenlenkers der griechischen Mythologie: Automedon.
  

30 km östlich vom Saarbrücker Campus befinden sich am Rande der Kreisstadt Homburg/Saar die Kliniken und die Medizinische Fakultät der Universität. Dort hat im Jahre 1946 die Vorgeschichte zur Universitätsgründung begonnen und zwar mit Fortbildungskursen am damaligen Landeskrankenhaus.

 

 

Eine Besonderheit des Campus in Homburg sind die malerischen Jugendstil-Pavillons, die trotz zahlreicher Erweiterungen und moderner Neubauten weiterhin das Gesamtbild der Anlage prägen. Sie stammen aus der Zeit der Pfälzischen Heil- und Pflegeanstalt, die hier im Jahre 1909 gegründet wurde.


Europakompetenz

Europakompetenz gilt heute quer durch alle Berufe als wichtige Zusatzqualifikation. Sie mit dem Studium zu erwerben, bietet die Universität des Saarlandes optimale Voraussetzungen - und dies nicht erst seit gestern.

Seit 1951 gibt es an der Universität ein Europa-Institut, das als »Krone und Symbol der gesamten Universität« gegründet wurde. In seiner heutigen Ausrichtung hat es sich mit großem Erfolg auf Europäisches Recht sowie seit 1990 auch auf Europäische Wirtschaft spezialisiert. In diesen Fächern bietet es Aufbaustudiengänge an. Eine weitere Einrichtung aus den frühen Jahren ist das Centre Juridique Franco-Allemand. Hier kann einzig in Deutschland das Grundstudium der französischen Rechtswissenschaft absolviert werden, wobei ein weitgehendes System wechselseitiger Anerkennung die Möglichkeit des Doppelstudiums eröffnet. Ähnliches gilt auch für die Germanistik und Romanistik, wo außer den deutschen Abschlüssen auch die Licence und Maîtrise d’Allemand bzw. die Licence de Lettres Modernes erworben werden kann.

»Interkulturelle Kommunikation« heißt ein Studiengang, der für Wirtschaft und Verwaltung Frankreichexperten ausbildet. Von der Zielsetzung ähnlich ist der Studiengang »Grenzüberschreitende deutsch-französische Studien«, der zusammen mit der Universität Metz durchgeführt wird. Für Studenten der Betriebswirtschaftslehre bieten Kooperationsabkommen mit französischen Grandes Écoles die Möglichkeit der Doppeldiplomierung. Weitere Studiengänge, die zusammen mit französischen und anderen europäischen Partner-Institutionen durchgeführt werden, sind die Ausbildung zum Euro-Ingenieur in Werkstofftechnik mit Schwerpunkt im Bereich Neuer Materialien (zusammen mit Nancy, Barcelona und Luleå), ein Aufbaustudiengang in Umweltwissenschaften, der zu einem Europäischen (dem ersten überhaupt) Diplom führt (zusammen mit Partnern aus Belgien, Frankreich und Luxemburg) sowie ein internationales juristisches Grundstudium, das nach vier Semestern mit einem »Certificat d’Études Juridiques Integrées« abschließt (zusammen mit Lille/Frankreich und Warwick/Großbritannien).

Auch unabhängig von diesen speziellen europäischen Studiengängen finden Studierende an der Saar optimale Bedingungen vor, um einen Teil ihres Studiums im Ausland absolvieren zu können. Insgesamt unterhält die Universität rund 180 Partnerbeziehungen mit Hochschulen in Europa, aber auch in Übersee. Bei der Förderung des akademischen Austauschs - etwa durch die einschlägigen Programme der EU - nimmt die Universität des Saarlandes im bundesweiten Vergleich einen Spitzenplatz ein.

Hervorzuheben sind am Netzwerk der vielfältigen Beziehungen noch zwei Besonderheiten: zum einen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Region, zum anderen die Ost-Kontakte. Im Rahmen der Kooperation mit der Universität in Sofia ist ein Bulgaricum entstanden. Zunehmende Bedeutung kommt schließlich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der europäischen Region Saar-Lor-Lux zu. Zu ihr gehören das Saarland, Lothringen, das Großherzogtum Luxemburg, die südbelgische Provinz Luxemburg sowie die West-Pfalz. Seit 1984 steht die hier gepflegte grenzüberschreitende Hochschulzusammenarbeit auf der vertraglichen Grundlage einer Charte de Coopération.
  

Das besondere Verhältnis zu Frankreich ist im Mittelpunkt der vielfältigen Auslandsbeziehungen der Universität geblieben. Im Jahre 1996 führte dies zur Einrichtung eines Frankreichzentrums.


Wissenschaftliche Vielfalt ...

Ganz wesentlich zum wissenschaftlichen Renommee der Saar-Universität beigetragen hat schon relativ früh die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät. Auch an den internationalen Beziehungen der Universität ist diese Fakultät im besonderen Maße beteiligt.

Zwei Sonderforschungsbereiche prägen das wissenschaftliche Profil der Medizinischen Fakultät. Der eine Sonderforschungsbereich untersucht, wie Zellmembrane chemische und elektrische Signale weiterleiten; der andere ist der Aufklärung molekulare Mechanismen gewidmet, wie sie etwa zur Krebsentstehung führen.

Ein Schwerpunkt der Philosophischen Fakultät, dessen interdisziplinäre Ausrichtung auch über die Fakultätsgrenzen hinausweist, ist die Kognitionswissenschaft. Im Rahmen eines Sonderforschungsbereichs und eines Graduiertenkollegs arbeiten hier Psychologie, Philosophie und Allgemeine Sprachwissenschaft mit der Informatik zusammen. Ein weiteres Graduiertenkolleg beschäftig sich mit interdisziplinärer Grundlagenforschung auf dem Gebiet der der interkulturellen Kommunikation.

An der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ist ein Sonderforschungsbereich zur Entwicklung Neuer Materialien angesiedelt. Im Rahmen einer neuen Akzentsetzung werden die Umweltwissenschaften aufgebaut. Bereits eingerichtet sind ein interdisziplinär angelegtes Zentrum für Umweltforschung sowie ein Institut für umweltkompatible Prozesstechnik. Hingewiesen sei auch auf die Ansiedlung der europäischen Niederlassung des Korean Institute of Science and Technology (KIST-Europe), das sich schwerpunktmäßig mit der Lösung von Umweltproblemen beschäftigt.

Die Technische Fakultät ist mit ihren drei Fachbereichen - Informatik, Werkstoffwissenschaften und Fertigungstechnik, Elektrotechnik - der Kristallisationspunkt der Forschungs- und Entwicklungslandschaft, wie sie in den letzten Jahren an der Saar entstanden ist.


... mit High-Tech Akzenten

In Labors der Universität wurden erstmals nanokristalline Materialien entwickelt, was sich als Innovation für völlig neue Werkstoffgenerationen herausstellen sollte. Damit in Zusammenhang steht die Einrichtung eines Instituts für Neue Materialien sowie des Sonderforschungsbereichs Neue Materialien. Enge Beziehungen bestehen auch zwischen den Werkstoffwissenschaften und dem Fraunhofer Institut für zerstörungsfreie Prüfverfahren, aus dem als weitere Forschungseinrichtung das Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik hervorgegangen ist.

Eine profilbildende Wissenschaftsdisziplin der Saar-Universität ist insbesondere die Informatik. Hier haben zukunftsweisende Arbeiten zweier Sonderforschungsbereiche u.a. zur Ansiedlung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) als einem von zwei Standorten sowie des bislang einzigen Max-Planck-Instituts für Informatik (MPI) geführt. Ein beliebter Tagungstreffpunkt der Welt der Informatik ist schließlich das Internationale Begegnungs- und Forschungszentrum für Informatik (IBFI) im nahe gelegenen Schloss Dagstuhl.

Ein Sonderforschungsbereich sowie ein Graduiertenkolleg werden derzeit vom Fachbereich Informatik getragen. In einem weiteren Sonderforschungsbereich und Graduiertenkolleg, die beide der Kognitionswissenschaft gewidmet sind, arbeiten, wie bereits erwähnt, Informatiker mit Psychologen, Sprachwissenschaftlern und Philosophen zusammen. Aus der Verbindung der Informatik mit anderen Fächern der Universität entstanden das Institut für Wirtschaftsinformatik, die Fächer Computerlinguistik und Informationswissenschaft, das Fachgebiet Maschinelles Übersetzen sowie ein Lehrstuhl für Rechtsinformatik. Von hier aus bestehen enge Beziehungen zu der in Saarbrücken angesiedelten Datenbank Juris.

Hervorzuheben sind schließlich die Anstrengungen der Universität im Bereich des Technologietransfers. In einem eindrucksvoll restaurierten Gebäudekomplex der alten Montanindustrie bietet das Zentrum für Innovative Produktion (ZIP) seine Dienste an. Außer anwendungsbezogenen Forschungsbereichen der Universität sind an ihm auch Einrichtungen der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes beteiligt. Günstige Rahmenbedingungen für einen frühen Sprung in unternehmerische Selbständigkeit bietet die Universität geeigneten Absolventen in einem Starterzentum. Weiteren Resonanzraum soll die wirtschaftsnahe Forschung in einem zukünftigen Science-Park finden. Gemeinsame Initiativen von Wissenschaft und Wirtschaft, Informationsaustausch und projektbezogene Zusammenarbeit vermittelt die Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer (KWT) der Universität


Das Saarland

Das Saarland befindet sich im Aufbruch zu einem modernen High-Tech- und Kulturland. Der Universität sowie der Forschungs- und Entwicklungs-Landschaft in ihrem Umfeld kommt bei diesem Prozess eine Schlüsselstellung zu. Auch die weiteren Hochschulen des Saarlandes sind hierbei zu nennen: die Hochschule für Technik und Wirtschaft, die Hochschule für Musik und Theater sowie die Hochschule der Bildenden Künste. Die Erinnerung an die Industrie, die das Land in früheren Jahren prägte, hält die alte Völklinger Hütte wach. Im Jahre 1994 hat die Unesco die noch vollständig erhaltene Anlage in Würdigung Bedeutung zum Weltkulturerbe erklärt.

Die Universitäts-, Messe- und Landeshauptstadt Saarbrücken ist ein wichtiges Wirtschafts- und Handelszentrum im Europäischen Binnenmarkt. Geprägt ist die etwa 200.000 Einwohner zählende Stadt durch ihre unmittelbare Nähe zu Frankreich und den regen Austausch mit dem europäischen Nachbarn in allen Bereichen. Was Besucher nicht so schnell vergessen und auch manch einen zum Bleiben veranlasst hat: der liebenswerte Charme der Stadt. Weitläufige Promenaden entlang der Saar laden zum Flanieren ein. Mit dem Staatstheater, dem Saarland-Museum und der Hochschule für Musik und Theater findet sich hier auch das kulturelle Zentrum. Internationale Theater- und Musikfestivals verleihen dem kulturellen Leben weitere Akzente. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören u.a. die barocke Ludwigskirche von Friedrich-Joachim Stengel, die Basilika von St. Johann und das Schloß mit Schlossplatz. Beliebter Treffpunkt, insbesondere im Sommer, ist der St. Johanner Markt mit seinen einladenden Cafés und Restaurants.

Die Kreis- und Universitätsstadt Homburg liegt im landschaftlich schönen Saar-Pfalz-Kreis. Attraktionen sind die reizvolle Altstadt unterhalb der »Schloßberghöhlen« - den größten Buntsandsteinhöhlen Europas - und das römische Freilichtmuseum Schwarzenacker. In der Nähe entsteht derzeit der »Europäische Kulturpark«, eine deutsch-französiche Ausgrabung einer allo-römischen Siedlung, in deren direkter Nachbarschaft sich auch das bekannte keltische Fürstinnengrab von Reinheim befindet.


 

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