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Universität Mannheim


Die Universität Mannheim ist eine vergleichsweise junge Universität - und blickt gleichzeitig auf eine lange Tradition zurück. Den Beginn des akademischen Lebens in Mannheim bedeutete die Gründung der "Kurpfälzischen Akademie der Wissenschaften" ("Academia Electoralis Theodoro-Palatina") am 16. Oktober 1763, anderthalb Jahrzehnte später wurde die "Großherzogliche Handelsakademie" eingerichtet.

Eine Handelshochschule der Stadt Mannheim war es schließlich auch, die als eigentliche Vorläuferin der heutigen Universität angesehen werden kann. 25 Jahre nach ihrer Gründung im Jahr 1907 wurde die Handelshochschule Mannheim nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 in die Universität Heidelberg eingegliedert. Die Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg als "Staatliche Wirtschaftshochschule" bedeutete den Auftakt zu einer allmählichen Erweiterung des akademischen Angebots, die schließlich zur Umbenennung der Hochschule in "Universität Mannheim" im Jahr 1967 führte.

Seit dieser Zeit hat sich die Universität Mannheim stark verändert. Sie hat heute sieben Fakultäten: Rechtswissenschaft, Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Sozialwissenschaften, Philosophische Fakultät, Sprach- und Literaturwissenschaft, Mathematik/Informatik. Schritt für Schritt wurde in den vergangenen drei Jahrzehnten das Lehrangebot und die Forschungstätigkeiten erweitert. Parallel war eine erstaunliche Entwicklung der Studentenzahlen zu verzeichnen. Waren noch 1975 insgesamt 6.414 Studentinnen und Studentinnen immatrikuliert, so liegt die heutige Zahl fast doppelt so hoch (11.500 Studierende im Sommersemester 1996). 123 Professorinnen und Professoren unterrichten gegenwärtig an der Universität Mannheim.

Die Universität Mannheim gehört zu den mittelgroßen Universitäten der Bundesrepublik Deutschland - und zählt in vielen Bereichen zu den begehrtesten Studienorten. Die Universität bietet heute ein vielfältiges Angebot an Studiengängen. Nach wie vor ist aber - dies erklärt sich auch aus der erwähnten Tradition - der wirtschaftswissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Bereich dominierend, was sich nicht zuletzt in den Studentenzahlen niederschlägt (Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Politische Wissenschaft oder Soziologie ist bei über 6.500 Studierenden das erste Studienfach). Die Ausbildung zum Diplom-Kaufmann, zum Diplom-Volkswirt, Diplom-Handelslehrer und seit 1984 zum Diplom-Wirtschaftsinformatiker genießt einen ausgezeichneten Ruf. Die Sozialwissenschaften als zweiter markanter Punkt hat sich ebenso ein hohes Renommee erworben. Zum Wintersemester 1992/93 wurde der Studiengang Diplom-Sozialwissenschaften eingeführt, der verschiedene Module der Soziologie, Politologie und Sozialpsychologie einschließt. Die ebenfalls noch jungen Studiengänge Diplom-Philologie und Betriebwirtschaftslehre mit sprach- und kulturwissenschaftlichem Schwerpunkt verdeutlichen: Die Universität Mannheim ist eine Hochschule mit starken internationalen Beziehungen - nicht von ungefähr kommt jeder zehnte Studierende aus dem Ausland. Verschiedene Programme, so das "Multiregional International Business Programme" (MIBP) und der "European Master of Business Science" (EMBS) beschreiten neue Wege der internationalen Ausbildung - ganz besonders sind hier die Doppeldiplome mit der "Ecole Supérieure des Sciences Economiques et Commerciales" (ESSEC) und mit der "Université de Nice-Sophia Antipolis" zu erwähnen.

Mit gewissem Stolz kann die Mannheimer Universität auf ihren "Campus-Charakter" verweisen. Nahezu vollständig geschlossen präsentiert sich das Universitätsgelände innerhalb und außerhalb der barocken Schlossanlage (Grundsteinlegung: 2. Juli 1720). Das gilt auch für die Einrichtung eines neuen Studiengangs in einem kürzlich erworbenen Gebäude: Die Absolventen des Studiengangs "Technische Informatik" (Studienbeginn: Wintersemester 1996/97) werden zu Spezialistinnen und Spezialisten im Bereich der Entwicklung neuartiger Computersysteme ausgebildet und haben in Mannheim die Möglichkeit, ihre technische Kompetenz mit solidem betriebswirtschaftlichem Wissen verbinden.

Interdisziplinäre Wissenschaft hat gute Tradition an der Universität Mannheim - so konnte in den vergangenen Jahren mit dem Aufbau des Mannheimer Zentrums für Europäische Sozialforschung ein wichtiger Akzent gesetzt werden. Außerdem sind hier zu nennen: das durch einen Kooperationsvertrag eng mit der Universität verbundene Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, das Institut für Mittelstandsforschung, das Institut für Aufbaustudien, das Institut für Empirische Wirtschaftsforschung, das Otto Spelz - Institut für Psychologie und Erziehungswissenschaften, die Mannheimer Arbeitsgemeinschaft für Wohnungswesen, Kreditwirtschaft und Raumplanung, das Institut für Kommunikations- und Medienforschung, das Institut für Versicherungswissenschaft und das Institut für Landeskunde und Regionalforschung.

Die Universitätsbibliothek (bestehend aus der Zentralbibliothek und 10 Fakultäts- bzw. Fachbereichsbibliotheken), das Dokumentations- und Datenbankzentrum und auch die Bibliothek für Deutsches und Internationales Steuerrecht sowie für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre bieten hervorragende Arbeitsbedingungen für Wissenschaftler und Studenten.


 

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