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Fachhochschule Augsburg 


Gegründet 1660

Die Fachhochschule Augsburg darf sich mit Fug und Recht als eine der ältesten deutschen Fachhochschulen nennen, denn kaum eine der ihr vergleichbaren Hochschulen kann in ihren Vorläufereinrichtungen auch nur annähernd auf einen so frühen Gründungszeitpunkt verweisen wie es ihr dank den umfangreichen Forschungsarbeiten von Nerdinger nunmehr möglich ist, nämlich auf das Jahr 1660. In diesem Jahre verlegte der "Wol edle und Gestrenge Herr" Joachim von Sandrart, Maler, Kupferstecher, Kunstschriftsteller, Kavalier und Hochfürstl. Pfalz-Neuburgischer Rath seinen Wohnsitz für 14 Jahre nach Augsburg und begann sogleich mit seinem ehemaligen Schüler Johann Siegmund Müller mit der Einrichtung von Zeichenunterricht für eine ganze Schar Augsburger Künstler, die er zu einer privaten "Akademie" zusammenschloss. Sandrart hatte diesen Akademiegedanken auf seinen Reisen in Italien kennen gelernt und sah in ihm das gegebene Instrument, nach den Verwüstungen des 30-jährigen Krieges mit dieser "Pflanzstätte" die deutsche Kunst wieder zu beleben; Zeichner und Maler sollten lernen und sich fortbilden können und sie sollten - beginnender Utilitarismus - hierdurch neue Erwerbsmöglichkeiten erhalten und sich auch neue Erwerbszweige erarbeiten. Eine Verwirklichung dieses Akademiegedankens sah Sandrart aber nur in den freien Reichsstädten mit ihren entsprechend freieren Verfassungen und so nimmt es nicht wunder, dass er zwei Jahre später, von Augsburg aus, auch eine gleichartige Akademie in Nürnberg gründete.

Die Öffentliche Anerkennung der Augsburger Akademie ließ natürlich, in schwäbischer Vorsicht, längere Zeit auf sich warten und erst 1684 war der protestantische Teil des paritätisch besetzten Rates von ihrem Nutzen überzeugt und sagte ihr seine Unterstützung zu, so dass von diesem Zeitpunkt an von der "Protestantischen Akademie" gesprochen wurde. Es dauerte ein weiteres Vierteljahrhundert, bis der gesamte Rat der Stadt Augsburg sich dieser Akademie an- und sie unter seine Fittiche nahm; im Jahre 1710 wurde sie als "Reichsstädtische Kunstakademie" allen Bürgern zugänglich gemacht und erhielt - in Augsburg selbstverständlich - zwei paritätische Direktoren und (zwei Jahre später) eine feste Bleibe im Oberstock der Stadtmetzgerei.

Die paritätische Besetzung der Direktorenstellen erwies sich in der Folgezeit als segensreich, weil hierdurch stets die ganze Breite der Kunstausbildung entsprechend abgedeckt bzw. vertreten wurde. So waren die katholischen Direktoren überwiegend Kirchenmaler und Frescanten (z.B. Bergmüller: Kleiner Goldener Saal und St. Anna; Matthäus Günther: Rottenbuch, Neustift bei Brixen und Würzburger Köppele), während die protestantische Seite mehr die profane Kunst (hier vor allem Kupferstiche, Porträts, Jagd- und Pferdezeichnungen, Ornamente usw.) pflegte und durch Namen wie Rugendas und Ridinger auch heute noch in Augsburg bekannt ist.
Nach anfänglicher Blüte stagnierte die Ausbildung in dieser Akademie für einige Jahrzehnte, bis im Jahre 1779 der Stadtpfleger Paul von Stetten das gesamte Lehrangebot gründlich reformierte und dazu eine "Privatgesellschaft zur Ermunterung der Künste" (gemeint war die Unterstützung der Reichsstädtischen Kunstakademie) ins Leben rief, die sich großen Anklanges bei den Augsburger Bürgern erfreute man sieht, auch der Förderverein der Fachhochschule Augsburg hat schon sehr frühe Vorbilder -. Ferner sollte an die Akademie eine Zeichnungsschule für Handwerker angeschlossen werden, deren Schüler sich um die alljährlich ausgelobten Preise für beste Studienleistungen ebenfalls bewerben konnten. Diese Preisverleihungen sind von 1780 bis 1812 überliefert und sie waren stets verbunden mit einer Ausstellung, an welcher sich alle Lehrer der Akademie und auch viele namhafte Augsburger Künstler "zur Ehre" beteiligten; sie standen unter dem Protektorat der oben erwähnten Privatgesellschaft, die damit ihre Jahresversammlung verband.

Mit dem Ende der Freien Reichsstadt endete auch die Reichsstädtische Kunstakademie, ihr Vermögen (bzw. das des "Kunst- und Stadtakademie-Fonds") wurde eingezogen und ihr Titel 1808 kurzerhand nach München verfrachtet; Augsburg (wie Nürnberg und Innsbruck) dienten fortan nur mehr als Zubringereinrichtung für die Münchner Akademie und wurde ab 1814 "Königl. Kunstschule" genannt. Im Jahre 1835 wurde sie in die zwei Jahre vorher gegründete "Königl. Polytechnische Schule" eingegliedert, die ihr Domizil im ehemaligen Katharinenkloster hatte und als Beginn der technischen Ausbildung in Augsburg und somit als Vorläufer unserer Ausbildungsrichtung Technik betrachtet werden darf. Als bekannteste Schüler aus dieser Zeit dürfen Heinrich von Buz und Franz von Lenbach genannt werden.

Diese "1. Ehe" der beiden so ungleichen Institutionen dauerte 29 Jahre und endete 1864 mit der Auflösung der Polytechnischen Schule in München wurde nämlich zur gleichen Zeit eine neue technische Lehranstalt (die Vorläuferin der heutigen TUM) ins Leben gerufen und deshalb mussten vergleichbare Einrichtungen zuerst eliminiert werden, auf dass München allein leuchte; der bayerische Zentralismus setzte sich auch unter den Königen Max II. Joseph und Ludwig II. ungebrochen fort! -, deren technischer Zweig nach einigen Zwischenschritten im Jahre 1870 als "Königl. Industrieschule" fortgesetzt wurde (bis 1907; berühmtester Schüler: Rudolf Diesel), während der künstlerische Zweig wieder in die städtische Obhut überwechselte und als städt. Kunstschule (ab 1877 "Städtische Höhere Kunstschule") weiter bestand und erneut in der Stadtmetzgerei untergebracht wurde.
Parallel hierzu wurde im Jahre 1893 eine Baugewerkschule "ins Leben gerufen; am 3. November wurde dieselbe in ihrem Schulgebäude (ehemalige Jesuitenkaserne) feierlich eröffnet", wie es im erstem Jahresbericht dieser An Anstalt, die also im Ottmarsgäßchen angesiedelt war, so schön heißt. Sie hatte den Zweck, "jungen Bauhandwerkern und ähnlichen Berufsgenossen diejenige wissenschaftliche Ausbildung zu geben, welche zum selbständigen Geschäftsbetriebe unumgänglich notwendig ist. Diesem Zwecke gemäß ist sie bestrebt, ihren Schülern eine möglichst zeichnerische Fertigkeit und hauptsächlich diejenige Construction beizubringen, die es ermöglichen, dass der junge Bauhandwerker sowohl auf dem Bauplatze als in der Werkstätte und auf dem Baubureau arbeiten kann. Demgemäss hält sich die Schule, welche tüchtige Meister, aber nicht halbfertige Architekten und Ingenieure ausbilden will, verpflichtet, innerhalb der ihr angewiesenen Grenzen gründlich und möglichst erschöpfend zu wirken, diese Grenzen aber auch nach keiner Richtung hin zu überschreiten. Sie vermeidet deshalb mit Sorgfalt alle Eingriffe in die künstlerische Tätigkeit und das, was für das Verständnis ihrer Schüler zu hoch bemessen und für die eigentliche fachliche Ausbildung kein unbedingtes Bedürfnis ist." Sie war in 4 Halbjahreskurse gegliedert, die jeweils im Winterhalbjahr geführt wurden, während die Schüler die Sommerhalbjahre mit praktischer Tätigkeit auf den Baustellen verbrachten eine Einteilung, wie sie in ähnlicher Weise bis vor kurzem auch in der Meisterschule für das Bauhandwerk noch beibehalten worden war, dort allerdings nurmehr mit zwei Halbjahren, da ja die Lehrzeit bereits eine dreijährige Berufsschulzeit einschließt, welche es damals noch nicht gegeben hatte.
Im Jahre 1905 siedelte die Städtische Höhere Kunstschule in die neuerbauten Räume im Dachgeschoss der Hallschule um und verblieb dort, von kriegs- und zerstörungsbedingten Auslagerungen abgesehen, mehrmals gewandelt, bis zum Jahre 1984.

In diesem gleichen Jahre 1905 wurde auf Anregung der "Augsburger Gewerbehalle", einer Vereinigung von Augsburger Gewerbetreibenden, in den für diesen Zweck umgebauten Räumen des Landgestütes an der Baumgartnerstraße die "Augsburger Handwerkerschule" gegründet, welche am 4. September ihren Unterricht aufnahm. Sie hatte laut ihrem Jahresbericht 1905/06 "den Zweck, jungen Leuten mit guter Volksschulbildung eine gründliche und allseitige Ausbildung in ihrem Gewerbe nach der theoretischen und praktischen Seite hin zu gewähren und so dem Gewerbe richtige Gehilfen, Vorarbeiter und Meister zuzuführen. Sie ersetzt nicht allein die Meisterlehre, sondern erstrebt auch die Erziehung ihrer Schüler für das Leben und die Aufgaben des Staatsbürgers. Die Schule umfasst die drei Gewerbe der Schlosser, Spengler und Schreiner. Für jedes Gewerbe sind drei Jahreskurse eingerichtet, jedem Kurs steht ein Meister bevor. . ." Ein Jahr später wurde dieser Schule die Augsburger Webschule angeschlossen. Bereits 1910 reichte der Platz nicht mehr aus und umfangreiche Um- und Neubauten wurden in den folgenden Jahren erforderlich, die im Januar 1913 (der heutige A-Bau) und im September 1914 (der heutige F-Bau) bezogen werden konnten [3]. Im Jahre 1912 wurde dieser Schule eine Abteilung für Spinnerei angegliedert und dazu eine Fachschule für Maschinenbau und Elektrotechnik errichtet, welch letztere als Nachfolgeeinrichtung der 1907 auf königl. Erlass aufgelösten Industrieschule betrachtet werden darf. Die Räume und das Inventar der Industrieschule wurden der neu errichteten Königl. Kreisoberrealschule zugeschlagen, die ja heute noch als Holbein-Gymnasium diese Räume nutzt.

Im September 1912 wurden alle Fachschulen und Fachkurse an der Baumgartnerstraße zu einer Gesamtanstalt unter der Bezeichnung "Gewerbliche Fachschulen der Stadt Augsburg" zusammengefasst, als deren erster Direktor der Architekt Karl Horn, vorher als Lehrer an der Baugewerkschule Augsburg tätig, berufen wurde. Die Baugewerkschule selbst hatte sich seit etwa 1910 zu einer Bauschule weiterentwickelt, d.h. die 4 Halbjahreskurse wurden von einer 5-semestrigen Ausbildung abgelöst, als deren Eingangsniveau nunmehr die Mittlere Reife bzw. ein gleichwertiger Wissensstand und dazu eine ausreichende praktische Ausbildung verlangt wurde, sie führte bereits zu einem Ingenieurabschluss.
Während des 1. Weltkrieges waren alle diese Schulen mangels ausreichender Schülerzahlen weitgehend geschlossen und wurden nach Kriegsende unter teilweise geänderten Bedingungen weitergeführt. Die Städtische Höhere Kunstschule wurde im Jahre 1921 verwaltungsmäßig der Gewerblichen Fachschule angeschlossen, blieb aber in ihrem Domizil in der Hallschule - es wurde lediglich 1 Direktorenstelle eingespart! - und richtete ihre Ausbildungsziele und Lehrpläne weitgehend auf angewandte Kunst wie Dekorative Malerei (unter besonderer Berücksichtigung der Fassadenmalerei), Dekorative Plastik, Graphik und Textilgewerbe (heute Muster und Mode) sowie Ausbildung im Zeichnen. Diese "2. Ehe" zwischen Technik und Kunst sollte bis zum Jahre 1945 andauern, scheint aber während der gesamten Dauer nur formalen Charakters gewesen zu sein. In den Gewerblichen Fachschulen wurde die Ausbildung von Elektrotechnikern im gleichen Jahre mangels Nachfrage eingestellt.

Wie in eingehend dargestellt, wurde im Jahre 1924 den Gewerblichen Fachschulen eine Höhere technische Lehranstalt (in städtischer Regie) angegliedert, welche die Studiengänge Maschinenbau und Elektrotechnik umfasste, sie nahm am 1. Oktober ihren Betrieb auf und wies eine 5-semestrige Ausbildung auf; ihr Lehrplan entsprach denen der bereits bestehenden staatlichen HTL in Bayern. Damit begann auch in Augsburg, etwa ein Jahrzehnt nach der Bauschule, die Ingenieurausbildung in Maschinenbau und Elektrotechnik. Die Ingenieurstudenten konnten die Werkstätten der Gewerblichen Fachschulen mitbenutzen und die notwendigen Labors mit deren Hilfe weitgehend selbst einrichten, natürlich unter Aufsicht erfahrener Meister wie unseres unvergessenen Anton Kränzle (der nach dem 2. Weltkrieg die gleiche Arbeit noch einmal wiederholen durfte). Als Eingangsniveau für dieses Ingenieurstudium wurde die Mittlere Reife und eine zusätzliche 2-jährige praktische Ausbildung verlangt; für den "2. Bildungsweg" wurde eine mindestens 4-jährige Praxis und dazu das Bestehen einer Aufnahmeprüfung über den Lehrstoff der 6. Realschulklasse (heute 10. Klasse!) gefordert - erst 1936 wurde diese Praxis auf 3 Jahre verkürzt und dazu ein einjähriger Vorkurs zum Erwerb der theoretischen Vorbildung eingerichtet -, für die Bauschule galten schon lange entsprechende Regeln.

Im Notjahr 1932 wurde der Studiengang Elektrotechnik wegen zu geringer Frequenz wieder aufgehoben (dadurch konnten 3 Professorenstellen eingespart  und ihre Inhaber zu den Stadtwerken versetzt werden) und in die frei gewordenen Räume verlegte man die Bauschule aus dem Ottmarsgäßchen (und sparte hierdurch einen Direktor sowie einen Fachlehrer für Darstellende Geometrie und Freihandzeichnen ein) - die alten Räume der Bauschule gingen in die Regie der Berufsschule über, die sie heute noch nutzt -. Nachdem Direktor Horn 1931 gestorben war, übernahm Dipl.-Ing. Karl Böck die Leitung dieser "Höheren Technischen Lehranstalt der Stadt Augsburg, Abteilungen für Maschinenwesen und Hochbau", der nach wie vor die Gewerblichen Fachschulen einschließlich der Städtischen Höheren Kunstschule angeschlossen waren. Im Jahre 1936 wurde dann der HTL noch eine "Sonderabteilung für Kraftfahr- und Luftfahrwesen" angegliedert und hierfür einer der zu den Stadtwerken versetzten Professoren, Dipl.-Ing. Christian Grimm, wieder zurückgeholt; dem Elektrotechniker und Freizeit-Ballonfahrer traute (bzw. mutete) man zu, sich in die Gesetze der Aviatik einzuarbeiten und sie entsprechend zu lehren! Aus den Unterlagen ist nicht zu ersehen, wie lange diese Sonderabteilung existiert hat; lange scheint dies aber nicht der Fall gewesen zu sein, denn bereits zu Kriegsbeginn ist nicht mehr die Rede davon. Dafür entstanden - die Gründe sind heute undurchsichtig und scheinen in reichsministeriellen Zuständigkeiten gelegen zu haben - unter der gemeinsamen Leitung von Direktor Böck plötzlich die "Bauschule der Gauhauptstadt Augsburg" und die "Ingenieurschule der Gauhauptstadt Augsburg", beide in der Baumgartnerstraße. Diese Kuriosität setzte sich fort: als mit Schnellbrief vom 15. März 1943 der Reichserziehungsminister die Schließung der Ingenieurschule für Kriegsdauer anordnete, blieb die Bauschule bestehen und begann sogar im April 1945 noch ein Sommersemester, das allerdings wegen ständiger Alarme und Angriffe nicht mehr zum Laufen kam; die Schulräume waren seit 1944 weitgehend zerstört. Auch das Domizil der Städt. Höheren Kunstschule war in der Bombennacht vom 26.2.1944 schwer beschädigt und die Schule daraufhin geschlossen worden.

Im Januar 1946 wurde der Lehrbetrieb an den nunmehr "Bau- und Ingenieurschule der Stadt Augsburg" genannten Anstalt an der Baumgartnerstraße mit zunächst 3 Vorkursen wieder aufgenommen; Bewerber für die Studiengänge Hochbau und Maschinenbau - mehr konnte vorerst nicht angeboten werden - mussten vor Studienbeginn erst Aufbaudienst leisten, d.h. sich die erforderlichen Schulräume selbst mit bauen. Im Juli 1946 wurde dann jeweils ein 1. Semester begonnen, dazu im Oktober ein 3. Semester, um Kriegsteilnehmern, die ihr Studium hatten unterbrechen müssen, zu einem schnelleren Abschluss zu verhelfen. In den ersten Jahren wurden aus dem gleichen Grunde 3 Semester pro Jahr (also Trimester mit vollem Semesterlehrstoff) ohne große Ferienpausen durchgeführt. Von den Gewerblichen Fachschulen wurde vorerst nur die Fachschule für Maschinenbau wieder eröffnet, erst ein Jahr später folgte dann die Fachschule für Spengler und Installateure, die in den Gewölben des Landgestütstalles provisorisch untergebracht wurde (heute befindet sich in diesen Räumen unsere Bibliothek). Nach verschiedenen kurzfristigen Wechseln übernahm im Jahre 1947 Dipl.-Ing. Rudolf Fries die Leitung der Schule und begann mit einem mühevollen und langjährigen Wiederaufbau der schwer beschädigten bzw. völlig zerstörten Schulgebäude sowie mit einer behutsamen Weiterentwicklung der Lehrpläne und einer Erweiterung des Lehrangebotes. So wurde in der seit dem 20.10.51 "Rudolf-Diesel-Bau- und Ingenieurschule der Stadt Augsburg, Akademie für angewandte Technik" genannten Schule im Herbst 1953 die Studiendauer von 5 auf 6 Semester angehoben und gleichzeitig der Studiengang Elektrotechnik mit den Studienrichtungen Energietechnik und Nachrichtentechnik - nach über 20-jähriger Pause - wieder eingerichtet, die Vorarbeiten für den 4. "klassischen" Studiengang eines Polytechnikums, nämlich "Tiefbau", liefen an. Realisiert werden konnten letztere Bestrebungen allerdings erst 4 Jahre später, so dass Direktor Fries, der 1956 in Pension ging, diese Früchte nicht mehr selbst ernten konnte. Sein Nachfolger, Dipl.-Ing. Hermann Thalhauser, ebenfalls Maschinenbauer, übernahm die Leitung (bis zu seinem plötzlichen Tode am 1.01.61) und setzte die Erweiterung der Schule zielstrebig und "mit unvergleichlicher Intensität" [3] fort. So wurde der A-Bau durch den B-Flügel und den Großen Physiksaal mit Kernphysiklabor ergänzt, der C-Bau vollendet und das Maschinenbaulabor (D-Bau) konzipiert.

Nachdem alle notwendigen Abteilungen eines Polytechnikums bayerischer Prägung nun vorhanden waren, wurde zum 1.10.58 auch der Name in "Rudolf-Diesel-Polytechnikum der Stadt Augsburg, Akademie für angewandte Technik" geändert. Die Nachfrage nach Studienplätzen überstieg ständig die vorhandene Kapazität, so dass die Studienplatzvergabe stets durch Ausleseprüfungen erfolgte - damals gab es keinen Numerus clausus, auch brauchte man keine Juristen für die entsprechenden Entscheidungen, das waren noch Zeiten! - und weitere Erweiterungen dringend erforderlich waren. Dem Nachfolger von Direktor Thalhauser, Dipl.-Ing. Friedrich Dworschak, einem Bauingenieur, gelang es, ü diese Erfordernisse den Freistaat Bayern einzuspannen, so dass der weitere Ausbau des RDP zu einer Gemeinschaftsaufgabe von Staat und Stadt wurde. Das Maschinenlabor wurde vollendet und eingerichtet, der E-Bau (Elektro-Hochhaus) wurde geplant und erstellt , die Verlängerung des C-Baus und die Mensa sowie ein (bescheidenes) Baulaborgebäude kamen auch noch hinzu und vor allem wurde die Studienplatzkapazität nahezu verdoppelt, was entsprechende Auswirkungen auch auf die Größe des Lehrkörpers hatte. Um weiteren Platz zu schaffen und trotzdem Baukosten zu sparen, wurden mit Stadtratsbeschluss vom 21.07.65 die Gewerblichen Fachschulen ersatzlos aufgehoben und damit eine 60-jährige Tradition abgeschnitten, für deren Vorhandensein man heute wohl wieder dankbar wäre.

Auch die Kunstschule der Stadt Augsburg, nunmehr aus dem Verband der Gewerblichen Fachschulen entlassen, begann ihren Unterricht im Jahre 1946 und zwar im Obergeschoss der Hochablass-Gaststätte mit einem einklassigen Kurs für Zeichnen, Malen und Graphik unter der Leitung von Georg Meyer. Die nächste Unterkunft dieser Schule, die stets mit der Stadt ums Überleben kämpfen musste - da sie in den Augen vieler Stadträte keine Pflichtaufgabe der Stadt darstellte -, waren das Antons-Kasino und einige Räume in der Wittelsbacher Schule, bis sie endlich im Jahre 1958 wieder in die einst für sie gebauten Räume in der Hallschule zurückkehren konnte. Sie entwickelte sich von einer allgemeinen Kunstschule zielstrebig zu einer Schule für angewandte Kunst mit den Klassen für Gebrauchsgraphik und für freie Malerei, später kam noch eine Klasse für Textilmusterzeichnen und 1952 ein Meisterkurs für das Malerhandwerk dazu. Diese, der Werkkunst verpflichtete Kunstschule, ergänzte ihr Angebot durch weitere Fachabteilungen (angewandte Malerei, Ausstellungsgestaltung und Werbegraphik) und stellte die Lehrpläne konsequent auf das Niveau einer Werkkunstschule um, so dass die Anerkennung als solche nicht ausbleiben konnte, sie erfolgte im Mai 1961 mit der Verleihung des Namens "Werkkunstschule der Stadt Augsburg, Höhere Fachschule für angewandte Grafik und Malerei" und war vor allem das Werk von Eugen Nerdinger, der nach dem Tode Georg Meyers im Jahre 1960 die Leitung der Kunstschule übernahm. In der Hallschule wurden alle noch irgendwie nutzbaren Räume im Keller und Souterrain für Labors und Werkstätten in Anspruch genommen und eingerichtet, so dass sich ein wenn auch nicht befriedigendes, aber doch annehmbares Raumangebot für etwa 100 bis 120 Studenten ergab. Die erste große Leistungsschau dieser neuen Schule war die große Jubiläumsausstellung 1962 in den Räumen des Schaezlerhauses anlässlich der 250. Wiederkehr des Tages, an welchem die Reichsstädtische Kunstakademie vom Rat der Stadt Augsburg zum ersten Male feste Räume (in der Stadtmetzg) zugewiesen bekommen hatte. Die damalige Festschrift mit dem Titel "1712 - 1962. Prinzip, Tradition, Verpflichtung" ist vielen Älteren sicherlich noch in Erinnerung. Das Regelstudium an der Werkkunstschule umfasste 8 Semester, wovon das erste ein Probesemester war, in der die Bewerber aller Fachabteilungen zusammengefasst waren, erst anschließend gliederte sich das Studium in die verschiedenen Disziplinen auf.

Bedingt durch gestiegene Anforderungen der Berufspraxis und die hieraus resultierende Ausweitung des Lehrangebotes einerseits und oft nicht mehr ausreichender Vorkenntnisse der Studienanfänger andererseits waren schon Mitte der Sechzigerjahre Bestrebungen in Gang gekommen, das Eingangsniveau für die Ingenieurschulen anzuheben und gleichzeitig diese Schulen aus dem sekundären Schulbereich herauszunehmen und im tertiären (= Hochschul-)Bereich als Akademien - wie sie ja schon hießen - zu etablieren. Hinzu kam eine ständig steigende Unruhe unter der Studentenschaft mit der Allgemeinforderung nach "Bildungsreform", die hier aber zusätzlich (und berechtigt) den konkreten Hintergrund einer Anerkennung der Ingenieurschulabschlüsse im EG-Bereich hatte. Bundesweite "Streiks" und Vorlesungsboykotte in den Jahren 1968 und 1969 führte schließlich zu dem Beschluss der Ministerpräsidenten über die bundesweite Einrichtung von "Fachhochschulen", welcher von den Bundesländern in verschiedene Fachhochschulgesetze umgemünzt wurde, in Bayern zum FH-Gesetz vom 30.09.1970. In diesem wurde als Eingangsniveau die "Fachhochschulreife" verlangt (12-klassige Vorbildung, wobei 11 . und 12. Klasse in der Fachoberschule abgelegt werden) und eine Regelstudienzeit von 8 Semestern inklusive zweier praktischer Studiensemester festgelegt.
Die Fachhochschule Augsburg wurde in diesem Gesetz durch die Zusammenlegung des Rudolf-Diesel-Polytechnikums und der Werkkunstschule Augsburg geschaffen und aus städtischer Regie in den staatlichen Bereich übernommen; hierbei trat die Stadt alle Gebäude an der Baumgartnerstraße an den Staat ab und verpflichtete sich, "alle notwendigen und wünschenswerten" Baumaßnahmen noch auszuführen; ob dieser überaus weisen Festlegung in Art.64 des FH-Gesetzes kam es dann zu einem jahrelangen Streit zwischen Stadt und Staat über "notwendig" einerseits und "wünschenswert" andererseits. Die Räume des nunmehrigen Fachbereichs Gestaltung in dem städtischen Schulgebäude an der Hallstraße mussten von der Stadt mietfrei auf unbefristete Zeitdauer überlassen werden. Zum 1.08.1971 nahm die neue Fachhochschule ihre Arbeit auf, ihr erster Präsident war der ehemalige Direktor des RDP, Dipl.-Ing. Friedrich Dworschak und damit begann die "3. Ehe" zwischen Kunst und Technik, die bis heute anhält und diesmal nicht nur als Nebeneinander, sondern als intensives Miteinander bezeichnet werden darf.

Dies ist vor allem das Verdienst von Präsident Dworschak, der bereits im Sommersemester 1971, also noch vor der offiziellen Zusammenlegung, einen "Modellrat" und einen "Modell-Prüfungsausschuss" ins Leben rief, in welchen Gremien "die auf uns zukommende Selbstverwaltung geübt werden" solle und die sich außerdem vorzüglich eigneten, die Probleme und überhaupt die gesamte Arbeitsweise der bisher fremden Bildungseinrichtung gegenseitig kennenzulernen (gleichzeitig konnten wir uns an die Beteiligung studentischer Vertreter in diesen Gremien gewöhnen). So gelang es in diesem Modell-Prüfungsausschuss, gemeinsame Verfahren der Prüfungsdurchführung zu finden, die dann auch später Eingang in die Rahmenprüfungsordnungen fanden und bis heute funktionieren, so dass die von anderen Fachhochschulen jahrelang gehörten Klagen "von den Exoten da draußen, die machen, was sie mögen und sich um keine Prüfungsordnung kümmern" bei uns von Anfang an nicht aufkamen; ein im praktischen Zusammenleben so verschiedener Ausbildungsrichtungen nicht zu unterschätzendes Faktum!
Durch die Auflösung der bis dahin immer noch geführten Vorkurse (für Bewerber des 2. Bildungsweges, die nunmehr die 12. Klasse der Fachoberschule besuchen mussten) sank im Wintersemester 1971/72 die Studentenzahl auf etwas über 1000, nachdem sie im Jahr zuvor an RDP und WKS zusammen noch etwa 1250 betragen hatte. Im Sommersemester 1972 begannen die Studiengänge der Ausbildungsrichtung Technik zum letzten Mal mit einem 1. Semester, dann konnten diese "Zwischensemester" nicht mehr geführt werden, da wir uns an den Jahresbetrieb der Fachoberschulen und Gymnasien angleichen mussten, weil wir nur mehr von dort Studienbewerber bekommen konnten. Da auch die Fachoberschulen erhebliche Anlaufschwierigkeiten hatten - waren sie doch 1970 "aus dem Boden gestampft" worden ohne ausreichende räumliche, personelle und sächliche Ausstattung und mit noch unerprobten Lehrplänen - und die Gymnasiasten diesen neuen Hochschultyp auch noch nicht annahmen, war ein weiteres Absinken der Studentenzahl in den folgenden Jahren bereits vorprogrammiert. So nimmt es nicht wunder, dass wir die für uns vorgesehenen Ausbauzielzahlen nur mit ungläubigem Staunen zur Kenntnis nahmen, als Präsident Dworschak sie in seinem ersten Jahresbericht im Juni 1972 nannte.

  • Technik bis 1975 = 1800, bis 1980 auf 2300 erweitert;
  • Gestaltung bis 1975 = 250, bis 1980 auf 300 erweitert;
  • Wirtschaft bis 1975 = 850, bis 1980 auf 1000 erweitert;

wobei alle zusätzlichen Raumkapazitäten bis 1980/81 im Uni-Gelände geschaffen werden sollten mit Ausnahme der Ausbildungsrichtung Wirtschaft (die es zu diesem Zeitpunkt in Augsburg noch gar nicht gab!), welche die von der Universität bis dahin geräumten Gebäude der ehemaligen PH an der Schillstraße vollständig und allein übernehmen sollte (auch bis 1980/81). Aus heutiger Sicht wäre dieses Konzept vernünftig gewesen, damals erschien es völlig utopisch; gleichwohl begann ein großes Planen und Überlegen, denn die Fachbereiche A und B sahen sich schon in schönen Neubauten mit großen geräumigen Labors im Süden des Campusgeländes - und so wurde wieder einmal das Fell eines Bären verteilt, der noch nicht einmal gesichtet geschweige denn geschossen war -. Zum Ablauf des ersten Jahres in diesem neuen Gebilde "Fachhochschule" mit all seinen ungewohnten Neuerungen, Umstellungen und Anlaufschwierigkeiten konnte Präsident Dworschak in seinem ersten Jahresbericht vor der Versammlung (dem Parlament der FH) feststellen: "Mit einer guten Mischung aus Beharrungsvermögen, Improvisationskunst, einigen kühnen Analogieschlüssen und einer erheblichen Portion Optimismus ist es gelungen, diese Schwierigkeiten wider Erwarten gut zu meistern." Bei der anschließenden ersten Wahl des Präsidenten durch die Versammlung wurde Präsident Dworschak mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt ebenso wie Vizepräsident Dipl.-Ing. Gottfried Weschke, der langjährige Direktor-Stellvertreter des Rudolf-Diesel-Polytechnikums. Die Wahlen der Fachbereichsleiter hingegen brachten teilweise unerwartete Ergebnisse, hier wurde in einigen Fachbereichen durchaus der Aufstand geprobt, was so mancher alte Abteilungsleiter nur schwer verstehen konnte.

Das nächste Studienjahr brachte wegen der ebenfalls vorhandenen Anlaut-Schwierigkeiten der Fachoberschulen und ihrer nur langsam wachsenden Akzeptanz bei der Bevölkerung erst einmal ein wieder verkleinertes Anwachsen von Studienbewerbern in Technik und Gestaltung. Die Studentenzahl sank damit im Sommersemester 1973 unter 800, was natürlich sofort Zweifler auf den Plan rief, die der Fachhochschule und der vorgeschalteten Fachoberschule den baldigen Tod voraussagten, es "ja schon immer gewusst hatten, dass dies ein totgeborenes Kind sei und . . ." dann folgten je nach Couleur der Kritiker Vorwürfe über das Verlassen der praxisgerechten Ausbildung, Verwissenschaftlichung des Lehrangebotes, mangelnder Berufstauglichkeit der Absolventen (dabei gab es zu diesem Zeitpunkt noch gar keine!) bis hin zur Vergeudung von Steuergeldern. Gerade letzteren Vorwurf nahm sich unser Staatsministerium sehr zu Herzen und bedachte diese jungen Pflänzchen der Kulturpolitik mit wahren Hungerrationen an Haushaltsmitteln. Dies ging so weit, dass im Haushalt vorhandene Professorenstellen erst nach einem langwierigen Genehmigungsverfahren zugeteilt wurden, dessen Kernstück eine sich über die gesamte Ausbildungsrichtung erstreckende Schlüsselberechnung nach vorhandener Studentenzahl war, wobei Studenten in praktischen Studiensemestern nur zu 1/6 zählten; überstieg die Anzahl der vorhandenen Lehrpersonen das Ergebnis dieser Bedarfsberechnung, dann wurde keine neue Stelle freigegeben und wenn sie für einen Studiengang noch so notwendig gewesen wäre, denn man konnte doch, um nur ein Beispiel zu nennen, keinen gerade "nach Schlüssel" überzähligen Elektriker im Studiengang Architektur für das Fachgebiet Städtebau einsetzen. Mit dieser Weisheit ministerieller Schlüsselberechnung und der daraus resultierenden Nöte musste sich nicht nur Präsident Dworschak, sondern auch sein Nachfolger noch jahrelang herumschlagen und sie endete erst mit dem Studentenboom der Achtzigerjahre. Als Positivum dieses Studienjahres ist zu vermelden, dass die Fachhochschule Augsburg als einzige die inzwischen erlassene Rahmenprüfungsordnung (RAPO) in eine eigene "Vorläufige Prüfungsordnung" umsetzte, was ihr auf Grund der o.a. Vorarbeiten des "Modell-Prüfungsausschusses" und des sich daran anschließenden offiziellen Prüfungsausschusses möglich war; die übrigen Fachhochschulen gingen in dieser Frage zuerst einmal "auf Tauchstation" und warteten die Erprobung in Augsburg ab.

Die ebenfalls bereits erwähnten praktischen Studiensemester, die der Gesetzgeber als Kernstück der praxisbezogenen Ausbildung verordnet hatte und deren Umsetzung sehr große Anstrengungen erforderte und die Bereitschaft von Industrie und Handwerk ebenso voraussetzte wie die aller Beteiligten der Fachhochschule, wurden mit einem vorgezogenen 2. praktischen Studiensemester im SS 73 zum ersten Mal durchgeführt - den Studenten war wegen bereits vorhandener Vorpraxis das 1. praktische Studiensemester erlassen worden - und darauf folgte im WS 73/74 das erste reguläre 1. praktische Studiensemester. Wir müssen heute offen gestehen, dass wir für die strikte Verordnung dieser Praxissemester, die uns trotz aller Schwierigkeiten kein Ausweichen bot, in der Rückschau dankbar sind; die enormen Anlaufschwierigkeiten mussten so überwunden werden und dies führte zu einem selbst bei den heutigen Studentenzahlen noch einwandfrei funktionierenden praktischen Ausbildungsanteil.

(Zur Erläuterung für Außenstehende: das 1. praktische Studiensemester - das sogenannte "Blaukittelsemester" - soll den Studenten mit handwerklichen Fertigkeiten seines späteren Berufes vertraut machen, während das 2. praktische Studiensemester - das sogenannte "Weißkittelsemester" - ihm einen Einblick in seine spätere Ingenieurtätigkeit geben soll; so wird das 1. Praxissemester vorwiegend auf Baustellen und in Betrieben abgeleistet, während die Ausbildungsstellen des 2. Praxissemesters sich hauptsächlich in Konstruktionsbüros oder bei Behörden oder Bauleitungen etc. befinden. Während dieser Zeit werden die Studenten von der Fachhochschule betreut (die Praxisstellen müssen als geeignet anerkannt sein) und einmal pro Woche zu den "praxisbegleitenden Lehrveranstaltungen" und Praxisseminaren in der Hochschule zusammengefasst, sie schließen diese Semester jeweils mit einem Kolloquium ab, das zusammen mit den zu erstellenden Praxisberichten Vorbedingung für die Anerkennung dieser Praxissemester ist und ohne diese Anerkennung gibt es keine Zulassung zur Diplomarbeit.)
Am 21.11.1973 wurde im Bayerischen Landtag das Bayerische Hochschulgesetz verkündet, das nun auch die Fachhochschulen einbezog und damit das Fachhochschulgesetz von 1970 in weiten Teilen aufhob und die Namen und Zusammensetzungen der Selbstverwaltungsgremien neu regelte, d.h. meistens änderte. So gab es keinen "Rat" mehr, sondern einen "Senat", der "Fachbereichsleiter" hieß nun "Fachbereichssprecher" oder "Dekan" (welch letzteres sich wegen seiner Kürze schnell durchgesetzt hat), die "Vollversammlung" schlicht "Versammlung" und was dergleichen Lappalien mehr waren. Schon keine Kleinigkeit mehr war hingegen der Wegfall des allgemeinpolitischen Mandates des ASTA, dem neben dem Namen (er hieß jetzt "Sprecherrat des studentischen Konventes") auch die Finanzhoheit genommen wurde - dafür mussten die Studenten keine AStA-Beiträge mehr bezahlen - und der sich nur mehr zu hochschulpolitischen und -internen Angelegenheiten äußern konnte. Ebenfalls sehr schmerzlich war der ersatzlose Wegfall des im FH-Gesetz enthaltenen Versprechens, die Regellehrverpflichtung der Fachhochschullehrer von 18 Semesterwochenstunden bis zum Jahre 1974 auf 16 SWS zu senken - sie beträgt nebenbei bemerkt nach nunmehr 15 weiteren Jahren immer noch 18 SWS -, angenehmer dagegen die Überführung des größten Teils des Lehrkörpers in die Hochschulbesoldungsordnung. Waren wir doch 1971 in der bisherigen Laufbahn verblieben und nur mit einem zusätzlichen Titel bedacht worden, so dass wahre Bandwürmer entstanden wie z.B. "Oberbaurat (mit Zulage) und Professor an Fachhochschulen" - von uns kurz und respektlos OMIZULUPAF abgekürzt - oder "Baudirektor und Professor an Fachhochschulen" - BAUDIPAF -; jetzt waren dagegen alle ohne Rücksicht auf die Eingruppierung "Professor an Fachhochschulen" und erst eine weitere Änderung des Bayerischen Hochschullehrergesetzes (BayHSchLG) hat im November 1978 hieraus den schlichten "Professor" gemacht. Große Schwierigkeiten machte jedoch die Überführung eines Teiles unserer Kollegen des Fachbereichs Gestaltung in diese neuen Besoldungsstrukturen, passte doch ihr Ausbildung- und Berufsweg nicht in die im Gesetz enthaltenen "Einstellungsvoraussetzungen" (die Künstler waren schlicht vergessen worden), so dass jeder Einzelfall mühsam mit dem Ministerium ausgehandelt (oder besser gesagt: erstritten) werden musste, was sich teilweise jahrelang hinzog.

Für unser technisches Personal änderte sich bei der Überführung in den staatlichen Bereich überhaupt nichts, im Gegenteil! Sie wurden von neuen Dienstherren eher schlechter behandelt und das gilt leider bis heute! Das Verwaltungspersonal dagegen wuchs zuerst einmal zahlenmäßig kräftig an, da die neu hinzugekommenen Aufgaben der Selbstverwaltung einen großen Umfang aufwiesen; die Anerkennung ihrer Leistungen in dieser Aufbauphase war aber genau so miserabel wie bei den Labormeistern. An die Spitze der Verwaltung wurde ein Kanzler (Volljurist) berufen, dem das gesamte Personal untersteht und der für alle Bau- und Haushaltsangelegenheiten zuständig ist; seit 1972 hat diese Stelle Herr Ernst Mayr inne.

Ein nochmaliger Rückgang der Studentenzahlen im SS 74 (in Augsburg auf rund 700) fiel zeitlich zusammen mit einer stark inflationären Tendenz aller öffentlichen Haushalte (der ÖTV-Streik vom Februar 1974 brachte Einkommenserhöhungen bis etwa 14 %) und damit verbunden einer Sparwelle in allen Haushaltsansätzen. Wen nimmt es da wunder, dass die (damals utopisch klingenden) Ausbauzielzahlen zuerst einmal neu diskutiert wurden? Alle Prognosen der Bildungsplaner wurden hinterfragt und neu aufgestellt und man kam zum Ergebnis, dass in den Jahren des größten Andranges an den 10 staatlichen bayerischen Fachhochschulen (ohne Beamten- und Stiftungsfachhochschulen) maximal 37 200 bzw. (zweite Schätzung) 33 600 Studenten eingeschrieben wären und dass dieser "Studentenberg" bis 1992 durch den "Pillenknick" wieder auf ein Normalmaß abflache und so beschloss die bayerische Staatsregierung (mit Bestätigung durch den Landtag), diesen Studentenberg zu "untertunneln", d.h. nur für die angenommene Endlast auszubauen und die während der Zwischenzeit vorhandene Überlast getrost den Hochschulen aufzubürden, diese würden schon irgendwie damit fertig werden. Dass diesen prognostizierten max. 37 200 Studenten heute, im WS 1989/90, in Wirklichkeit 52 760 Studenten gegenüberstehen bei einer Ausbauzielzahl von 24 700 für die 10 bayerischen staatlichen Fachhochschulen, das steht auf einem anderen Blatt und zeigt höchstens die Fragwürdigkeit derart langfristiger Prognosen; der "Untertunnelungsbeschluss" bescherte uns also Bayern-weit im jetzigen Semester eine Überlast von 215 % ! Bei noch steigender Tendenz! Eine Abflachung des Studentenberges bis 1992 ist überhaupt nicht in Aussicht, im Gegenteil! Aber die 1975 durch diese Überlegungen neu festgesetzten Ausbauzielzahlen wurden dann im Hochschulgesamtplan 1977 nochmals gekürzt und in dieser letzten Fassung bestehen sie bis heute, obwohl die Entwicklung der letzten Jahre längst eine Korrektur verlangt hätte. Für Augsburg bedeuteten diese Neufestsetzungen:
Ausbildungsrichtung:

Die Ausbildungsrichtung Wirtschaft war im Wintersemester 1974/75 mit 103 Studenten des 1. Semesters und 2 neuen Professoren angelaufen und entwickelte sich seitdem kontinuierlich weiter und hat heute 831 Studenten; sie ist seit WS 77/78 in der ehemaligen PH in der Schillstraße untergebracht und soll einst diese Gebäude - zusammen mit der Ausbildungsrichtung Gestaltung - allein nutzen nach dem Willen des 5. Rahmenplanes für den Hochschulbau (1975!), die mitnutzende Universität ist aber bis heute nicht ausgezogen und es besteht auch überhaupt keine Aussicht, dass sie das in den nächsten Jahren tun wird. Dabei hatte man sich als "einst" im 5. Rahmenplan das Jahr 1981 (spätestens aber 1985) vorgestellt. Diese Planmutationen veranlassten Präsident Dworschak in seinem Bericht 1976 zu der - im Rückblick geradezu prophetischen - Feststellung: "Setzt man in die Zukunft extrapolierend einmal die Herabsetzung der Ausbauzielzahlen im bisherigen Tempo fort und bereichert diesen Sport gleichzeitig durch eine Herabsetzung der Flächenrichtwerte in ähnlicher Fortschreibung, so könnte man unschwer etwa 1978/79 den Ausbau der Fachhochschule Augsburg für beendet erklären, ohne dass auch nur ein einziger Bauarbeiter ihr Gelände betreten hätte."

So ist es dann auch beinahe gekommen. Doch zunächst ging Präsident Dworschak zum 1.10.1976 in den wohlverdienten Ruhestand, nicht ohne vorher noch die Grundordnung der Fachhochschule Augsburg beschlussreif vorbereitet zu haben, die uns unter anderem ermöglichte, ein Kuratorium zu bestellen, welches uns in der Folgezeit überall dort tatkräftig zur Seite stand, wo wir - aus welchen Zwängen auch immer - selbst nicht mehr weiterkamen. Zu seinem Nachfolger wurde Dr.-Ing. Wolfgang Heidecker (auch ein Bauingenieur) gewählt, da Prof. Weschke das Amt abgelehnt hatte - er wollte Vizepräsident bleiben und lieber dem neuen Präsidenten mit Rat und Tat zur Seite stehen, was er dann auch in selbstloser und großartiger Weise getan hat -.

Die nächsten Jahre waren vor allem gekennzeichnet durch die Bemührungen mehr Raum für die Lehre zu bekommen, da ja die Studentenzahlen zuerst noch langsam, dann aber mit zunehmender Schnelligkeit anwuchsen; daneben musste aber auch die nun wahrlich sehr gering angesetzte Ausbauzielzahl verteidigt werden. Der erste Themenkomplex war vielfältig und lässt sich am besten mit dem Stichwort "Katakomben der Hallschule" umschreiben.
Wie bereits dargestellt, hatte die Werkkunstschule Augsburg schon Keller- und Souterrainräume (ehemalige Hausmeisterwohnung) in der Hallschule für ihren Labor- und Werkstattbedarf okkupiert und damit etwa 100 (max. 120) Studienplätze geschaffen. Nun war aber die Studentenzahl im WS 76/77 bereits auf 171 angewachsen mit weiter steigender Tendenz (wir kannten ja die Schülerzahlen der Fachoberschulen und die Anfragen aus dem Gymnasialbereich); alle noch irgendwie nutzbaren Räume - deren gewerbliche Nutzung das Gewerbeaufsichtsamt niemals zugelassen hätte - waren bereits mit einbezogen wie z.B. das Tröpferlbad im Keller, welches durch ein provisorisches Podest über dem Duschbecken in ein Photoatelier verwandelt wurde; dennoch war die Enge so drangvoll, dass ein Studienbetrieb nur mit äußerst gutem Willen als gerade noch zumutbar bezeichnet werden konnte. Andererseits hatte die Fachhochschule aus der Auflösung der gewerblichen Fachschulen noch eine gewisse Raumkapazität, die aber wegen fehlender Umbaumaßnahmen nicht genutzt werden konnte. Und gerade diese Umbaumaßnahmen unterlagen einem strikten Baustopp, da sie unter die Streitmenge des Art. 64 FHG fielen, bei welchem sich ja Staat und Stadt über "notwendig" einerseits und "zweckmäßig" andererseits seit 1971 stritten und zu Beginn des Jahres 1977 - an beiden Stellen saßen inzwischen neue Referenten - wieder beim Austausch juristischer Grundsatzerklärungen angelangt waren. Es war zum Verzweifeln. In unserer Not luden wir das Kuratorium zu einer Sitzung in die "Katakomben" ein und dies half. Die Unzumutbarkeit dieser Unterbringung wurde anerkannt und sowohl OB Breuer als auch die Landtagsabgeordneten Meyer und Fröhlich setzten sich für eine baldige Änderung ein, so dass schließlich am 9. Dezember 1977 in einer gemeinsamen Sitzung aller Beteiligten in München ein tragbarer Vergleich in dieser Streitsache gefunden wurde, dem dann sowohl Staat als auch Stadt Augsburg in den folgenden Monaten zustimmten. Nicht unerwähnt bleiben darf die Hilfe des Kuratoriumsvorsitzenden, unseres Alt-Präsidenten Dworschak, der ja als einziger noch über sämtliche Zusammenhänge der Streitsache Bescheid wusste und dieses Wissen vehement zu unseren Gunsten einsetzte.

Neben den Geldern, die wir von Stadt und Staat nun im Vollzug dieses Vergleiches bekamen und die sowohl für erforderliche Baumaßnahmen als auch für die Ergänzung der Laboreinrichtungen verwendet wurde, brachte uns diese Einigung den Wegfall des Baustopps und damit die Möglichkeit, einen Teil unseres Fachbereichs Gestaltung - das Grundstudium, also 1.- 4.Semester - in den Räumen des F-Baus in der Baumgartnerstraße unterzubringen. Dass dies mit der beim Staat üblichen Zeitverzögerung von fast zwei Jahren geschah, ist in den Genehmigungsverfahren staatlicher Bauvorhaben begründet und führte dazu, dass die Gestalter in der Hallschule bereits wieder Alarm schlugen, weil dort die Räume erneut überliefen, waren doch inzwischen im Hauptstudium über 150 Studenten eingeschrieben. Und die seit dem 5. Rahmenplan zugesagte Übersiedlung des gesamten Fachbereiches in die Schillstraße war nicht abzusehen, genauso wenig wie heute.

Schnelle Hilfe tat Not, aber wie? Nach langem Suchen stießen wir auf das Alte Hauptkrankenhaus, das ab 1981 geräumt und dessen Abriss oder Weiterverwendung gerade heiß diskutiert wurde. Konnte uns das aus unserer Misere helfen? Es dauerte zwei Jahre von der ersten Kontaktnahme mit Bürgermeister Dr. Kotter über Verhandlungen mit Liegenschaftsamt und Baureferat, Untersuchung der Räume auf ihre Brauchbarkeit und der Decken auf ihre Tragfähigkeit - samt einer Ausnahmegenehmigung der Obersten Baubehörde, weil für Unterrichtsräume höhere Nutzlastansätze gelten als für Krankenzimmer -, über Baukommissionen mit der Bezirksregierung und dem Uni-Bauamt bis hin zum Hürdenlauf in den Ministerien - ja bis zum Finanzminister persönlich -, bis wir sicher sein konnten, dass wir dieses neue Domizil erhalten würden. Aber erst das Entgegenkommen der Stadt in der Frage der vom Finanzministerium strikt verlangten Mietfreiheit - welche Forderung ich heute noch als sittenwidrig ansehe, da in Bayern bisher für die Alimentation seiner Kinder, auch der adoptierten, der Vater aufzukommen hatte - brachte den Durchbruch und die Mittelfreigabe für den Umbau. Zum Wintersemester 1984/85 endlich konnte die gesamte Ausbildungsrichtung Gestaltung wieder zusammengeführt und in das alte Haupthaus verlegt werden. Nicht unerwähnt bleiben darf in diesem Zusammenhang die von unseren Gestaltern im Sommer 1981 durchgeführte "Antiausstellung" in den Kellerräumen der Hallschule, die sogar den Leiter der Hochbauabteilung der OBB, Herrn Min.-Dirigent Megele, von der Notwendigkeit der Maßnahme und auch von der Zweckmäßigkeit unserer Lösungsvorschläge überzeugte.

Auch unser Kuratorium half uns wieder nachhaltig bei den Auseinandersetzungen zwischen Stadt und Finanzministerium.

Die gleiche Hilfe ließ es uns zuteil werden, als der Rechnungshof eine Stagnation der Studentenzahlen zu entdecken glaubte - dabei wussten wir schon auf Grund der Schülerzahlen in den FOS, was auf uns zukam - und einige von uns geforderte Ergänzungsbauten in der Baumgartnerstraße "hinterfragte". Dieses nahm das Finanzministerium sofort zum Anlass, unsere Ausbauzielzahl um 300 Studienplätze zu Gunsten der FH Rosenheim kürzen zu wollen und das zu einem Zeitpunkt, als wir bereits diese Ausbauzielzahl uns zu überschreiten anschickten. Nur durch einen erbitterten Streit konnten wir dieses Ansinnen, das in der Retrospektive uns in eine einzige Katastrophe geführt hätte (hätte es doch den Wegfall von 25 Professorenstellen bedeutet, ohne welche wir die jetzige Überlast unter keinen Umständen hätten schaffen können), abwehren. Dass unser eigenes Ministerium an der ganzen Sache nicht so unschuldig war, stellte sich erst während des Streites heraus, weil es plötzlich auch auf uns einprügelte.

Im Herbst 1979 trat Vizepräsident Weschke in den Ruhestand. Sein Nachfolger wurde Prof. Dipl.-Ing. Rudolf Bretzel, ein Maschinenbauer, der nach weiteren drei Jahren Präsident Dr. Heidecker ablöste und sich als neuen Vizepräsidenten Prof. Dipl.-Ing. Hans Benedikt, einen Elektrotechniker, erkor, welcher wiederum nach 6 Jahren von ihm das Präsidentenamt übernahm und zum neuen Vizepräsidenten Prof. Hans-Jürgen Körner, einen Mathematiker, zur Wahl vorschlug, welches ihm die Versammlung auch durch ihr Votum erfüllte. Inzwischen wurden Präsident Benedikt im Sommer 1994 und Vizepräsident Körner in den Jahren 1991 und 1994 in ihren Ämtern durch entsprechende Wahlen der Versammlung eindrücklich bestätigt.

In der Baumgartnerstraße entstand in der Fachhochschulzeit bis 1990 ein einziger Neubau (eine kleine Halle für den Windkanal mit 130 m’ Grundfläche), alles andere waren lediglich Umbauten und Flickwerk. Die seit Jahren geforderte Ergänzung der Räume, damit wir wenigstens die in der Ausbauzielzahl 77 festgelegten 1150 Studienplätze für die Technik auch flächenmäßig erhalten, war lange heiß umstritten und endlich wurde im Herbst 1990 der Ergänzungsbau begonnen, die Einweihung war im Dezember 1993. Er brachte 1500 m2 Nutzfläche und wurde auf dem Parkplatz südlich des F-Baus situiert. Der Studiengang Informatik und das Baustofflabor konnten als Nutzer die neuen Räume übernehmen, wenn sich auch die Einrichtung vor allem der Labors noch ein weiteres Jahr hinzog.

Damit ist aber der wirkliche Raumbedarf, der sich nach der Ausbauzielzahl 90 geschweige denn nach der vorhandenen Studentenzahl errechnen würde, noch bei weitem nicht erfüllt und so muss es als großer Erfolg von Präsident Bretzel bezeichnet werden, dass 1987 das Gelände der Südgarage für die Fachhochschule erworben werden konnte. Hierfür wird z.Zt. vom Universitätsbauamt die HU-BAU (= Haushaltsunterlage für Bauvorhaben) für einen Neubau aufgestellt, welcher den Raumbedarf der Ausbildungsrichtung Gestaltung und eine Cafeteria beinhaltet.

Außerdem bemüht sich die Hochschulleitung seit 1990 mit allen Kräften, das Silbermanngelände (südlich der unser Areal tangierenden Bahnstrecke) für die nach den jetzigen Ausbauzielzahlen notwendige räumliche Erweiterung der gesamten Hochschule zu bekommen; leider wurde im Sommer 1994 durch Augsburger Denkmalschützer und Architekten auch das unweit von unserem Stammgelände gelegene Areal der Schüleschen Kattunfabrik als Alternative ins Gespräch gebracht und nun sind alle beteiligten Ministerien und Amtsstellen wieder der Qual der Wahl ausgesetzt und die Hochschule wartet händeringend auf eine baldige Entscheidung und hofft dann auf eine zügige Verwirklichung der jetzt dringend notwendigen Neubauten. Sollte das Tempo staatlicher Bauten, angefangen von der Vorplanung über das langwierige Genehmigungsverfahren bis hin zur Ausführung sich aber nicht gravierend ändern, so werden unsere Kinder erst als Großeltern auf dem nun auszuwählenden Gelände Neubauten erleben.

In der Zwischenzeit (1993) wurden als Interimslösung ca. 2 000 m2 Nutzfläche im Gebäude der Fa. Naumann an der Hofrat-Röhrer-Straße angemietet, die hauptsächlich vom Fachbereich Informatik genutzt werden.

Im letzten Jahrzehnt knüpfte die Fachhochschule Augsburg viele Kontakte zu ausländischen vergleichbaren Hochschulen, so dass Studenten aus England und Nordirland bei uns einen Teil ihres Studiums absolvieren, während umgekehrt unsere Studenten die dortigen Schulen besuchen und auf diese Weise eine Doppelqualifikation erlangen können, die sogar dort (University of Ulster) mit einer Promotion abgeschlossen werden kann (welches unseren Absolventen an deutschen Universitäten derzeit nur nach einem vollen Zweitstudium möglich ist). Nicht unerwähnt bleiben darf hier auch die bereits langjährige Verbindung unserer Gestalter zur Kunsthochschule Urbino.

Es hätte noch vieles zu berichten gegeben, aber diese kurze Geschichte unserer Schule sollte ja keine Enzyklopädie werden; allein schon die Geschichte unseres Rechenzentrums von den Anfängen mit der IBM 1130 im Jahre 1967 bis hin zur heutigen Ausstattung und Funktion gäbe eine eigene Abhandlung. Ich wollte nur ein Fundament legen, auf weichem nun weitergebaut werden kann. Wer Berichtenswertes aus den letzten Jahren vermisst oder wer meint, dass manches zu kurz gekommen ist, darf diesen Bericht beliebig erweitern. Jedes Gedächtnis ist eben nur subjektiv, weil von persönlichen Erlebnissen geprägt, deshalb sind Ergänzungen durchaus erwünscht und werden gerne entgegengenommen.


 

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