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Universität zu Köln


Die "neue" Universität
Von der Neugründung 1919 bis heute


1919, wenige Monate nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg, wurde die Universität durch den damaligen Kölner Oberbürgermeister und späteren Bundeskanzler Konrad Adenauer wiederbegründet. Bis 1953 blieb sie eine städtische Universität und ging dann in die Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen über. Heute ist sie mit fast 62.000 Studenten nach der Universität München zweitgrößte Universität in der Bundesrepublik. Sie bietet die Vorteile einer Campus-Universität, die jedoch nicht draußen vor den Toren der Stadt liegt, sondern in unmittelbarer Nähe zur Kölner City.

Internationale Beziehungen

Zahlreiche Forscher mit internationalem Ruf, die auch weit über ihre Fachgrenzen hinaus bekannt gewordenen sind, haben in Köln gelehrt. Beispielhaft seien die Betriebswirtschaftler Eugen Schmalenbach und Erich Gutenberg, der Philosoph und Soziologe Max Scheler, der Soziologe René König, der Wirtschaftswissenschaftler Alfred Müller-Armack und der mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnete Kurt Alder genannt. Daß die Universität zu Köln in der Welt auch heute noch einen guten Ruf genießt, zeigt die wachsende Zahl ausländischer Gastprofessoren und Studenten. Letztere machen nahezu neun Prozent der Studentenschaft aus. Mit den Universitäten I und II in Clermont-Ferrand (Frankreich), der Pennnsylvania State University (USA), der University of California (USA), der Keio-Universität Tokio (Japan), der Kliment Ochridski Universität Sofia (Bulgarien), der Jagiellonen-Universität Krakau (Polen), der Universidade Federal do Cear Fortaleza (Brasilien), der Aristoteles-Universität Thessaloniki (Griechenland) und der Universität Wolgograd (GUS) pflegt die Universität Partnerschaften. Daneben existiert eine Vielzahl von persönlichen Kontakten mit Wissenschaftlern in nahezu allen Ländern der Welt. Zusammen mit anderen anerkannten europäischen Universitäten und Managementschulen bietet die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät den Studiengang "Europa-Manager" (CEMS) an. Für Kölner Jura-Studenten besteht bereits seit einigen Jahren die Möglichkeit einer integrierten Ausbildung im deutschen und französischen Recht an der Sorbonne in Paris und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln mit dem Abschluß eines "Magister Legum".

Spitzenpositionen in der Forschung

Auf vielen Forschungsgebieten nimmt die Universität zu Köln Spitzenpositionen ein. So ist das Genetische Institut Bestandteil des Kölner Gen-Forschungs-Zentrums - eines von vier in der Bundesrepublik. Allein zwei Sonderforschungsbereiche ("Molekulare Analyse der Entwicklung zellulärer Systeme" und "Der modulare Aufbau des genetischen Materials") sind am Genetischen Institut angesiedelt. Zwei weitere Sonderforschungsbereiche ("Physik und Chemie der interstellaren Molekülwolken" und "Physik mesoskopischer und niedrigdimensionaler metallischer Systeme") finden sich in der Physik. Daneben bleibt Köln aber weiterhin ein Zentrum vielseitiger "klassischer" philologisch-historischer Forschung. Das Institut für Altertumskunde, um nur ein Beispiel zu nennen, ist eines der bedeutendsten Forschungsstätten der Erschließung unveröffentlichter Papyri der ägyptisch-griechisch-römischen Antike. Im Jahre 1995 wurde der Sonderforschungsbereich "Kultur- und Landschaftswandel im ariden Afrika" eingerichtet, in dem die Fachrichtungen Ägyptologie, Afrikanistik, Botanik, Geographie, Ur- und Frühgeschichte, Völkerkunde mitarbeiten. Außerdem ist die Universität an dem Sonderforschungsbereich "Theorie des Lexikons" beteiligt.

Fakultätsübergreifende Forschungsschwerpunkte und Medien

Durch den Ausbau und die Entwicklung neuer, fakultätsübergreifender Forschungsschwerpunkte versucht die Universität seit einer Reihe von Jahren, den politischen und technologischen Umwälzungen Rechnung zu tragen. Hierzu zählen neben den Biowissenschaften vor allem die Umwelt- und Weltraumforschung, die Afrikaforschung, die Informatik, die moderne Sinologie, die Regionalwissenschaften Lateinamerika sowie die Europaforschung. 1995 richtete die Medizinische Fakultät gemeinsam mit der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät das "Zentrum für Molekularbiologische Medizin der Universität zu Köln (ZMMK)" ein. Gemeinsam mit der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät baut die Medizinische Fakultät derzeit das "Institut für Gesundheitsökonomie, Medizin und Gesellschaft an der Universität zu Köln" auf. An die Rolle Kölns als Medienzentrum anknüpfend baut die Universität zur Zeit ihren Schwerpunkt Medienwissenschaften aus. Auf eine lange Tradition können hier bereits das Institut für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft sowie das Institut für Rundfunkrecht zurückblicken. Vor wenigen Jahren wurde das Institut für Rundfunkökonomie gegründet.

Graduierten-Kollegs

Auf die enge Verbindung von Forschung und Lehre wird an der Universität zu Köln besonderer Wert gelegt. So wurde an ihr in Zusammenarbeit mit der Fritz-Thyssen-Stiftung 1985 erstmalig in der Bundesrepublik ein Graduierten-Kolleg eingerichtet, mit dem besonders begabte Nachwuchswissenschaftler gefördert werden sollen. Nach diesem Modell wurden mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft inzwischen über 200 Graduierten-Kollegs an fast allen bundesdeutschen Hochschulen ins Leben gerufen, davon 5 an der Universität zu Köln.

Wissenschaftliches und Hochschul-Umfeld

Für das erfolgreiche Wirken einer wissenschaftlichen Einrichtung ist das Umfeld mitentscheidend. Drei Großforschungseinrichtungen (das Kernforschungszentrum Jülich, die Deutsche Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt in Porz sowie die Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung in St. Augustin) sowie drei Max-Planck-Institute (für Züchtungsforschung, für neurologische Forschung und für Gesellschaftsforschung) liegen in der Nähe und stehen in fruchtbarem Austausch mit Wissenschaftlern der Universität. Außerdem hat Köln acht weitere Hochschulen, darunter die Deutsche Sporthochschule, die Staatliche Hochschule für Musik und die 1989 gegründete Kunsthochschule für Medien. Insgesamt gibt es in Köln ca. 85.000 Studenten. Diese Forschungs- und Hochschulkapazität bietet Wissenschaftlern wie Studenten Arbeits- bzw. Studienmöglichkeiten, wie sie nur an wenigen Standorten in Europa vorhanden sind.


 

Universität zu Köln
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln
Tel: +49 (0)221 / 470-0

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Weitere Informationen: http://www.uni-koeln.de