Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Logo

Universität Karlsruhe


Wissenswertes über die Universität

Simulationsmodelle für den Satellitenfunk, umweltfreundliche Produktionsverfahren, Mikro- und Nanotechnologie, Supercomputing, Tele-Teaching, neue Antriebstechniken - Entwicklungen Art prägen das tägliche Leben an der Universität Fridericiana zu Karlsruhe am Rande des Schwarzwalds. Der Erfindungsreichtum hat Tradition, schließlich ist die 1825 gegründete „Fridericiana“ die älteste Technische Hochschule Deutschlands.

Eine herausragende Position nimmt sie nicht zuletzt dank ihrer großen Informatik-Fakultät ein: Diese wurde 1972 als erste ihrer Art in Deutschland eingerichtet. Das Rechenzentrum der Universität zählt von jeher zu den größten und modernst ausgestatteten Einrichtungen deutscher Hochschulen. Bereits seit Anfang der 80-er Jahre betreibt es Supercomputer. Die Einführung computerisierter Hörsäle war eine bundesweite Pionierleistung, außerdem verfügen die Karlsruher über das erste flächendeckende Hochgeschwindigkeitsnetz in Europa. Das Rechenzentrum stellt Studierenden zahlreiche moderne Computerarbeitsplätze zur Verfügung.

Weitere Besonderheiten sind der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen, der in den 70-er Jahren eine typische Karlsruher Prägung erhalten hat, und die eigenständige Fakultät für Chemieingenieurwesen, die durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Natur- und Technikwissenschaftlern geprägt ist. Mit dem eigens errichteten „Forschungszentrum Umwelt“ erhielt die Umweltforschung, die an der Universität stark vertreten ist, einen räumlichen und organisatorischen Mittelpunkt. 

Geschichte

Die am 7. Oktober 1825 nach dem Vorbild der Pariser École Polytéchnique gegründete Polytechnische Schule in Karlsruhe gilt als Vorläuferin der Universität. 1832 und in den folgenden Jahren wurde sie ausgebaut und umgestaltet. 1865 erhielt sie die volle Hochschulverfassung, 1885 erfolgte die Umbenennung in Technische Hochschule. 1899 wurde ihr das Promotionsrecht verliehen. 1902 nahm sie nach ihrem Förderer, Großherzog Friedrich von Baden, den Namenszusatz Fridericiana an. 1967 bestimmte ein Landesgesetz die Umbenennung in „Universität“, die Bezeichnung „Technische Hochschule“ blieb jedoch als Ergänzung erhalten. 

Prominente

Unter den zahlreichen prominenten Persönlichkeiten der Universität Karlsruhe ragen einige ganz besonders hervor:  Heinrich Rudolf Hertz (1857 bis 1894), ehemaliger Professor der Physik in Karlsruhe, „entdeckte“ die elektromagnetischen Wellen und damit eine der Grundlagen der Funktechnik. Nobelpreisträger Fritz Haber (1868 bis 1934) gelang die Hochdrucksynthese des Ammoniaks, Ferdinand Redtenbacher (1809 bis 1863) begründete den wissenschaftlichen Maschinenbau in Deutschland und gab so einer ganzen Generation von Ingenieuren das Rüstzeug für bahnbrechende technische Entwicklungen. Carl Benz, einer der Pioniere des Automobils (1844 bis 1929), studierte hier und wurde 1914 Ehrendoktor der Universität. Otto Lehmann, 1889 bis 1922 Ordinarius für Physik an der Fridericiana, entwickelte das Kristallisationsmikroskop und leistete Pionierarbeit bei der Erforschung von Flüssigkristallen. 

Die Technik gibt den Ton an

Zur Zeit ihrer Gründung eine Institution mit 15 Lehrpersonen und 250 Studenten, ist die Universität heute eine große und moderne Stätte der Lehre und Forschung. Den Schwerpunkt bilden die Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften. Aber auch die Geisteswissenschaften sind vertreten. An zwölf Fakultäten und 123 Instituten sowie mehreren zentralen Einrichtungen erhalten rund 15.000 Studierende eine zukunftsorientierte Ausbildung, die stark an der Praxis orientiert ist: Über Studien-, Diplom- und Doktorarbeiten werden sie in aktuelle Forschungsprojekte eingebunden. Etwa 15 Prozent der Studierenden sind Ausländerinnen und Ausländer. 

Rund 40 Studiengänge

Studierende haben die Wahl zwischen rund 40 Studiengängen. Diese schließen ab mit dem Diplom, der wissenschaftlichen Prüfung für das Lehramt an Gymnasien oder der Magisterprüfung. In einigen Studiengängen ist auch ein Bachelore-Abschluss vorgesehen. Charakteristisch ist die interdisziplinäre Ausrichtung der einzelnen Studiengänge.

Darüber hinaus gibt es mehrere Aufbaustudiengänge und - in Kooperation mit ausländischen Universitäten - internationale Lehrangebote. Bundesweit einmalig ist der Studiengang Informationswirtschaft, eine Kombination der Fächer Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften. Außerdem wird ein interfakultatives Begleitstudium "Angewandte Kulturwissenschaft" angeboten. Einzigartig ist die Integration von sehgeschädigten Studierenden im Studium, im Hochschulleben und in der Arbeitswelt durch das Studienzentrum für Sehgeschädigte. 

Forschungsschwerpunkte

Mit Großunternehmen sowie mit mittleren und kleinen Betrieben bestehen intensive Kooperationen. Mehrere Beratungsstellen fördern und beschleunigen den Wissenstransfer aus der Hochschule in die Industrie. Unter den Kooperationspartnern der Universität Karlsruhe sind außerdem das Forschungszentrum Karlsruhe, Fraunhofer-Institute, die Bundesforschungsanstalt für Ernährung und die Landesanstalt für Umweltschutz zu nennen.

Forschungsschwerpunkte an der Universität sind die Informations- und Kommunikationstechnologien, die Energietechnik, die Automations- und Montagetechnik, die Umweltforschung, die Mikrostrukturtechnik, die Nanotechnologie, die Materialforschung, die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung, Geowissenschaft und Geophysik, das Verkehrswesen sowie das Banken- und Versicherungswesen.

Zahlreiche Projekte werden von Bund und Land, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der EU, von Stiftungen sowie von der Industrie gefördert. In zehn Graduiertenkollegs, acht Sonderforschungsbereichen und verschiedenen Forschungsschwerpunkten leisten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interdisziplinäre Forschung. In fünf weiteren Sonderforschungsbereichen an anderen Universitäten sind Institute der Universität beteiligt. 

Auslandskontakte

Die "Globalisierung der Märkte" und die zunehmend internationale Orientierung der Wissenschaften erfordern Kontakte auch über die eigenen nationalen Grenzen hinaus. Dies hat die Universität Karlsruhe schon vor vielen Jahren erkannt.

Ein besonderes Gewicht misst die Fridericiana der Konföderation der Oberrheinischen Universitäten (EUCOR) zu. Diese wurde 1989 gegründet und umfasst außer Karlsruhe sechs Universitäten aus Basel, Freiburg, Mülhausen und Straßburg. Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf viele Bereiche der Forschung und Lehre. Sie soll den grenzüberschreitenden wissenschaftlichen Austausch fördern.

Außerdem pflegt die Universität Karlsruhe rege Kontakte mit vergleichbaren akademischen Einrichtungen in West- und Osteuropa, in Amerika und in Fernost. Mit Universitäten in Lyon, Grenoble, Nancy und Paris bestehen Vereinbarungen, die den gegenseitigen Austausch von Studierenden und den Erwerb eines deutsch-französischen Doppeldiploms ermöglichen. Seit der Öffnung zum Osten sind auch die universitären Kontakte dorthin erheblich erweitert worden. 

Der Hochschulort Karlsruhe: Zwischen Rhein und Schwarzwald

Das 1715 gegründete Karlsruhe liegt in der Rheinebene am Rande des Schwarzwalds im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland im Staat Baden Württemberg. Die Stadt hat über 275.000 Einwohner. Kennzeichnend für die Wirtschaftsstruktur ist der Dienstleistungssektor, mittelständische Betriebe überwiegen.

Mehrere bedeutende Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen haben dazu beigetragen, dass Karlsruhe bei vielen High-Tech-Entwicklungen international einen Spitzenplatz einnimmt. In dieser Region zwischen Schwarzwald und Rhein wird bundesweit die höchste Forscherdichte verzeichnet.

Aber auch die Kultur kommt nicht zu kurz. Das Badische Staatstheater, das Konzerthaus, mehrere Museen, Sammlungen und Galerien, das Barockschloss, Bibliotheken und das international bedeutsame „Zentrum für Kunst und Medientechnologie“ bieten Kunst-, Musik- und Theaterliebhabern zahlreiche Möglichkeiten. Tennis- und Fußballplätze, Schwimmbäder, Eislaufhalle, Flugsportgelände, Golfplatz, Reit-, Fahrrad- und Wanderwege: Wer Sport treiben möchte, kann auf ein breites Angebot zurückgreifen.

Studierende können sich auf dem Campus in zahlreichen Einrichtungen engagieren: Studentisches Kulturzentrum, Collegium musicum, Universitätschor, Sinfonie- und Kammerorchester, Uni Big-Band, Akademische Fliegergruppe, Akademischer Segelclub und Solarmobil sind nur einige Beispiele.

Unterkunftsmöglichkeiten bieten mehrere Studentenwohnheime und der private Wohnungsmarkt. Mit dem „Studi-Ticket“ können Studierende preiswert Busse und Straßenbahnen nutzen.

International Department

Einmalig in Deutschland ist das Konzept des International Department der Universität, das im kommenden Herbst seinen englischsprachigen Studienbetrieb aufnimmt. Das International Department bietet einen Bachelore-Studiengang für Maschinenbau , einen Master-Studiengang für Elektrotechnik  und später auch Studiengänge in anderen Fachrichtungen für besonders qualifizierte Studierende aus Asien, den USA und aus anderen außereuropäischen Ländern an. Studienbegleitende Industriepraktika und ein intensives Begleitstudium der Sprache, Kultur, Wissenschaft und der Politik Deutschlands und Europas sind im Programm enthalten. Für dieses Studium sind Stipendien erforderlich oder Gebühren zu entrichten. 

Daten, Fakten, Zahlen (WS 1999/2000)

Gründungsjahr 1825
Studierende: rund 14.500
Ausländische Studierende: rund 2.500
Beschäftigte: rund 4.000
Professorinnen/Professoren rund 300
Fakultäten: 12
Institute: 117
Studiengänge: rund 40
Haushalt (Ausgaben 1999): 403,6 Mio.
davon Drittmittel (1999): 120,3 Mio.
Sonderforschungsbereiche: 7 (an 6 weiteren ist die Universität beteiligt)
Graduiertenkollegs: 10
Wohnheimplätze: 3.432

Mehr Details können Sie unserer Broschüre "Daten Fakten Zahlen" zum online-lesen im PDF-Format entnehmen. (weitere Ausgaben von: 2000, 1999)


 

Universität Karlsruhe
Karlsruhe

Pressemeldungen

Leistungsspektrum

Weitere Informationen: http://www.uni-karlsruhe.de/